Tischkegelbahn: Rolling Dice von abacusspiele (Rezension)

Rolling Dice | Familienspiel | ab 8 Jahren | 2 bis 6 Spielende | Peter Wichmann, Albert Werstein, Karl-Heinz Schmiel und Klaus Zoch | abacusspiele 

Die Spieleschachtel fällt durch ihre Größe auf: sie entspricht DIN A3. Das macht aber Sinn, denn der untere Teil ist die Würfelarena und Punkteleiste zugleich. In zwei Durchgängen einer Runde gilt Geschicklichkeit und Glück.

Spielkarton und Inhalt

 

Das Spiel
Rolling Dice
 ist ein Kinder- und Familienspiel von Peter Wichmann, Albert Werstein, Karl-Heinz Schmiel und Klaus Zoch und bei abacusspiele erschienen. Es ist für 2 – 6 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Vor dem ersten Spiel wird die Spielfläche in die Kartonunterseite geklebt. Das sollte ein Erwachsener machen, denn da ist Exaktheit wichtig. Es entsteht ein Rand auf drei Seiten, wo Würfel „ins Wasser fallen“ können. Eine Seite ist perforiert, dort wird der Rand herausgetrennt.

Und schon kann es losgehen. Jeder Spielende wirft in seinem ersten Wurf mit vier Würfeln. Unter den Würfeln, die auf der Spielfläche gelandet sind, suche ich einen aus, der für den zweiten Wurf als Wertungswürfel liegen bleibt. Das muss nicht der bestgeworfene sein, denn im zweiten Wurf muss ich ihn übertreffen: in der Würfelzahl oder in der Weite.

Spielfeld mit drei farbigen Würfeln

Nach dem ersten Wurf bleibt jeweils ein Würfel liegen.

Nachdem die Mitspielenden ihren Wurf gemacht haben, kann der eigene Würfel verschoben worden sein. Das ist in Ordnung, so lange er nicht ins Wasser fällt. In diesem Fall darf ich meinen Würfel an beliebiger Stelle wieder einsetzen. Hat jemand schief oder zu fest geworfen und alle Würfel dessen fallen ins Wasser, kommt der höchste Würfel an den unteren Rand und wertet nur für die anderen.

Vor dem zweiten Wurf wird der eigene Würfel mit einem kleinen Ring gekennzeichnet. Die verbliebenen drei Würfel werden nun angeschaut: gibt es einen Würfel mit höherer Zahl als der Wertungswürfel oder ist einer weiter vorne gelandet, ist alles in Ordnung. Klappt das nicht, kommt der Wertungswürfel ebenfalls auf die Strafbank.

Würfel des roten Spielers mit Wertungsring, drei weitere Würfel aus dem zweiten Wurf.

Der linke Würfel stammt aus dem ersten Wurf und ist für den zweiten Wurf als Wertungswürfel gekennzeichnet.

Am Ende des Durchgangs bekommt jeder Spielende seine Punkte: die eigene Würfelzahl plus der Zahlen, die hinter ihm liegen, auch die ausgeschiedenen. Das Spielfeld ist mit Linien unterteilt, welche die Auswertung erleichtern. Wer ausgeschieden war, bekommt keine Punkte. Mit etwas Glück landet der eigene Würfel auf einem Fischernetz, das gibt Bonuspunkte, am oder im Eisloch Minuspunkte.

Die Punkteleiste befindet sich am Außenrand des Spielfelds. Jeder Spielende hat einen Marker in seiner Farbe, der (etwas locker) auf dem Kartonrand aufsitzt. Das macht es schwierig, einen Gleichstand zu notieren, schon von zwei, schwieriger noch von mehr Mitspielenden. Das ist unglücklich gelöst. Zudem ist die Skala nur außen beschriftet. Bei der Wertung muss der Karton gedreht werden. Das ist lästig. Das Drehen zu einem Spielenden für den Wurf fällt dagegen nicht negativ auf. Zumindest wenn Erwachsene mitspielen. Mit weniger Feingefühl kann schon mal etwas verrutschen, die Würfel oder die Zählmarker. Eine extra Siegpunktleiste mit Pöppeln hätte viel geholfen, oder zumindest ein Aufdruck auf der Innenseite. Je nach Anzahl der Spielenden endet die Partie nach Erreichen von 75 oder 100 Punkten.

Zwei verschiedenfarbige Marker am Rand

Die erste Wertung: schwarz und gelb sind eigentlich gleichauf.

 

Wertungsleiste am Kartonrand am Spielende

Wer bei 3 Spielenden die 75-Punkt-Marke überschritten hat, hat das Spiel gewonnen.

 

 

Fazit
Rolling Dice hat einen hohen Aufforderungscharakter. Es macht Spaß, die Würfel geschickt zu werfen, dass sie weit genug rollen ohne ins Wasser zu fallen. Zudem kann man versuchen, gegnerische Würfel wegzuschubsen und es damit den Mitspielenden schwieriger zu machen. Doch der Wurf mit drei oder vier Würfeln lässt sich nur schwer kontrollieren. Und natürlich sind die gewürfelten Zahlen Glückssache.

Von der Motorik und vom Verstehen her hatte mein 6jähriger Enkel keine Probleme. Erwachsene haben hier keinen Vorteil, Kinder und Erwachsene spielen gleichberechtigt. Jüngere als 8jährige, wie auf der Verpackung gefordert, brauchen nur etwas Anleitung und Hilfe bei der Wertung. Noch jüngere werden sich motorisch schwerer tun mit dem kontrollierten Werfen.

 

 

Bewertung / Test
+ hoher Aufforderungscharakter
+ Jung, Älter und Alt haben gleiche Siegchancen
– nicht gleich verständlich, Anleitungsvideo hilft
– Siegpunktleiste ungeschickt gelöst

 

(Eine Rezension von Paul Theisen)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre

Rolling Dice (2021)

Spielidee: Peter Wichmann, Albert Werstein, Karl-Heinz Schmiel und Klaus Zoch
Grafik: Kreativbunker
Verlag: abcausspiele
Anzahl der Spielenden: 2 -6 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Eigene Altersempfehlung: Mit Hilfe bei der Punktezählung ab 6 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten

Generationentauglichkeit: die Würfel sind klein, auch das Spiel an sich erfordert Feinmotorik. Vom Spielablauf her ist es generationentauglich

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