Zocken oder nicht zocken?!- Flip 7 von Kosmos (Rezension)

Flip 7 | Familienspiel | ab 8 Jahren | 3 bis 18 Spielende | Eric Olsen | Kosmos | pädagogisch wertvoll  | generationentauglich

Ein einfaches Kartenspiel in aller Munde? Wenn auf der sehr schönen, irisierenden Schachtel steht, es sei „Das beste Kartenspiel aller Zeiten!“, kann das passieren. Ob „Flip 7“ diesem Hype gerecht wird und es sich auch für euch lohnt mit zu zocken, lest ihr hier!

Die Schachtel des Spiels Flip 7 auf einem Ring aus Karten.

Das Spiel
Flip 7 ist ein Familienspiel von Eric Olsen und bei Kosmos erschienen. Es ist für 3 – 18 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

„Flip 7“ ist ein einfaches Push-your-luck Kartenspiel. Also ein Zockerspiel. In jeder Runde sind wir reihum Geber:in und teilen an unsere Mitspielenden und uns selbst nach und nach jeweils eine Karte aus.

Blick auf den Spieltisch. Alle haben bislang eine Karte vor sich liegen.
Die erste Runde ist ausgeteilt, jetzt muss ich mich entscheiden ob ich mehr will.

 

Ab der zweiten Karte darf ich entscheiden, ob ich noch eine möchte oder ob ich passe. Bei letzerem bin ich für diese Runde raus, habe aber die vor mir liegenden Karten als Punkte sicher. Immer wenn ich eine neue Karte dazubekomme wird geprüft, ob die gleiche Zahl schon in meiner Auslage liegt, dann habe ich mich verzockt und bekomme in dieser Runde keine Punkte. Ansonsten kann ich nächste Runde wieder entscheiden, ob ich mehr möchte oder meine Punkte sicher nehme.

Zu sehen ist eine Kartenauslage mit einer 11er und zwei 12er Karten.
Verzockt!

 

Auch bei „Flip 7“ gibt es natürlich Sonderkarten. Manche bringen zusätzlich Punkte, mit denen man sich nicht verzocken kann. Drei ändern die Regeln des Spiels. Sie können an Mitspielende weitergegeben werden oder man behält sie für sich. Dann wird die Aktion entsprechend ausgeführt.
Die Second Chance behalte ich natürlich für mich, damit darf ich mich einmal verzocken. Flip 3 zwingt zur Aufnahme von 3 weiteren Karten, komme was wolle. Freeze beendet für den entsprechenden Spielenden diese Runde, vorhandene Punkte bleiben einem aber erhalten.

Sonderkarten

 

Und warum jetzt „Flip 7“? Wer genug Nerven hat und weiter Karten nimmt, bis 7 verschiedene Zahlenkarten ausliegen wird mit 15 Bonuspunkten belohnt und beendet damit aber auf jeden Fall die Runde.

Eine Auslage mit 7 verschiedenen Zahlenkarten
Ein echter Flip 7!

 

Wer am Ende einer Runde Karten gesichert hat bekommt ihre Werte als Punkte, plus eventuell weitere Punkte durch Sonderkarten. Wir schreiben die Punkte für alle auf. Gespielt wird bis 200.

Die Anleitung ist klar formuliert und einsteigerfreundlich.

 

Fazit
„Flip 7“ erfindet das Genre der Push-your-luck-Spiele nicht neu, und doch weiß es auch Vielspielende zu begeistern. Es ist ein einfaches und dadurch vielfältig einsetzbares Spiel das Emotionen hervorbringt. Hier sitzen alle gleichberechtigt am Tisch. Egal ob in kleiner oder großer Runde, man ist immer dabei und freut sich mit, wenn andere Punkte dazu gewinnen oder verlieren.

Die Regeln sind schnell erklärt, man kann die Sonderkarten sogar erst im Laufe der Partie erklären. Es ändert ja nicht wirklich etwas an der Taktik.

Das Austeilen der Karten ist irgendwie cooler, als wenn man jedes Mal selbst vom Stapel ziehen würde. Die Kartenausgebenden können mit ihrer Rolle spielen, wie wir es von Quizmastern kennen, und noch mehr Spannung ins Spiel bringen. Das funktioniert auch schon bei den Jüngsten. Außerdem können alle mitspielen, die Zahlen sind groß und deutlich auf den Karten zu erkennen, die Sonderkarten haben unterschiedliche Farben und ich brauche die Karten nicht mal auf der Hand halten.

Das Material der Karten ist etwas anfällig für Knicke und feine Risse. Das Design ist klar, bunt und hinreichend gross: generationentauglich.

 

Bewertung / Test
+ schneller Einstieg
+ Spielspaß für Jung bis Alt
+ weckt Emotionen
+ schnelle Spielzüge halten alle am Tisch

 

(Eine Rezension von Sandra Sternkopf)

 

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Flip 7 (2025)

Spielidee: Eric Olsen
Grafik: OŃeil Mabile
Verlag: Kosmos
Anzahl der Spielenden: 3 – 18 Spielende
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 Minuten

Generationentauglichkeit: Sehr gut geeignet für Alle.
Pädagogisch wertvoll: Wer sich verzockt, muss resilient sein um locker weiterspielen zu können. Das kann man hiermit gut üben. Beim Abwägen von Wahrscheinlichkeiten und addieren der Zahlen befinden wir uns tief in der Mathematik.