Blumen überALL – Gloomies von Ravensburger (Rezension)

Gloomies | Familienspiel | ab 10 Jahren | 2 bis 4 Spielende | Filippo Landini | Ravensburger | generationentauglich

Willkommen bei den Gloomies!
Ach … ihr kennt die Gloomies noch nicht? Wahrscheinlich kennt ihr dann auch keine Mondlilien, Orbit-Blumen oder den Galaxie-Mohn? Dann wird es Zeit, dass ihr mit mir in die blumige Welt von „Gloomies“ eintaucht.

Spielschachtel und Spielmaterial von Gloomies.

Das Spiel
Gloomies ist ein Familienspiel von Filippo Landini und bei Ravensburger erschienen. Es ist für 2-4 Spielende geeignet und kann ab 10 Jahren gespielt werden.

Gespielt wird in der Spielschachtel. Öffnet ihr diese, liegt das Spielfeld oder besser gesagt das Blumenbeet, bereits spielbereit oben auf. Darunter findet ihr, gut verstaut, das Spielmaterial. Materialtechnisch gibt es keinerlei Einwände. Ganz im Gegenteil, „Gloomies“ macht sich ausgesprochen hübsch auf dem Tisch.

Spielmaterial und Spielkarten aus der Nähe betrachtet

Im Mittelpunkt des Spiels stehen die bunt, bedruckten Holzblumen. Geht es in den zwei Spielphasen ja auch darum, die Blumen zu säen und zu ernten. Mit den geernteten Blumen schmücken sich eure Gloomies dann am liebsten selbst! Damit wird nicht nur der Wunsch eurer Gloomies hübsch-aus-zu-sehen erfüllt, sondern auch eure Auftragskarten. 

Zu sehen ist eine erfüllte Auftragskarte.
Der fertig geschmückte Gloomie bringt mir 16 Punkte.

Spielmechanisch ist „Gloomies“ ein Sammelspiel. In der ersten Phase des Spiels pflanzt ihr Blumen auf dem Blumenbeet (=Spielfeld) an und baut euch so für die zweite Phase des Spiels ein möglichst großes Kartendeck auf. Das Blumenbeet selbst kann gedreht und gewendet werden, so dass sich die Blumenanordnung mit jeder Partie leicht ändert und das Spiel etwas Varianz erfährt.

Eure Handkarten zeigen Blumen in den vier verschiedenen Farben. Zudem gibt es Joker-Blumen, die zwei Blumenarten (Farben) abbilden. Seid ihr am Zug, dürft ihr bis zu 3 Handkarten ausspielen. Das heißt, ihr dürft bis zu 3 Blumen pflanzen. Wählt dafür eine der sechs Beetreihen aus, die ihr bepflanzen möchtet und bedient sie lückenlos mit den gewünschten Blumenarten. Legt dazu die ausgespielten Karten unter eurem Spieltableau bei der jeweiligen Farbe ab, nehmt euch die entsprechenden Blumen aus der Schale und setzt sie in die gewählte Beetreihe.

Blick auf ein persönliches Spieltableau.
Ich habe unter meinem Spieltableau schon eine beträchtliche Menge an Blumen gesammelt.

Am linken Beetrand liegen lila Bonusplättchen aus. Am Ende eures Zuges dürft ihr euch auf Höhe eurer zuletzt gepflanzten Blume ein ausliegendes Bonusplättchen nehmen. Durch die Bonusplättchen erhaltet ihr Helferlein, Sternenstaub oder eine Auftragskarte. Die Helferlein erlauben euch Bonusaktionen, wie beispielsweise: mehr Blumen pflanzen, mehr Blumen ernten oder mehr Handkarten nachziehen. Sternenstaub und Auftragskarten bringen euch Siegpunkte.

Dreht anschließend das Bonusplättchen auf seine türkisfarbene Seite und legt es auf gleicher Höhe am gegenüberliegenden Beetrand ab. Hier stehen sie euch in der zweiten Spielphase mit neuen Bonusaktionen nochmals zur Verfügung. Die Bonusplättchen sind es dann auch, weswegen ihr vielleicht nicht immer alle Blumen pflanzt, die euch möglich wären. Denn liegt auf der von euch bepflanzten Höhe kein Bonusplättchen mehr oder ihr möchtet ein ganz bestimmtes Bonusplättchen in einer der unteren Reihen, werdet ihr euer Pflanzverhalten entsprechend anpassen.

