Eine tolle Werwolf-Variante – “Salem 1692” hat nur das falsche Thema (Rezension)

Manchmal sind Themen nur aufgepfropft. Da hat die Spielmechanik so gut wie nichts mit dem Thema zu tun. Es ist beliebig auswechselbar. Ob Mittelalter, Fantasy, Sci-Fi, Ackerbau oder wasweißich. In der Regel stört das auch nur am Rande. Das merkt man, wenn man in einem Spiel nur sagt: „Das kostet jetzt 3 Geld“. Taler sollten es im Mittelalterspiel sein, Spacecoins im Weltraumspiel, Möhren beim Ackerbau. Sehr schnell ist das Thema des Spiels unbedeutend und nur…

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Stadt-Land-Fluss mal anders aber gut – „Haste Worte” in der Würfelversion (Rezension)

Manche Verlage benutzen ein Spiel gern dazu, es in verschiedenen Varianten auf den Markt zu bringen. Oft ist es nur ein bemühter Abklatsch. Im vorliegenden Fall ist die Würfel-Version von „Haste Worte“ eine gelungene Kopie des Originals und in meinen Augen spielbarer und flotter. Zwei bis sechs Spieler können an diesem Spiel teilnehmen. Der Startspieler beginnt eine Runde und wirft alle sechs Würfel. Dann nimmt er sich einen davon. Anschließend kann sich jeder Mitspieler ebenfalls…

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Ein Spiel mit leeren Karten? – “blank” kann richtig gut sein (Rezension)

Da hat es sich aber einer einfach gemacht. Gibt uns leere Karten an die Hand und fordert uns auf, unsere eigenen Spielregeln zu machen. Da kaufe ich ein Spiel und bin selber für die Regeln zuständig? Ja, wo gibt es denn sowas? Das gibt’s bei „blank“ von Henri Kermarrec. Naja, ganz so einfach hat er sich das auch nicht gemacht. Bei dem Kartenspiel gibt es bereits ein paar Regeln. Die sind so oder ähnlich bekannt.…

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Nur nicht in der Unterwelt landen – „Götterdämmerung“ macht Werwölfe zu Göttern (Rezension)

Der Götterrat tagt. Da sitzen Götter und Valkyren zusammen und versuchen, die göttliche Ordnung in Asgard wiederherzustellen. Aber Verschwörer sitzen am Tisch, die nichts Geringeres vorhaben, als die Macht an sich zu reißen und die rechtschaffenden Götter in die Unterwelt zu verbannen. Aber wer ist wer? Wer spielt ein falsches Spiel? Nur die Verschwörer kennen sich untereinander. Wird es den Verschwörern gelingen, die Guten in die Unterwelt zu schicken oder werden die Verschwörer rechtzeitig enttarnt…

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Spielerisch Geschichte erleben – “Catan – Der Aufstieg der Inka” führt den Erfolg fort (Rezension)

Versucht man Außenstehenden seine große Leidenschaft „Brettspiel“ zu erklären, hört man in der Regel „Ja, Siedler von Catan hab ich auch mal gespielt“. Und dann meist „Und das spielt du heute noch?“ Das Gute daran ist, das irgendwie jeder Catan (oder wie es im Volksmund immer noch heißt „Siedler“) kennt und – wenn derjenige Glück hatte – auch gespielt hat. Das weniger Gute daran ist, dass es immer noch Leute gibt, die Brettspiele auf Kinderspiele,…

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Kartensammeln war selten so spannend – “Startups” ist klein aber fein (Rezension)

Sechs verschiedene Unternehmen werden die Welt verändern. So weit ist das Spiel also nicht von der Realität entfernt. Hier sind wir mittendrin in der Entwicklung dieser Unternehmen. Ziel ist es, der jeweils größte Teilhaber eines oder mehrerer Unternehmen zu werden. Dazu braucht es ein bisschen Glück, natürlich die richtigen taktischen Entscheidungen – und noch mehr ein wachsames Auge auf die Mitspieler. So sollte man stets auch die Aktionen der Mitspieler beachten und versuchen, deren Taktik…

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Landwirtschaft vom Feinsten – “Agricola” von Lookout hat jeden Preis verdient (Rezension)

„Ich werde heute pflügen. Meine Frau ist unterwegs zum Holzmarkt und wird dort die vielen Bretter mitbringen, sollten sie noch da sein. Meine Tochter wird später noch zum Schafmarkt gehen, dort gibt es drei Schafe, die wir gut auf unserer gestern angelegten Weide unterbringen können. So wie es aussieht, kann die Erntezeit kommen. Wir sind gut gerüstet und wir werden genug zu Essen haben bis zum nächsten Jahr.“ Der Bauer, den wir da im Herbst…

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Mach mir den Karajan – “Concerto” macht uns zu Memory-Dirigenten (Rezension)

Sich fühlen wie Karajan, ein ganzes Orchester gehorcht auf die Bewegung eines kleinen Holzstäbchens. Schon ein schönes Gefühl, wenn man mit kleinen Handgesten die Massen dirigiert. In Concerto ist man so ein Dirigent. Wir sind in einem Wettstreit, die besten Dirigenten treten gegeneinander an. Und nur, wer zuletzt die meisten Punkte gesammelt hat, ist der größte aller Dirigenten. Dass man in diesem Spiel kein Rhythmusgefühl benötigt, kommt sicher vielen Spielern entgegen. Tatsächlich geht es nur…

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„Wer andern eine Grube gräbt“ – „Welcome to the Dungeon” ist herrlich gemein (Rezension)

Reden wir über Feiglinge. Das sind die, die immer geschlossen hinter einem stehen, Betonung auf „hinter“. Das sind die, die gerne den anderen den Vortritt lassen, wenn es mal brenzlig wird. Die sich gern verschanzen, aber aus der Deckung heraus meist fies austeilen. Reden wir über Feiglinge, dann sind das in der Regel die, die beim Zusammenstellen der Heldentruppe ganz hinten stehen. Und von den anderen gern als letztes gewählt werden. Wie früher beim Basketball…

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Fressen und gefressen werden – mit “Darwinning” macht Evolution richtig Spaß (Rezension)

Stichspiele gibt es wie Sand am Meer. Habe ich das schon einmal geschrieben? Auf alle Fälle gibt es sie in vielen Variationen und die einen lieben Stichspiele, die anderen weniger. Will ein Spiel sich hier aus der Masse herausheben, muss es sich schon was einfallen lassen. “Darwinning” ist ein Stichspiel. Dabei geht es aber weit mehr als nur um Kartenspielen. Hier müssen wir uns um eine zufällig erhaltene Spezies kümmern. Diese will wachsen, tut das…

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