Herumschwirrende Bienchen: Beez von Plan B Games (Rezension)

Beez | Familienspiel | ab 8 Jahren | 2 bis 4 Spieler:innen | Dan Halstad | Next Move ; Plan B Games | generationentauglich

Auf der Suche nach Nektar fliegen Bienen ihren Kurs scheinbar ohne System. Wir bestimmen den Flug in Richtung und Weite von Blüte zu Blüte, um die wertvollen Nektarsteinchen einzusammeln. Aufgabenkarten bestimmen, welche Kombinationen die meisten Punkte bringen.

Spielkarton und Inhalt auf Wiese ausgebreitet. Eine Giesskanne im Hintergrund

 

Das Spiel
Beez 
ist ein Familienspiel von Dan Halstad und bei Plan B Games erschienen. Es ist für 2 – 4 Spieler:innen geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Aufgebauter Spielplan aus Blütenplättchen, darauf Spielsteine und davor Aufgabenkarten

Der Spielplan wird modular zusammengesetzt, wobei keine gleichfarbigen Blüten nebeneinander liegen dürfen. Hier das kleinere Spielfeld für zwei Spieler:innen.

Zu Beginn besteht das Spielfeld aus mit Nektarsteinchen bestückten Blütenkärtchen. Jede Blüte hat in der Mitte einen großen Nektarstein, jede Blüte drei weitere, jeweils zwei Spielfeldern zugeordnet. Das Startfeld der Bienen befindet sich in der Mitte. Jede:r Spieler:in sucht sich ein Startfeld aus. Der Kopf der Biene zeigt in Pfeilrichtung.

Spielfigur Biene auf echter Blüte

Der Sockel der Spielfigur zeigt, wie weit die Biene in welcher Richtung fliegen kann.

Auf dem Sockel der Biene ist angezeigt, wie viele Felder weit sie in welcher Richtung fliegt. Dabei stehen zwei Zahlen zur Auswahl. Nur bei der 3 gibt es keine Wahl. Während des Zuges bleibt die Ausrichtung der Biene. So gilt es zu überlegen, welche Möglichkeiten es nach Erreichen der Zielblüte gibt. Findige Grübler können nun weit vorausdenken. Das macht aber nur begrenzt Sinn, weil die Bienen der Mitspieler:innen in der Zwischenzeit Nektarsteine wegschnappen können.

Ein erworbener Nektarstein wird in eine Vertiefung des eigenen Tableaus gelegt, wobei die erfolgte Flugweite die Wahl einschränkt.

Aufgabenkarten geben vor, welche Steine und welche Kombinationen Punkte bringen. Da gibt es zuerst die drei öffentlichen Aufträge, die für alles Spieler gelten. Zwei weitere hat jede:r Spieler:in zudem verdeckt als geheimen Auftrag. Das ist dann eine bestimmte Farbe oder eine Anordnung auf dem eigenen Tableau. So kann es sinnvoll sein, auch mal ein abgeräumtes Feld anzusteuern, um anschließend den passenden Nektarstein abzuräumen. Der Wassertropfen auf dem Feld ohne Blüte, nur mit einem Blatt, ermöglicht einen Doppelzug.

Spielbrett eines einzelnen Spielers, einer Spielerin. Wabenfeld mit Nektarsteinchen weitgehend gefüllt. Daneben persönliche Aufgabenkarten

Endstand mit 12 gesammelten Nektarsteinchen.

Nach zwölf Runden, bzw. zwölf gesammelten Steinchen endet das Spiel, wobei jede:r gleich viele Spielzüge hat, die anderen Spieler:innen ggf. noch einmal an der Reihe sind.

Nun werden die fünf Auftragskarten nacheinander gewertet und auf dem beigelegten Block addiert. Natürlich gewinnt der:die Spieler:in mit der höchsten Gesamtsumme.

In der Expertenvariante dürfen die Nektarsteine nur anbauend auf das eigene Tableau gelegt werden. Einmal mehr erinnert Beez hier an Sagrada, ist aber weniger grübellastig und erheblich einstiegsfreundlicher.

Spielkarton Tiefziehteil. Jedes Element hat seinen Platz

Jedes Spielteil hat seinen Platz im Karton. Unter den Blüten ist die Aussparung für Zählblock und Aufgabenkarten.

Die 6-seitige Anleitung, wobei 4 Seiten die eigentliche Erklärung beinhalten, zudem gibt es ein Zusatzblatt mit den Kartenerklärungen: klar und vorbildlich. Kleine Info-Kästchen geben erste Informationen über Bienen. Vielleicht sind die Nektarsteinchen und der Rundenmarker, der in meinen Augen überflüssig ist etwas schwierig zu greifen. Ansonsten ist Beez generationentauglich.

Die Ausstattung ist hervorragend, alles stabil und mit Herzblut produziert.

 

 

Fazit
Beez ist ein besonders schönes Familienspiel mit hohem Aufforderungscharakter. Die ausgelosten taktischen Ziele sorgen für Abwechslung. Es gibt wenig Interaktion, was aber nicht weiter stört. Durch die geheimen Aufträge wird erst ganz am Schluß klar, wer gewonnen hat, das hält die Spannungskurve. Kenner werden sich unterfordert fühlen, doch ist Beez einfach ein Familienspiel und kann wunderbar Jung und Alt an einen Tisch bringen.

 


Bewertung / Test
+ ansprechendes Familienspiel mit leichtem Einstieg
+ hochwertiges Material mit Aufforderungscharakter
+ taktische Möglichkeiten, wenig Glück
– kaum Interaktion

 

(Eine Rezension von Paul Theisen)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
4.8

Beez (2020)

Spielidee: Dan Halstad
Grafik: Chris Qulliams
Verlag:  Next Move bei Plan B Games
Spieler:innenanzahl: 2 – 4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Eigene Altersempfehlung: Ab 7 Jahren, mit Hilfe auch ab 6 Jahren
Spieldauer: 30 – 45 Minuten

Generationentauglichkeit: bis auf die kleinen Nektarsteinchen generationentauglich

Pädagogisch wertvoll: Konzentration und taktisches Denken werden geschult, regt an zur Bienenbeobachtung

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