Neues aus Nürnberg: Online-Presseevent des NSV

Der Nürnberger Spielekartenverlag (NSV) ist bekannt mit vielen kleineren schönen Spielen, die sich auch gut für unterwegs eignen. Zur Messe werden drei neue Spiele erscheinen, die auf einer Online-Pressekonferenz vorgestellt wurden. Da ist zum ersten Splitter:

Spielkarton und Material

Enthalten sind zwei unterschiedliche Spielblöcke, zwei Würfel und vier Stifte. Das Wurfergebnis wird von allen Spielenden auf dem eigenen Blatt eingetragen. In der Mitte ist eine gedachte Linie, eine Spiegelachse. Jede der beiden gewürfelten Zahlen wird in das gespiegelte Feld eingetragen. In der Abbildung trage ich die 1 in ein beliebiges Feld ein, die 3 in das gleiche Feld gegenüber. Es zählen am Schluss die passenden benachbarten Zahlen, heißt es sollten z. B. vier 4er benachbart liegen, das gibt Punkte, liegen drei oder fünf 4er nebeneinander, gibt es keine Punkte. Folglich sollten die 1er auch alleine stehen, damit sie punkten. Sonderfelder können das Ergebnis nochmal erhöhen.

Das klingt nach Knister oder Knaster, doch ist Splitter durchaus eine neue Idee. Es geht sicher harmlos an, aber im fortschreitenden Spiel wird es immer schwieriger und spannender. Erfahrungsgemäß kommen die Wurfzahlen am Schluss genau nicht so, wie man sie bräuchte. Nachdem es schon etliche Roll & Write-Spiele gibt, ist Splitter für mich kein Musthave, aber reizen würde es mich schon.

Die nächste Vorstellung war Snowhere:

Spielkarton und Inhalt

Das ist meines Wissens eine ganz neue Idee. Mich erstaunt es immer wieder, dass es bei dieser Vielfalt vorhandener Brettspiele immer doch noch eine weitere neue Idee gibt.

110 Karten zeigen eine Feuer- und eine Schneeflockenseite. Zu Beginn werden alle Karten mit ihrer Feuerseite nach oben auf dem Tisch verteilt, dass sie sich irgendwie überdecken. Keine Karte darf einzeln liegen. Wer an der Reihe ist, nimmt eine der Feuerkarten, die nicht überdeckt sind, also irgendwie oben liegen, dreht sie um und überdeckt damit ein Stückchen des Stapels. Ziel ist es, dass am Ende von den Feuerkarten nichts mehr zu sehen ist. Da gibt es noch kleine weitere Feinheiten, am im Grunde ist Snowhere ein umgekehrtes Mikado und kooperativ.

Bemerkenswert ist, dass Snowhere das siebte Spiel in der Reihe „natural Line“ ist, das besonders nachhaltig produziert wurde, auf Plastikteile oder eine Schutzfolie wurde verzichtet. Das sehe ich als Trend, der sich mehr und mehr durchsetzen wird. Auch bei Büchern verzichten die Verlage zunehmend auf die Plastik-Schutzfolie. Bei Spielen reicht doch auch ein kleines Siegel, um sie als OVP zu kennzeichnen.

Und die dritte und letzte Neuheit ist eine Fortschreibung des erfolgreichen Qwixx:

Spielkarton und Inhalt

Es gibt schon so einige Ausgaben von Qwixx, von dem mindestens eine Ausgabe in eine Spielesammlung gehört. Mit meiner Frau ist das beliebtere Qwixx Duell, das in jedem Urlaub dabei ist, oft auch im Biergarten.

Qwixx Longo hat drei Neuerungen: es gibt 8-seitige Würfel, die zu zweit Ergebnisse zwischen 2 und 16 liefern. Entsprechend ist der Block ausgebaut. An Endfeldern in jeder Reihe gibt es jetzt zwei und als dritte Änderung gibt es die Glückszahlen, die auf den Blockseiten unterschiedlichen sind. Als Würfelergebnis der weißen Würfel erlauben sie, statt der erwürfelten Zahl ein Kreuz in der Reihe mit den wenigsten angekreuzten Zahlen zu machen.

Die Longo-Version verändert das Qwixx nicht grundlegend, es ist einfach eine Variante für die vielen Fans des Spiels, die mal Abwechslung haben möchten. Für mich persönlich ebenfalls kein Musthave, aber Lust auf eine oder mehrere Partien habe ich schon. Snowhere reizt mich am wenigsten von den drei neuen NSV-Spielen. Ich müsste es einfach mal ausprobieren.

 

Die Fotos wurden von NSV zur Verfügung gestellt.

Ein Bericht von Paul Theisen

Porträtfoto Paul Theisen

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