Die Anbau-Phase endet sobald ihr den Bereich unterhalb der weißen Linie komplett mit Blumen befüllt habt. Es folgt die erste Wertung. Ihr erhaltet Siegpunkt-Chips für alle ausgespielten Blumenkarten unterhalb eures Tableaus sowie für gesammelten Sternenstaub.

Zu sehen ist das Spielfeld, welches bereits mit sehr vielen Blumen bepflanzt wurde.
Gleich ist der Bereich unterhalb der weißen Linie vollständig befüllt und ihr wechselt zur Ernte-Phase.


Phase zwei
, die Ernte beginnt. Wendet dazu euer Spieltableau. Mischt eure gerade eben gewerteten Blumenkarten zu einem Nachziehstapel und nehmt 4 Blumenkarten auf die Hand. Von jetzt an beginnt der Rückbau eures Blumenbeetes. Die Ernte der Blumen spielt sich analog der Anbau-Phase. Ihr dürft bis zu 3 Handkarten ausspielen und euch die entsprechenden Blumen nehmen. Die Beetreihen müssen dabei wieder lückenlos und farbrichtig bedient werden. Auf Höhe eurer zuletzt geernteten Blume dürft ihr euch jetzt ein türkisfarbenes Bonusplättchen nehmen und es gegen zusätzliche Blumen oder Sternenstaub eintauschen.

Mit den gesammelten Blumen schmückt ihr eure Gloomies (=Auftragskarten) oder legt sie auf euer Spieltableau. Gespielt wird bis der Bereich unterhalb der weißen Linie komplett abgeerntet ist. Anschließend folgt die Schlusswertung. Ihr erhaltet Siegpunkt-Chips für vollständig erfüllte Auftragskarten, gesammelte Blumen auf eurem Tableau, Sternenstaub und für eventuell übriggebliebene Helferlein.


Fazit

„Gloomies“ ist ein sehr ansprechend illustriertes Familienspiel mit schöner Tischpräsenz. Die Spielmechanik, möglichst große Blumensets zu sammeln und damit Aufträge zu erfüllen, ist sehr eingängig und bereits nach wenigen Spielzügen verinnerlicht. Unterstützt wird das zusätzlich durch die Spieltableaus, auf denen der Spielzugablauf und die Siegpunktwertung der aktuellen Phase gut verständlich dargestellt sind.

Taktisch pflanzt man oftmals weniger Blumen als möglich, um Bonusplättchen zu erhalten. Nur so kommt man in den Genuss weitere Helferlein (=Sonderaktionen) oder wichtiger Auftragskarten (=Siegpunkte) für die Schlusswertung. Apropos Siegpunkte. Siegpunkt-Chips dürfen laut Regelheft geheim gehalten werden. Aufgrund der verschiedenfarbigen Rückseiten der Siegpunkt-Chips gestaltet sich dies allerdings etwas schwierig. Was aber mehr ein lustiger Fun Fact ist, als ein tatsächliches „Problem“. Eine weitere kleine Regellücke betrifft die Holzblumen, die in einer unserer Partien in der betreffenden Farbe nicht ausreichend vorhanden waren. Das Regelheft beschreibt nicht, wie in diesem Fall vorzugehen ist. Aber abgesehen von diesen kleinen Regelschwächen gefällt „Gloomies“ mit jeder Personenanzahl und über alle Generationen hinweg.

 

Bewertung / Test
+ schön illustriert
+ hochwertiges Material
+ eingängiges Spielprinzip
– die Holzblumen einer bestimmten Farbe können in seltenen Fällen ausgehen

 

(Eine Rezension von Monika Glashauser)


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Gloomies (2025)

Spielidee: Filippo Landini
Verlag: Ravensburger
Grafik: Justin Chan
Anzahl der Spielenden: 2-4 Spielende
Altersempfehlung Verlag: Ab 10 Jahren
Spieldauer: Ca. 50 Minuten

Generationentauglichkeit: Ja