Jetzt wirds tierisch – Dobble Kids von Zygomatic Games, Vertrieb Asmodee (Rezension)

Dobble Kids| Kinderspiel | ab 4 Jahren | 2 bis 5 Spieler:innen | Denis Blanchot, Jacques Cottereau und Play Factory | Zygomatic Games, Vertrieb Asmodee |  pädagogisch wertvoll |  generationentauglich

„Ein Hai… nein… ein Hund… auch nicht… aber ein Papagei… auch keine Übereinstimmung…!?! Was ist denn nun doppelt?“ Ja genau, liebe Leser:innen, auch bei Dobble Kids kommen die gleichen Verwirrungen und Fragen auf wie  in eigentlich jedem Teil der mittlerweile großen Dobble Familie. Nur diese Version ist etwas kleiner, und es sind nur sechs, in dem Fall Tiere, auf jeder Karte vorhanden. Doch der Spielspaß wird deswegen nicht weniger. Und zum gucken hat man auch in diesem Fall genug.

Spieledose mit Inhalt

 

Das Spiel
Dobble Kids
 ist ein Kinderspiel von Denis Blanchot, Jacques  Cottereau und Play Factory und bei Zygomatic Games, Vertrieb Asmodee erschienen. Es ist für 2 – 5 Spieler:innen geeignet und kann ab 4 Jahren gespielt werden.

In einer grün-orangen Dose kommt nun das Dobble zu uns auf den Spieltisch. Doch wie schon bei den anderen Versionen kommen hier nicht nur Kinder auf ihre Kosten. Auf der Schachtel steht zwar noch Kids, aber auf der Dose, und das finde ich wirklich sehr wunderbar, kommen Wörter wie Kids, Junior oder sonst irgendeine  weitere Bezeichnung, nicht mehr vor.

 

Spieldose mit zwei Karten als Beispiel

Welches Tier ist auf jeder Karte vertreten?

 

Das Spiel liefert uns sechs verschiedene Varianten.  In jeder geht es natürlich um Schnelligkeit. Die erste gilt für Einsteiger in dieses Spiel. Es werden immer zwei Karten aufgedeckt. Wer als erstes eine Übereinstimmung gefunden hat, schnappt sich beide Karten. In einer weiteren Variante bekommt jeder vier Karten, die er offen vor sich auslegt. Eine weitere wird offen in die Mitte gelegt. Nun muss jede:r das gleiche Tier auf den eigenen Karten finden, dass auch auf der Karte in der Mitte sich befindet. Oder auch eine altbewährte Variante ist dabei. Die Karten werden gleichmäßig verteilt. In die Mitte kommt ebenfalls eine Karte. Man darf immer eine Karte aufdecken und wenn man eine Übereinstimmung gefunden hat, klopft man auf diese, nennt das Tier und legt seine Karte dort ab. Wer als erstes alle Karten ablegen konnte, gewinnt das Spiel.

Variantenbeispiel. Wer bekommt als erster alle Karten los?

Beispiel mit vier Spieler:innen. Wer findet zuerst eine Übereinstimmung?

 

 

Fazit
Dobble überzeugt, Dobble begeistert.  Schon immer. Auf Spieletagen kommt es immer wieder auf den Tisch, weil es in drei Sätzen erklärt, leicht zugänglich und immer lustig ist. Auch bei mir in der Arbeit (ich arbeite in einem Heim für Menschen mit Behinderung) setze ich es immer wieder gerne ein. Es bietet Vielfalt und Anregung, baut Brücken zwischen Viel- und Gelegenheitsspieler.

Es steigert kognitive, sowie motorische Fähigkeiten. Natürlich ist bei Dobble wie immer eine schnelle Reaktion gefragt. Dies kann man hier wunderbar trainieren. Man braucht einen schnellen Blick, schult das Auge und es fördert die Konzentration. Manche Tiere sehen sich nämlich sehr ähnlich. Wie der Hai und der Wal. Da muss man schon ganz genau hinsehen. Und auch schneller als seine Mitspieler:innen.

Variation. Wer kann am schnellsten vier Übereinstimmungen finden?

Wer als erster vier Übereinstimmungen gefunden und seine Karten umgedreht hat, gewinnt das Spiel.

Bei dieser Ausgabe verzichtet anscheinend mittlerweile der Verlag auf das Wort „Kids“ auf der Dose. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Denn Wörter wie Kids oder Junior schrecken viele Erwachsene oder ältere Leute von vornherein ab. Wobei das eigentlich gar nicht sein muss. Auch wenn in der Dose „nur“ 30 Karten drin sind, muss das Spiel nicht weniger spannend sein. Und eine zweite Runde oder eine andere Variante ist gleich gespielt.

Aber… ich habe leider ein sehr großes Aber… Es sind fast nur die Hälfte an Karten drin, wie beim ursprünglichen Dobble. Das ist zwar nicht schlimm, weil es ja eigentlich auf jüngere Spieler:innen ausgelegt ist, aber die Karten hätten dann gerne ein bisschen dicker und dafür langlebiger sein dürfen. So befürchte ich, dass die Karten bei häufigem Gebrauch ziemlich schnell abgenutzt sind.

Auch wenn die Qualität der Karten nicht die beste ist, ist es dennoch ein tolles kurzweiliges Spiel, das die Masse begeistert. Die Dobble Familie wächst stetig und das finde ich gut so. Sie darf gerne noch größer werden. Die kleine runde Dose, egal in welcher Ausführung, ist für jede Familie ein Gewinn.

 

 

Bewertung / Test
+ keine kindliche Bezeichnung auf der Dose
+ ansprechende Zeichnungen
+ Die Tiere sollten von allen leicht zu benennen sein
– Mogelpackung. Weniger und kurzlebige Karten
– Bei manchen Tieren wünscht man sich etwas mehr Unterschiede um sie sofort zu erkennen

 

(Eine Rezension von Christiane Köstlinger)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Kinderspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altersgruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
3.3

Dobble Kids (2013)

Spielidee: Denis Blanchot, Jacques Cottereau und Play Factory
Verlag:  Zygomatic-Games, Vertrieb Asmodee
Spieler:innenanzahl: 2-5 Spieler:innen
Altersempfehlung Verlag: Ab 4 Jahren
Spieldauer
: 10 Minuten

Generationentauglich: Bei Dobble geht es um Schnelligkeit. Solange die Reaktion einigermaßen ausreichend ist, kann man auch mitspielen. Da es hier nur um Tiere geht, sind diese auch leicht zu benennen.

Pädagogisch wertvoll: Es werden kognitive, sowie feinmotorische Fähigkeiten trainiert.

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