Entdeckt gemeinsam Sternenbilder – Astra von Mindclash (Rezension)

Astra | Kennerspiel | ab 10 Jahren | 2-5 Personen | Eszter Krisztina Sas, Frigyes Schöberl, Patrik Porkolab | Skellig Games, Mindclash | generationentauglich

Astra: Spielverpackung und Inhalt

In Astra erforschen wir gemeinsam den Sternenhimmel; wetteifern aber darum, wer’s besser kann! „Besser“ heißt dabei aber nicht unbedingt, dass ich einfach die meisten Sterne entdeckt habe. Hier geht es taktischer zu.

Mit Hilfe von Sternenstaub entdecken wir einzelne Sterne in den ausliegenden Konstellationen. Belohnungen gibt es, wenn eine Konstellation als Ganzes entdeckt wurde; hieran arbeiten wir gemeinsam. Das ist einer der spannenden Punkte an Astra: alle Spielenden entscheiden sehr taktisch darüber, welche, wie viele und ob sie überhaupt Sterne entdecken wollen. Ich persönlich möchte die besonders hell strahlenden Sterne gleich zu Beginn entdecken, da sie mir erlauben zusätzliche Karten zu sammeln. Aber alle Sterne einer Konstellation will ich dann auch nicht entdecken, das ist schließlich schwere Arbeit und kostet Sternenstaub! Besser ist es, wenn meine Kollegen und Kolleginnen mitarbeiten – dann kann ich einen Bonus abgreifen und beispielsweise meinen Sternenstaub-Beutel vergrößern. Wenn wir ruhen (denn auch Astronomen müssen irgendwann mal schlafen), wird unser Beutel wieder aufgefüllt. Beteilige ich mich an der Sternentdeckung meiner Mitspielenden, bekomme ich die entsprechende Karte – so muss ich nicht erst teuer bezahlen, um den letzten zugehörigen Stern zu entdecken.  Je nach Angebot will ich statt der Karte auch mal einen gelegentlich nutzbaren Soforteffekt als Bonus, damit ich flexibler agieren kann. Aber: die Bonuskarten bringen nicht nur neue Fähigkeiten ins Spiel, sondern vor allem geben sie am Ende des Spiels weitere Siegpunkte.

Astra: Ausschnitt Spielsituation
Am Ende des Spiels bringen die Element-Symbole der Karten mir zusätzliche Punkte über Sets.

 

Fazit
Astra zieht einen in seinen Bann. Das Material ist nicht nur schön gestaltet, sondern auch übersichtlich aufgebaut. Positiv aufgefallen ist, dass in der Anleitung auch ein paar Seiten für die Beschreibung der Sternkonstellationen auf den Karten verwendet wurden. Keine Sorge, die Zusatzinformation lenkt nicht von der taktischen Tiefe des Spiels ab. Wer einfach mal so ein bisschen ankreuzt, wird zwar auch einige Punkte ergattern, in der Regel aber nicht das Spiel gewinnen. Hier liegt auch die Schwierigkeit: Man braucht Geduld. Je nach den Aktionen der anderen muss ich auswählen, welche Sterne ich im Folgenden entdecken möchte – oder auch eben nicht. Das heißt, ich kann mich erst dann endgültig entscheiden, wenn ich bereits am Zug bin. So entsteht immer wieder Wartezeit zwischen den Spielzügen und insbesondere „Vieldenker“ können die Spieldauer deutlich in die Länge ziehen – vor allem gegen Ende der Partie. Auch wenn das Spiel für 2 bis 5 Spieler ausgelegt ist, würde ich Partien zu dritt empfehlen – so bleiben Interaktion und Spielfluss am besten erhalten. Gut gefällt mir, dass die Wertungskarten jedem schon zwei Elemente vorgeben; dadurch verteilt sich das Interesse der Spielenden zumindest teilweise auf unterschiedliche Karten. Im Spiel muss man ein wenig vorsichtig sein, um nicht versehentlich die Punkteleiste auf dem Board abzuwischen.

Anmerkung zur Spielanleitung: Ich habe die deutsche Version der Anleitung (in der Ausgabe von Skellig) benutzt, die sich an einigen Stellen als ungenau erwiesen hat. Grundsätzlich haben wir die Regeln aber alle verstanden – und obwohl in den ersten Partien noch einige Regeln falsch interpretiert oder umgesetzt wurden, waren sich alle am Tisch einig: Astra ist ein interessantes Spiel. Ich freue mich schon auf den nächsten Sommerabend, wenn ich Sterne am Tisch und im Himmel entdecken kann.

Bewertung / Test
+ Gestaltung und Thema passen gut zusammen
+ leichtes Kennerspiel
+ spannendes Taktieren darum wann man Sterne entdeckt
– Entscheidungen können nicht vorab getroffen werden, dadurch kann viel Wartezeit entstehen
– Markierungen können versehentlich schnell weggewischt werden

 

(Eine Rezension von Sandra Sternkopf)


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Astra (2022)

Spielidee: Eszter Krisztina Sas, Frigyes Schöberl, Patrik Porkolab
Grafik: Csilla Fekete
Verlag: Mindclash Games / Skellig Games
Anzahl der Spielenden: 2 – 5
Altersempfehlung Verlag: ab 10 Jahren
Spieldauer: 40 – 100 Minuten

Generationentauglichkeit: kann von allen gespielt werden, sofern die Feinmotorik zum Zeichnen und Aufsammeln der Steine ausreicht.