Crystalla | Legespiel | ab 8 Jahren | 2 bis 4 Spielende | Yoel Sayada, Ranaud Libralesso, Pierrick Libralesso | Schmid Spiele | pädagogisch wertvoll | generationentauglich
Mit fröhlich farbigen Karten schaffen wir in diesem Legespiel ein eigenes kleines Kunstwerk in unserer Auslage, in jeder Partie wieder neu. Wie man an die Karten kommt ist das Besondere an „Crystalla“. Ob ich das besonders gut finde? Weiterlesen.

Das Spiel
Crystalla ist ein Familienspiel von Yoel Sayada, Ranaud Libralesso, Pierrick Libralesso und bei Schmidt Spiele erschienen. Es ist für 2 bis 4 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.
„Crystalla“ ist ein Legespiel, bei dem wir über einen Laufmechanismus bestimmen, welche Karte wir als Nächste in unserer Auslage platzieren.
Zum Start begrenzen wir unseren persönlichen Spielbereich mit zwei Pappleisten und legen 3 Startkarten passend ab. Alle Karten müssen in diesem Bereich immer bis nach „unten“ geschoben werden. Die Ausrichtung der Karten ist frei wählbar.
In der Mitte werden die restlichen Karten, abhängig von der Spielendenanzahl, auf mehrere Stapel verteilt. Unsere drei Spielsteine platzieren wir jeweils auf einen Eckstapel.

Bin ich an der Reihe, nehme ich alle Spielsteine von einem Stapel, auf dem auch ein eigener Spielstein ist. Dann laufe ich von hier los, indem ich auf einen angrenzenden Stapel einen Spielstein ablege, dann auf einem daran angrenzenden Stapel und so weiter, bis alle Spielsteine abgelegt sind, wie Brotkrumen auf dem Weg. Die oberste Karte vom letzten Stapel füge ich jetzt meiner Auslage hinzu. Weiterhin gilt, das die Karten von unten nach oben angelegt werden müssen.

Lege ich unterwegs auf einem Stapel einen zweiten Stein einer Spielfarbe ab, gebe ich diesem Spielenden ein Kristallstück. Dieses Zusatzplättchen muss dann auf einer Karte in der eigenen Auslage platziert werden. Das überdeckte Kristallstück wird für die Wertung nicht mehr berücksichtigt. So kann ich auch mir selbst ein Kristallplättchen geben. Diese Plättchen können helfen wertvolle Muster zu bilden, können aber auch Wertungen verschlechtern.


Haben alle ihre Auslage mit 12 Karten gefüllt, werten wir die verschiedenen Kristallsorten. Manche bringen nur Punkte wenn sie angrenzend platziert sind, manche für Sets in der gesamten Auslage, manche je mehr, um so mehr Teile vorhanden sind.
Wer die meisten Punkte erreicht, gewinnt.

Fazit
Ich kann gar nicht genau sagen, warum mich dieses Spiel von der ersten Partie her begeistert hat. Die schöne Optik, das knifflige Auswahlprinzip oder die Interaktion mit meinen Mitspielenden, wahrscheinlich alles zusammen. Was wie ein einfaches Legespiel daher kommt ist überraschend komplex. Ein Highlight ist für mich die Auswahl der Karten durch den Laufmechanismus und das Austeilen der Plättchen durch doppelte Figuren auf einem Stapel. Das sind überraschend komplexe Regeln für ein „einfaches“ Legespiel. Nach ein, zwei Partien kommt man aber gut damit zurecht. Man achtet in der Bewegungsphase dann darauf, was die Mitspielenden gebrauchen können oder ob man ihnen ein Zusatzplättchen geben möchte. Dieses Element macht das Spiel sehr interaktiv und auch konfrontativ.
Die Entscheidung, mit welchen Würfeln ich zu welchem Stapel ziehe, treffen alle im Kopf. Da sich die Spielsituation zwischen meinen Zügen mehrfach ändert, kann ich hier wenig vorausplanen. So ergeben sich relativ lange Denkzeiten. In lockeren Runden kann man so neben dem Spiel noch ein bisschen miteinander ins Gespräch kommen, ohne den Spielablauf extra in die Länge zu ziehen.
Im Laufe der ersten Partien fällt es dann auch leichter, die blauen und weißen Kristalle zu unterscheiden. Diese beiden Typen sind leider sehr ähnlich geworden.
Spielsteine, Plättchen und Karten lassen sich insgesamt gut greifen, so dass einem gemeinsamen generationsübergreifenden Spiel grundsätzlich nichts im Weg steht. Die Wertungsübersicht für jeden Spielenden hat man während der gesamten Partie gut im Blick. Meine Mitspielenden wollten gerne immer eine weitere Partie spielen.
Bewertung / Test
+ hübsche, ansprechende Gestaltung
+ interessanter Auswahlmechanismus der Karten
+/- konfrontative Elemente
– weiß und blau kann eventuell verwechselt werden
– die Schachtel könnte kleiner sein
(Eine Rezension von Sandra Sternkopf)

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Crystalla (2025)
Spielidee: Yoel Sayada, Ranaud Libralesso, Pierrick Libralesso
Grafik: Olga Cress
Verlag: Schmidt Spiele
Anzahl der Spielenden: 2 – 4 Spielende
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Generationentauglichkeit: Wenn man die ersten Partien durchhält, kann „Crystalla“ Spielspaß bringen. Grundsätzlich ist es zu Beginn aber eher abschreckend durch die vielen Regeln; vor allem ältere Spielende mit kognitiven Einschränkungen tun sich schwer alle Regeln von Anfang an zu berücksichtigen und können so einen erheblichen Nachteil haben.
Pädagogisch wertvoll: Aufmerksamkeit, räumliche Vorstellung, Planung, alles wird hier spielerisch trainiert.