Monsters on the Moon | Familienspiel | ab 8 Jahren | 1 bis 4 Spielende | Martin Schlegel | Spiel Das! Verlag
Karten teilweise überpuzzeln? Das kennen wir doch von Nimalia? Allein schon das Thema und die komplett andere Gestaltung zeigen, dass der Vergleich hinkt! Schauen wir uns doch mal den Wettkampf der Monsterfiguren genauer an:

Das Spiel
Monsters on the Moon ist ein Familienspiel von Martin Schlegel und bei Spiel Das! Verlag erschienen. Es ist für 1 – 4 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.
Zu Beginn suchen wir die Starkarten heraus, die das Symbol unseres gewählten Monsters doppelt zeigen. Von diesen zwei Karten wird eine weitergegeben. Mit drei weiteren gezogenen Karten haben wir dann eine Starthand von fünf Karten. In die Tischmitte werden nach Wahl die Blanko-Karten und/oder die Armstrong-Karte ausgelegt. Das Wertungstableau wird bestückt und etwas seitlich bereit gelegt, damit wir schön Platz haben.

Zwei Karten vom Nachziehstapel kommen auf jeden Fall in die Startauslage. Die Anordnung ist ebenso variabel. Wer an der Reihe ist, wählt eine Karte aus der Hand und legt sie an oder überdeckt maximal zwei Quadrate bei der vorhandenen Auslage. Was ist nun die Aufgabe? Es sollen am Ende möglichst viele der eigenen Symbole zu sehen sein, am Besten nicht einzeln, sondern in Gruppen. Wird ein Kristallfeld überdeckt, darf man die eigenen Figur auf dem Wertungsfeld weiterziehen. Das bringt Punkte für die Schlusswertung und als Meilensteine einzelne Plättchen, die man auf dem Spielfeld unterbringen darf.
Natürlich darf man die Karten auch drehen. So gibt es viele Möglichkeiten, eine Karte sinnvoll zu spielen. Es ist auf zweierlei zu achten: einmal natürlich auf die eigenen Symbole. Die sollten so untergebracht werden, dass sie nicht oder nur schwer noch überdeckt werden können. Und natürlich versucht man, die gegnerischen Symbole zu dezimieren oder zu vereinzeln.

Alle haben zwei Raumschiffe zur Verfügung, die man irgendwann zur Absicherung einsetzen kann. Hier kann dann nichts mehr überbaut werden. Nach dem Legen einer Karte zieht man wieder vom Stapel nach und hat wieder fünf Karten auf der Hand.

Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, kommt die Zwischenwertung. Der kleine Block hilft dabei, es richtig zu machen. Die Punkte vom Wertungsfeld kommen erst ganz am Ende der Partie hinzu, wenn dann alle Karten gespielt sind.

Dann zählt zusätzlich noch einmal die größte Gruppe an Monstersymbolen. Wenn man das alles von Beginn einer Partie an bedenkt, gibt es schön etwas zu Tüfteln und das Kartenglück steht nicht im Vordergrund. Zumal auf der gelegten Karte ja immer auch Symbole der anderen Mitspielenden zu sehen sind.
Mehrere Varianten kann man spielen, wenn das Grundspiel bekannt ist. Da gibt es Missionskarten, die man offen oder auch verdeckt spielen kann. Und es gibt Holzstäbchen, die anstatt eine Karte zu spielen, gelegt werden können und eigene Gebiete schützen. Die Missionsvarianten kann man mit oder ohne Stäbchen spielen. Und zuletzt gibt es eine Solo-Variante.

Die Karten sind stabil, Farben und Figuren sind gut unterscheidbar. Weiteres Material ist aus Holz. „Monsters on the Moon“ ist sichtlich mit Liebe produziert. Das Anleitungsheft ist hinreichend groß, alles ist mit Beispielen erklärt.
Fazit
„Monsters on the Moon“ hat eine kleine Lernkurve. Hat man den Dreh heraus, kann es für die Mitspielenden schwierig werden. Wird nämlich die Auslage grösser, sind die Symbole in der Mitte sicher, weil sie nicht mehr überdeckt werden können. Ein wenig böse muss man schon sein, um die Mitspielenden einzubremsen. Ein kleiner Ärgerfaktor ist also dabei.
Mit zunehmender Auslage wird es aber auch unübersichtlicher, wenn man die Möglichkeiten überlegt, welche die aktuelle Kartenhand bietet. Weil dann auch die Grafik viele ältere Personen nicht anspricht, schätze ich es im Prinzip aber nicht komplett als generationentauglich ein. Gut ist es für Leute, die es ruhig mögen am Spieletisch, etwas tüftelig und mit dem Ärgerfaktor umgehen können. Mit selber hat es ganz gut gefallen, aber nicht begeistert. Die Varianten sind interessant, verändern das Spiel aber nicht grundsätzlich.
Bewertung / Test
+ ruhiges Legespiel, das fordert
+ Regeln schnell erlernt, Zusatzmaterial bringt Varianz
– es kann sich bald abzeichnen, wer uneinholbar gewinnen wird
(Eine Rezension von Paul Theisen)

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Monsters on the Moon (2024)
Spielidee: Martin Schlegel
Grafik: Marco Armbruster
Verlag: Spiel das! Verlag
Anzahl der Spielenden: 1 – 4
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Generationentauglichkeit: bedingt. Manches ist etwas klein, es wird manchmal unübersichtlich. Das kann Probleme bereiten, muss aber nicht. Es hängt von den Personen ab, ob es generationenübergreifend funktioniert. Für manche ältere Personen sind die gruseligen Figuren wenig ansprechend, Kinder tun sich da leichter.