Lebensmittel stapeln: Jubako von Ravensburger (Rezension)

Jubako Familienspiel | ab 8 Jahren | 2 bis 4 Spieler:innen | Michael Kiesling und Wolfgang Kramer| Ravensburger | 

Auf Plättchen ähnlich Dominosteinen sind  verschiedene Lebensmittel stilisiert abgebildet. Mit einfachen Regeln werden sie auf dem eigenen Spielbrett ausgelegt und gestapelt. Nach jedem Zug erfolgt eine Punktewertung. Damit diese gut ausfällt und weiterhin gut ausfällt, bedarf es etwas Planung.

Spielekarton und Inhalt

 

Das Spiel
Jubako
 ist ein Familienspiel von Michael Kiesling und Wolfgang Kramer und bei Ravensburger erschienen. Es ist für 2 – 4 Spieler:innen geeignet und kann ab 8  Jahren gespielt werden.

Von den 78 Spielsteinen werden zu Beginn je nach Spieleranzahl einige weggelegt. Jeder Spielstein ist einmalig und somit lässt sich nun nicht mehr komplett durchdenken, welche Spielsteine noch kommen könnten.

Spielbrett mit einigen gelegten Spielsteinen

Auf der untersten Ebene lassen sich die Steine noch gut unterbringen.

Zwei Spielsteine bekommt jede:r Spieler:in, die verdeckt zu halten sind. Zu Beginn eines Zuges nimmt man einen der vier offen ausliegenden Steine oder einen verdeckten Stein vom Stapel. Schwarze Felder dürfen beliebig überdeckt werden, aufgedruckter Felder passend mit einem der beiden Lebensmittel. Nun wird eines der Lebensmittel gewertet, wie oft es zu sehen ist und die Punkte werden auf der Punkteleiste abgetragen.

Ein Spielstein, der mit beiden Abbildungen passt.

Perfekt: hier gibt es 5 Sonderpunkte für die Übereinstimmung.

Ab der zweiten Ebene wird es kniffliger: die Steine dürfen nicht kippeln, sondern müssen sauber aufliegen. Schafft man es einen Stein so passend zu legen, dass darunter beide Lebensmittel gleich sind, gibt es fünf Extrapunkte. Das ist so einfach wie tricky, denn durch die drei Steine, die in einem Zug zur Verfügung stehen, lässt sich das vorplanen.

Eine Hand mit drei Spielsteinen über einem halb gefüllten Spielbrett

Einfache Regeln, aber was bringt am meisten Punkte und lässt spätere Möglichkeiten offen?

Eine andere Taktik ist, ein Lebensmittel besonders häufig vertreten zu haben und immer wieder viele Punkte dafür abzusahnen. Das beeinträchtigt aber spätere Züge. Bei allen taktischen Überlegungen, die ein:e geübte:r Spieler:in hier anstellt: es ist kein schwieriges Spiel und die Vorausplanung ist nur sehr begrenzt möglich, weil die Auswahl bei jedem Zug nur aus drei Steinen besteht und nach dem Auslegen kommt im nächsten Zug ein weiterer von vieren, die zur Auswahl stehen, dazu.

Bei fortgeschrittener Spielerfahrung werden einige Varianten für die Wertung angeboten, die noch etwas mehr taktische Tiefe bringen. In der Regel reicht aber die Grundversion aus.

Jubako hat ein erfrischendes Design und ein gutes Spielgefühl, das Thema ist zwar aufgesetzt, das ist egal, doch jetzt kommen ein paar ABER:

Der Trend in der Spieleszene geht zu hochwertiger Ausstattung, die auch etwas mehr kosten darf. Hier haben die Spielsteine zwar einen schönen Druck, aber sie sind einfach billig gemacht, liegen nicht schön in der Hand und lassen sich nicht gut stapeln. In höheren Etagen auf dem Spielbrett verrutscht schnell etwas. Die Steine sollten zumindest Rummycub- Qualität haben. Dafür dürfte das Spiel gern ein paar Euro teurer sein. Dann käme es auch öfter auf den Tisch.

Was bei anderen Bloggern schon bemängelt wurde: warum liegt nicht einfach ein Stoffsack bei, aus dem man die Plättchen ziehen kann, als sie vorher mühselig aufzustapeln?

Geöffnete Spieleschachtel, zu knapp einem Viertel gefüllt

Reichlich Luft im großen Karton.

Und zuletzt: ein großer Karton! Ein Drittel der Höhe hätte gereicht. Zumindest die Vielspieler unter uns haben permanent Platzprobleme.

 

 

Fazit
Jubako ist inhaltlich ein schönes Familienspiel mit einfachen Regeln und hat ein frisches Design. Mit einer Spieldauer von 30 Minuten und einer ebenfalls angenehmen taktischen Spieltiefe. Mit besseren Spielsteinen würde ich es wirklich empfehlen. Durch die rutschigen, schwierig zu stapelnden Steine  ist es leider nicht generationengerecht.

 


Bewertung / Test
+ leichter Zugang, schnell gelernt
+ taktische Tiefe ohne zum Strategiespiel zu werden
+ frisches Design
– minderwertige Ausstattung
– überdimensionierte Schachtel

 

(Eine Rezension von Paul Theisen)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
3

(Jahr)

Spielidee: Michael Kiesling und Wolfgang Kramer
Grafik: Francesca Pignataro
Verlag:  Ravensburger
Spieler:innenanzahl: 2 – 4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 – 30 Minuten

Generationentauglichkeit: nein, die Spielsteine lassen sich schlecht stapeln

 

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