Monstrologisches Abenteuer – Monsterexpedtion von AMIGO (Rezension)

Monsterexpedition | Würfelspiel für 1 bis 4 Spieler:innen | ab 12 Jahren | Alexander Pfister | Amigo

Ihr habt es geschafft Mitglied der Königlichen Monstrologischen Gesellschaft zu werden. Während einer abenteuerlichen Expedition schlagt ihr eure Camps in Wolkenlanden, im Verwunschenen Wald und an der Tiefsee auf, um so die dort gesichtete Monster einzufangen. Wer die Fähigkeiten seiner Monster gut nutzt und seine Camps regelmäßig aufwertet, kann mit den eindrucksvollsten Kreaturen zurückkehren und so das Spiel gewinnen.

 

 

Das Spiel
Monsterexpedition
ist ein Familienspiel von Alexander Pfister und bei AMIGO erschienen. Es ist für 1-4 Spieler:innen geeignet und kann ab 12 Jahren gespielt werden.

Bevor die Expedtion starten kann, erhalten alle Mitspielenden einen Satz Camps und ihre Marker. Die Startmonster und die Karte „Monsterjäger“ werden ausgelegt. Alle anderen Karten bilden den Nachziehstapel, alle Würfel bereit halten und dann geht es los!

Jeder Spielzug besteht aus vier Phasen, zunächst wählt man das Camp aus, vom dem man startet, dies legt fest welche der Monster aus der Auslage gejagt und welche Würfel genutzt werden können.

In Phase 2 startet die Jagd, in dem gewürfelt wird. Nach jedem Wurf muss man sich für eine  Augenzahl entscheiden und alle rauslegen! Dies kann nun wiederholt werden – doch Achtung! Würfelt man nur Zahlen, die bereits herausgelegt wurden, ist es ein Fehlwurf und der höchste Wert von den bereits rausgelegten Würfel muss entfernt werden!

Ist der Jagdwert bestimmt kann man Monster fangen, Käfige kaufen und/oder den Monsterjäger anheuern!

Käfige kosten immer 10 und können mit allen Würfelfarben erworben werden. Die Monster, die im Käfig sind (also auf der Vorderseite) geben am Ende des Spieles ebenfalls Punkte, manchmal lohnt es sich also auch mal Käfige zu erwerben. Der Monsterhändler bleibt dauerhaft in der Auslage, allerdings kann man mit dieser Funktion sechs Käfige zum Preis von vier erwerben. Dafür müssen insgesamt 40 Augen erwürfelt werden.

In Phase 3 können nun alle Mitspielenden die genutzten Würfel des aktiven Spielenden zur Aufbesserung des Campes nutzen, dazu werden die Karten gedreht im Uhrzeigersinn gedreht. Kleinere Augenzahlen sind für das eigene Camp und höhere Augenzahlen für die Camps der anderen interessant. Hier gilt es also durchaus abzuwägen, ob man nicht in Phase 2  auf kleinere Werte geht. Denn nur die Würfel, die zum Jagdwert bestimmen genutzt werden, können auch die Camps verbessern!

In der letzten Phase wird (nicht immer) die Auslage aufgefüllt. Nur, wenn mindestens ein Käfig gekauft wurde. Alle neu ausgelegten Monster erhalten einen Marker des Spielenden, der gerade den Käfig gekauft hat. Alle Monster, die am Ende des Spieles noch einen Marker haben, kommen als Käfige zum entsprechenden Spielenden und geben so weitere Siegpunkte.

Neben den Siegpunkten sind die Fähigkeiten der Monster ebenfalls für das Spiel wichtig. Dabei gibt es dauerhafte und einmalige Effekte, z.B. einen zusätzlichen Würfel, das Klauen eine Käfigs, Aufwertung bei Fehlwürfen u.ä. Auch darauf ist beim Jagen zu achten, denn diese Fähigkeiten können durchaus spielentscheidend sein.

Ist der Nachziehstapel aufgebraucht wird die aktuelle Runde beendet, dann ist die Expedition vorbei. Wer nun die meisten Siegpunkte jagen konnte, ist der monstrologischte Abenteuerer unter euch!

 

Fazit
Die Schachtel verspricht ein eher strategisches Expertenspiel, doch Monster Expedition ist in den Familienbereich einzuordnen. Durch den Hauptmechanismus des Würfelns ist das Spiel auch eher glückslastig als wirklich strategisch. Wenn man diese beiden Erwartungen runterschraubt bekommt man allerdings ein schönes kurzweiliges Würfelspiel. Das Material ist von guter Qualität, die Illustrationen echt monstermäßig. Mit einer Spieldauer von ca. 30 min. kann man es mal schnell auf den Tisch bringen. Eventuell hätte man die Fähigkeiten der Monster etwas abwechslungsreicher gestalten können. Für Wenigspieler:innen ist es wiederum ganz gut, da man sich nicht auf so viel Unterschiedliches einstellen muss. Der Solomodus ist mit zehn Expeditionen auch für den Spielspaß alleine geeignet.

 

Bewertung / Test

+ ansprechendes Design und Thema
+ gutes Material
+ schöne Solo Variante
+ Regelheft verständlich aufgebaut
+ wenig Downtime
– wenig direkte Interaktion
– Fähigkeiten der Monster nicht so abwechslungsreich
– angekündigtes Strategiespiel nicht eingehalten

 

(Eine Rezension von Julia Schneider)


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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
„Familienspiele“

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
3.7

Monsterexpedition (2020)

Spielidee: Alexander Pfister
Grafik: Dennis Lohausen, Michael Menzel, Oliver Schlemmer
Verlag:  Amigo
Spieler:innenanzahl: 1-4 Spieler:innen
Altersempfehlung Verlag: ab 12 Jahren
Eigene Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten

Generationentauglich: Das Material ist sprachneutral, die Spielthematik spricht eher jüngere Spielende oder Erwachsene an, ältere können damit unter Umständen weniger anfangen.

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