Mehr Rechnen als Spiel – „Rock the Bock“ vom Zoch-Verlag

Laut Spielregel „lässt das Pferd die Sau raus“ und „der Hirsch tanzt mit der Kuh“. Beim „Rock the Bock“ Konzert will jedes Tier dabei sein und schon gibt’s jede Menge Gedrängel und Chaos am Eingang. Chaos herrscht aber nicht nur in der Geschichte hinter dem Spiel „Rock the Bock“, chaotisch geht’s auch im Spiel selbst zu. 50 Tierkarten (je 10x Pferd, Schwein, Schaf, Hirsch und Kuh) und zusätzlich 18 Sonderkarten (VIP-Ausweise, Schwarzmarkt und Klohäuschen(!)) bilden…

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“Imperial Settlers” auf Aggro – “51st state” überzeugt auch friedliche Naturen (Rezension)

Das Leben ist kein Ponyhof. Dieses Spiel auch nicht, eher ein Ponyfriedhof. Zartbesaitete Spieler sollten vielleicht vorsichtig einen Bogen um dieses Spiel machen. Denn es spielt in einer postapokalyptischen Welt, die durch einen großen Krieg zerstört wurde. Auch jetzt noch befinden wir uns im Krieg und wir scheuen uns nicht davor zurück, Gebäude unserer Mitspieler (diesmal sollte ich dem Spiel angemessen „Gegner“ schreiben) in Schutt und Asche zu verwandeln. Auch Plünderungen sind an der Tagesordnung.…

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Kleine Schachtel, großes Spiel – „Troika“ von Oink Games (nicht nur) ein tolles „In-den-Urlaub-mitnehm-Spiel“ (Rezension)

Haben Sie gewusst, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft zu anderen Planeten reisen werden? Dass wir dort Kristalle finden können, von denen drei miteinander entweder Treibstoff oder wertvolle Edelsteine bilden? Zumindest ist das so, wenn wir dem Thema der Spiels „Troika“ folgen. Ehrlich gesagt, für diese hanebüchene Story kann es keine Punkte geben. Aber „Troika“, zu deutsch in etwa „Dreigespann“ ist kein Buch, sondern ein Spiel. Ein kleines, leichtes Sommerspiel, ideal für den Urlaubskoffer,…

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Abstraktes Kugelduell an Neuseelands Strand – “Moeraki-Kemu” und der Kampf der Häuptlinge

Neuseeland. Strand. Kurz nach halb 4. Zwei Häuptlinge verfeindeter Maori-Stämme sitzen sich gegenüber. Zwischen sich Mulden im Sand, in das sie abwechselnd Steine legen. Durch das Spiel entscheiden sie den Zwist zwischen den Stämmen, ohne dass Blut fließen muss. Der Sieger wird neuer Häuptling über beide Stämme. Klingt gut, hat aber gar nichts mit dem Spiel „Moeraki-Kemu“ zu tun. Das Spiel ist ein rein abstraktes Zwei-Personen-Spiel, dem ein Thema irgendwie aufgepropft wurde. Lassen wir das…

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Ja, ich habs getan – mein Erlebnis mit “Invisible Ink” von Huch!

Ich glaube, der Spieler hat einen natürlichen Selbsterhaltungstrieb. Nähert er sich einem Spiel, das so gar nicht seinem Geschmack entspricht, tritt ein heftiger Fluchtreflex auf. Manchmal aber kann man sich dem nicht entziehen, da sitzt man an einem Tisch und irgendwer (ich kenn den nicht … mehr!) packt ein „Spiel“ auf den Tisch und alle wollen es spielen. Fast alle. Ich täusche spontane Ohnmacht und akute Erblindung vor, hilft nicht, der Gruppenzwang gibt mir keine…

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Nasen zählen und Türmchen bauen – „babel PICO“ lädt ein zu einem entspannten Klötzchenspiel

Wollten die Einwohner von Mesopotamien mit ihrem Turmbau zu Babel – der Geschichte nach – den Himmel berühren, sind unsere Pläne in „babel PICO“ nicht so ausufernd. Unser Ziel ist es, den letzten Stein setzen zu können. Dass es dabei manchmal durchaus hoch hinaus geht, kommt vor, aber den Himmel berühren wir dabei nicht. Auch das Spiel berührt nicht den Spielehimmel, es bleibt eher in den normalen Gefilden. Jeder Spieler hat eine bestimmte Anzahl an…

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10 Jahre und kein bisschen verstaubt – die Kartenmischorgie „Dominion“ ist ein Spielklassiker und das zurecht

„Früher war alles besser.“ Diese ausgelutschte und meist nicht wahre Lebensweisheit hört man an allen Ecken und Enden. Bezogen auf das Spielerleben mag ich dieser These in bestimmter Weise sogar recht geben. Früher – und hier spreche ich noch vom alten Jahrtausend (ja ich habs noch erlebt) – konnte man sich als Spieler fast jährlich über wirkliche Innovationen im Spielebereich freuen. Wenn man die letzten zwei Jahrzehnte nach wirklich echten Innovationen durchsucht, wird man nur…

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Überraschend und überraschend gut – „Moorea“ von dlp games (Rezension)

Kennen Sie Orleans? Dieses geniale Bag-Building-Spiel vom dlp Verlag? Oder den vielleicht besseren Nachfolger „Altiplano“ von dlp? Nein? Sie haben etwas versäumt. Oder „Yokohama“, den wirklich guten Import aus Japan, auch von dlp? Alles drei Kennerspiele, Qualität und Spielgenuss vom Feinsten. Der Verlag dlp hat damit ein paar Kracher im Portfolio, die fast schon zum Blindkauf eines jeden weiteren Spiels von dlp einladen. Wer jetzt „Moorea“ von dlp kauft, wird überrascht sein. „Moorea“, ein einfaches…

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Spannender Ackerbau am Mississippi – “Riverboat” von Lookout Spiele (Rezension)

Mississippi, 19. Jahrhundert. An den Ufern des „Old Man River“ arbeiten wir als Landarbeiter und Händler. Wir nutzen günstige Gelegenheiten, um mehr Siegpunkte zu machen als unsere Mitspieler. Dabei schicken wir Arbeiter auf unsere Felder und bauen verschiedene Gemüsesorten an. Unsere Erzeugnisse verschiffen wir auf Flussschiffen („Riverboats“) auf dem Mississippi. Wir setzen Gutachter ein, die für uns „günstige Gelegenheiten“ nutzen, denn diese bringen die erhofften Siegpunkte. Diese Geschichte erzählt uns „Riverboat“, ein Spiel von Michael…

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Glückliches Händchen gesucht beim Kirschblüten sammeln – “The Legend of the Cherry Tree” von iello (Rezension)

Blühende Kirschbäume sind in Japan der Hit. Wenn sie blühen, werden in ihrem Schatten „Hanamis“ abgehalten, spontane Feste, die schon mal Volksfestcharakter haben können. Bei dem Kirschbaum aus unserem Spiel handelt es sich um einen ganz besonderen. Der blüht nämlich nur alle zehn Jahre und seine Blüten verheißen dem, der sie einsammelt, dass ein Wunsch wahr wird. Wer aber zu gierig sammelt, dem wird der Baum seine Wünsche verwehren. Die Legende vom Kirschbaum oder wie…

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