Punkte Salat | Familienspiel | ab 10 Jahren | 2-6 Personen | Molly Johnson, Robert Melvin, Shawn Stankewich | Pegasus Spiele

“Ein gesundes Spiel für 2-6 Gemüsefreunde”, so beschreibt der Pegasus-Verlag sein 2021 erschienenes Kartenspiel im minimalistischen Rohkost-Design. Action, Witz und eine fesselnde Story brauchen wir also nicht erwarten, doch ein Blick in die kleine Schachtel lohnt sich dennoch.
Der Inhalt besteht aus der Anleitung und 108 Karten. Die Zahl der Mitspielenden bestimmt dabei, wie viele Karten benötigt werden.
Der Clou bei Punktesalat: Jede Karte besitzt eine Gemüse- und eine Wertungsseite. Liegt die Wertungsseite oben, gibt diese an, wofür Mitspielende, denen diese Karte gehört, Punkte erhalten können. Hier steht beispielsweise “Für je 3 Tomaten erhält man 8 Punkte” oder “Erhalte am Spielende zehn Punkte, wenn du die meisten Paprika besitzt”. Die Gemüseseite zeigt eine von sechs Gemüsesorten und dient dazu, die Wertungsbedingungen zu erfüllen.
Zu Beginn des Spiels werden die zu verwendenden Karten gemischt und in drei nahezu gleich hohe Stapel (Wertungsseite nach oben) aufgeteilt. Von jedem Stapel werden die obersten zwei Karten mit Gemüse-Seite nach oben aufgedeckt und als Auslage bereit gelegt, so dass vor den Stapeln ein 2×3 Karten großes Feld entsteht.
Abwechselnd haben die Mitspielenden nun zwei Möglichkeiten:
- Sie können sich für das Ziehen einer der drei Wertungskarten, die zuoberst auf den Stapeln liegen, entscheiden. Die Karte legen sie vor sich ab und haben somit eine weitere Möglichkeit freigeschaltet, Punkte zu generieren.
- Sie können aber auch zwei Gemüsekarten ernten, und somit versuchen, Punkte entsprechend ihrer Wertungskarten zu erhalten – oder den Mitspielenden ersehntes Gemüse wegschnappen. Die Gemüseauslage wird nach dieser Aktion von den Stapeln wieder aufgefüllt, so dass sich sowohl die Auslage wie auch die Wertungskarten auf den Stapeln ändern.

Sind alle Karten aufgebraucht, zählen alle Mitspielenden ihre Punkte entsprechend ihrer Wertungskarten zusammen. Wer dabei die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt das Spiel.
Fazit
Das Spiel ist mit seinen wenigen Regeln schnell erklärt. Die Spielenden sind während des Spiels stets am überlegen, ob es sich nun mehr lohnt, eine zusätzliche Wertungskarte hinzuzunehmen, um noch mehr Möglichkeiten auf Punkte zu erhalten, oder die bisherigen Wertungskarten mit gesammelten Gemüse zu bedienen. Diese Spannung macht den Reiz des Spiels aus.
Obwohl man grundsätzlich für sich spielt, ärgert man sich gerne gegenseitig, da begehrtes Gemüse mehr oder weniger absichtlich regelmäßig vor der Nase weggeschnappt wird. Natürlich ist wie bei vielen Kartenspielen der Glücksfaktor groß. Vor allem mit mehreren Spielenden ändert sich die Auslage ständig, so dass Vorausplanung kaum möglich ist und man vielmehr versucht, das beste aus den zur Verfügung stehenden Karten herauszuholen. Dennoch ist es kein untaktisches Spiel.
Bereits spielerprobte Kinder finden sich auch unter 8 Jahren im Spiel gut zurecht, und durch die klaren, wenigen Regeln ist für alle Altersgruppen einen einfachen Zugang ermöglicht. Die einfache, unaufgeregte Symbolik und die Farben sind dabei gut unterscheidbar. Die Länge von 15-30 Minuten ist für eine flotte Runde perfekt. Alles in allem ist dieser “Salat” also frisch und knackig, und ideal für Zwischendurch.
Bewertung / Test
+ Leichter Zugang
+ Klares Design
+ Tolle Spielidee
+/- Die Mischung aus Glück und Taktik ist je nach Geschmack positiv/negativ.
(Eine Rezension von Jörg Hübner)
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Punktesalat (2019)
Spielidee: Molly Johnson, Robert Melvin, Shawn Stankewich
Grafik: Dylan Mangini
Verlag: Pegasus
Anzahl der Spielenden: 2-6
Altersempfehlung Verlag: 10
Eigene Altersempfehlung: 8
Spieldauer: 15-30 Minuten
Generationentauglichkeit: ja, zugänglich und visuell klar




