Lass das Gemüse wachsen – Beethupferl von Zoch (Rezension)

Beethupferl | Kinderspiel | ab 4 Jahren | 1-4 Personen | Bernhard Weber | Zoch

Auf dem Bild ist die Schachtel und der Spielinhalt des Spiels Beethupferl zu sehen.

Ein Spritzer genügt – schon sprießen die Karotten! Im Beethupferl sind wir Gärtner und möchten das Gemüse nicht nur pflegen, sondern auch ernten. Dies geschiet mit Hilfe einer Gieß-Mechanik, was für eine tolle Haptik und Aussehen am Tisch sorgt. Wer das meiste Gemüse erntet – gewinnt. Doch Achtung – nimm dich in Acht vor den gefräßigen Schnecken.

Das aufregende Kinderspiel vereint die bekannte Memory-Technik und sorgt mit den Gießkannen für eine motorische Herausforderung. Doch um was geht es? Am Anfang vom Spiel haben wir ein Gemüsebeet, welches wir pflegen möchten. Durch das Gießen mit der Kanne, in die  Kugeln (unsere Wassertropfen) reinkommen, entscheidet jeder für sich, ob ein oder zwei Mal gegossen wird. Bei einen Mal darf man direkt über der Mulde gießen und bei zwei Mal wird vom Rand gegoßen. Sobald drei gleiche Gemüsesorten umgedreht sind, darf man sich eine der Sorten nehmen und der Rest wird wieder verdeckt. Danach kommt ein Plättchen aus dem Vorrat auf den leeren Platz hinzu. Doch das Gleiche gilt leider auch für die Schnecken, die es auf unser Gemüse abgesehen haben. Zudem gibt es in dem Spiel ein paar Nebenregeln, zum Beispiel, dass bei drei Kugeln Wasser das Plättchen – egal ob Gemüse oder Schecke – sofort genommen wird. So spielt man Runde für Runde, bis alle Plättchen aus dem Vorrat weg sind oder drei Schnecken insgesamt aus dem Beet genommen wurden. Die Schnecken in unserem Vorrat fressen jeweils ein Gemüse weg. Wer am Ende am Meisten geerntet hat, gewinnt die Runde.

Auf dem Foto gießt ein Kind vom Rand aus. Man sieht, wie die Wasserkugel auf die Spielfläche rollt.


Fazit

Allein durch die Aufmachung am Tisch sorgt das Spiel für Begeisterung. Das Thema wird hier super umgesetzt und man kann mit den Kindern das Thema Garten und die Arbeit, die dazu gehört, aufgreifen. Die Mitspielende sind auf mehreren Ebenen vor eine Herausforderung gestellt: Für welche Art vom Gießen entscheide ich mich? Wie setzte ich die Gießkanne ein, damit ich das gewünschte Plättchen aufdecken kann? Und habe ich mir gemerkt, wo das entsprechende Gemüse ist? Insgesamt ist Beethupferl ein kurzweiliges und trotzdem spannendes Spiel, sowohl für Kinder, wie für Erwachsene. Zudem können die Kleinen auch schon erste strategische Schritte üben, indem sie sich schon beim Zug entscheiden müssen, ob es mehr Sinn macht ein oder zwei Mal zu gießen. Es ist spannend zu beobachten, wie schnell die Kleinsten darauf kommen, dass es ab und zu klug ist, direkt in eine Mulde zu gießen, wo bereits zwei Wasserkugeln drin sind, um das Gemüse sofort ernten zu dürfen. Die Illustration ist wunderschön und die Wasserkugeln sorgen für ein bisschen Action am Tisch.

Leider ist mir aufgefallen, dass die Kinder sich mit dem Rausnehmen der Kugeln eher schwer tun. Da diese recht klein sind und man nicht nur die Kugel, sondern auch das Plättchen halten muss, geschiet leider oft, dass ihnen die Kugel weg rutsch und, wenn es blöd läuft, in die verkehrte Mulde rutscht und auch das verdeckte Gemüse verrät. In manchen Spielrunden, vor allem bei den jüngeren Kindern, hat dies ab und an für etwas Frust am Tisch gesorgt. Dies kann man natürlich umgehen, wenn man die jüngeren Kinder unterstützt oder das Plättchen mit dem aus dem Vorrat austauscht.

Bewertung / Test
+ tolles Thema mit eine wunderschönen Umsetzung
+ Spannung am Tisch durch das Gießen
+ erstes strategisches Denken
+ pädagogisch wertvoll
– für die jüngsten Kinder kann es motorisch schwer sein, die Wasserkugeln zu entnehmen

(Eine Rezension von Swetlana Zeiser)


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Beethupferl (2023)

Spielidee: Bernhard Weber
Grafik: Stefanie Reich
Verlag: Zoch
Anzahl der Spielenden: 1-4 Personen
Altersempfehlung Verlag: ab 4 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten

Generationentauglichkeit: nein
Pädagogisch wertvoll: ja