Ist die Zeit der Piratenspiele nicht längst vorbei? – “Ruchlos” beweist das Gegenteil (Rezension)

„ARRRRRRR!“ – Tschuldigung, aber das muss sein. Und es ist keine Wertung des Spiels. Wenn man Startspieler werden will, muss man so „piratisch“ wie möglich „Arrrr!“ brüllen. Also üben wir zusammen: „Arrrrrrrrr!“ Naja, das geht piratischer, was immer das ist. Das Spiel Ruchlos vom Board Game Circus überzeugt mit seinem „Arrrr!“ Es ist ein Piratenspiel, ein blutrünstiges obendrein. Wenigstens die Grafik spricht eine klare, finstere, zum Titel „Ruchlos“ passende Sprache. Die ist nicht übertrieben, sondern sehr…

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Als Römer Punkte sammeln – “Forum Trajanum” wieder ein Top-Feld-Spiel (Rezension)

Feld is back! Nach zuletzt etwas schwächeren Spielen des Autors Stefan Feld kommt hier wieder ein großes Spiel auf uns zu. Und lässt Spielerherzen höher schlagen. Denn es spielt sich richtig gut und macht vieles richtig. In Forum Trajanum (nicht verwechseln mit Trajan – auch gut aber ein ganz anderes Spiel) hat jeder Spieler seine eigene Colonia. Auf dem 6 x 6 großen Feld baut man im Lauf des Spiels seine kleine Stadt mit vier…

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Hektisches Code-Knacken – “X-Code” unterhält bis zu 8 aktive SpielerInnen (Rezension)

„Ich brauch sofort eine 1!“ – Hat jemand noch eine Zeitkarte?“ – „Leute, die Zeit läuft!“ – Ich hab drei 3er!“ – „Gib mir endlich ne Karte!“ – „O Mist, falsch herum gespielt!“ Stellen Sie sich all diese Sätze gleichzeitig und laut vor, und dass drei Minuten lang oder auch länger. Dann hören Sie das Spiel „X-Code“. Jeder Spieler hat drei Karten auf der Hand. Gespielt wird miteinander und gleichzeitig, also jeder darf jederzeit Aktionen…

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Werwölfe und Montagsmaler – “A fake artist” kombiniert zwei Spielprinzipien (Rezension)

Wenn Werwölfe zu Montagsmalern werden, dann spielt man „A fake artist goes to New York“. Im Spiel sind wir Künstler, die gemeinsam ein Kunstwerk zeichnen, wobei jeder Künstler immer nur einen Linie zu der Zeichnung hinzufügt. Nur einer der Künstler, der „fake artist“, weiß nicht, was gezeichnet werden soll. Seine Rolle ist es, nicht erkannt zu werden und gleichzeitig am Rundenende zu erraten, was denn gezeichnet wurde. Die Künstler ihrerseits versuchen, den falschen Künstler zu…

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Mit Karten in den Krieg – “To war!” von Board Game Circus gewinnt keine Schlacht (Rezension)

„To war!“ ist ein Kartenspiel, bei dem zwei Spieler gegeneinander antreten und ihre Armee (= Spielkarten) in den Krieg schicken. In der Schachtel befinden sich vier Armeen mit jeweils 17 Karten, vor dem Spiel sucht sich jeder Spieler eine Armee aus. Diese sind sehr unterschiedlich und benötigen jede für sich eine etwas andere Taktik. Die Karten sind relativ einfach, in einer Ecke steht der Angriffswert, in der anderen Ecke der Verteidigungswert. Unten in der Ecke…

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Die gute alte Zeit der ersten Schritte ins All – “Lift Off” ist gut, die Grafik “alt” (Rezension)

Ich gebe es zu, ich kaufe Spiele manchmal nur wegen der Grafik und dem Spielmaterial. Erst hinterher beschäftige ich mich mit dem Spiel. Das kann auch mal daneben gehen. Genauso aber mache ich um Spiele einen Bogen, wenn mich die Grafik nicht anspricht. Auch das kann daneben gehen. Wäre Lift Off nicht bei Hans im Glück erschienen, wäre mir wohl ein Leckerbissen durch die Finger gerutscht.  Nur weil mir die Grafik auf den ersten Blick…

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Ein Gott hat´s auch nicht leicht – aber mit “Orbis” macht´s Spaß (Rezension)

Einmal Gott spielen und eine ganze Welt erschaffen – als Brettspieler tut man sich dabei leichter als im wirklichen Leben. Wie in vielen anderen Spielen kann man in Orbis seine ganze Göttlichkeit austoben. Das Schicksal der Welt liegt in unseren Händen. Und in den Plättchen, die uns zur Verfügung stehen. Viele Plättchen mit jeweils einer von fünf Landschaften (und Wildnis auf der Rückseite) sind vorhanden. In einem 3×3 großem Raster liegen zufällig gezogene Plättchen aus.…

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Irgendwie bekannt und doch perfekt kombiniert – “Crown of Emara” lädt zum Grübeln ein (Rezension)

Eigentlich ist Crown of Emara ein locker zu spielendes Ressourcen-Management-Spiel, wäre da nicht die Planungsphase – ein Paradies für Zugoptimierer. Man spielt zweimal drei Runden und man spielt auf zwei Plänen. Auf dem einen (Land) sammelt man Ressourcen, setzt seine Arbeiter ein, um mehr Ressourcen bzw. das lukrative Brot zu erhalten. Auf dem anderen Plan (Stadt) wandelt man Ressourcen in wertvollere Ressourcen um bzw. generiert Schritte auf den beiden Punkteleisten. Die eine Leiste zeigt den…

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Ein Klassiker neu aufgelegt – “Modern Art” überzeugt immer noch (Rezension)

„Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten – Verkauft!“ Versteigerungen sind spannend. Nicht nur im echten Leben. Auch in Spielen findet man immer wieder neue interessante Versteigerungsvarianten. „Modern Art“ treibt es auf die Spitze. Dem Spiel reicht nicht eine Versteigerungsvariante, nicht zwei, nicht drei. Es müssen fünf sein! Fünf Varianten, wie man Dinge versteigern kann. Das hört sich aufwändig und komplex an, ist aber sehr flüssig spielbar und da jeder Spielzug eine Versteigerung ist, kommt damit…

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Knackige Entscheidungen und kurze Spielzeit – “Endeavor” überzeugt nicht nur Kennerspieler (Rezension)

Wir befinden uns im Mittelalter, das Zeitalter der Segelschiffe und Kolonialisierungen. Und es zieht uns hinaus in die verschiedenen Kontinente, um Schifffahrtsrouten zu entdecken, fremde Länder zu kolonialisieren, Städte unter unsere Verwaltung zu stellen und dabei auch mal dem Mitspieler eine Stadt oder eine der lukrativen Verbindungen wegzuschnappen. Gerne lassen wir uns zum Gouverneur einer Kolonie ausrufen oder wir kämpfen um die Vorherrschaft in Europa. Dabei entwickeln wir uns weiter in Industrie, damit wir bessere…

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