Ehret die Toten – Fiesta de los Muertos von Game Factory (Rezension)

Fiesta de los Muertos | Gruppenspiel | ab 12 Jahren | 4-8 Spielende | Antonin Boccara | Game Factory 

In Mexiko wird dem Tag der Toten eine ganz besondere Bedeutung beigemessen. Spätestens seit dem Disney Film „Coco“ hat mich diese Tradition total begeistert und in Staunen versetzt. Das rauschende Fest zur Feier der Toten, die sich in dieser einen Nacht selbst unter die Lebenden mischen, soll nun auch als Brettspiel auf dem Tisch für Partylaune sorgen und ob das geklappt hat, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Zu sehen ist das Spiel Fiesta de los Muertos mit dem gesamten Spielmaterial.

Fiesta de los Muertos von Game Factory

 

Das Spiel
Fiesta de los Muertos von Antonin Boccara ist ein Gruppenspiel für  4-8 Spielende ab 12 Jahren. Es ist bei Game Factory erschienen und dauert ca. 15 Minuten. Ziel des Spiels ist es, gemeinsam die Geister der Toten zu besänftigen, indem alle Personenkarten den richtigen assoziierten Begriffen zugeordnet werden.

Zu sehen ist der Spielaufbau für 4 Spielende.

Spielaufbau für 4 Spielende

Zu Beginn erhalten alle Mitspielenden eine verdeckte Personenkarte einer verstorbenen Persönlichkeit. Dieser Name muss nun in das Innere der eigenen Totenkopf-Tafel geschrieben werden. Auf die Unterseite der Totenkopf-Tafel schreiben nun alle eine ganz persönliche Assoziation zur der verstorbenen Person auf. Hier könnten natürlich schon die ersten Unsicherheiten auftreten, falls man den oder die Tote nicht kennt. Daher darf man solange eine Karte ziehen, bis man die Berühmtheit sicher kennt. Das ist meiner Meinung nach ein Vorteil zu anderen Vertretern dieses Genres, in denen man sonst oft einfach Pech gehabt in solch einem Fall hat.

Zu sehen ist eine Totenkopftafel, in die der Name einer verstorbenen Persönlichkeit geschrieben wurde.

Smaug der Drache aus der Hobbit muss als Toter besänftigt werden.

Zu sehen ist eine aufgeschriebene Assozation zu einer verstorbenen Persönlichkeit.

Die erste Assoziation zu Smaug lautet also Drache.

Die Tafeln werden nun reihum weitergereicht und alle müssen zu der Assoziation auf der Totenkopf-Tafel-Unterseite wieder eine eigene Assoziation aufschreiben. Der Name der verstorbenen Person wird dabei nie aufgedeckt. Nur die Assoziationen werden immer wieder weggewischt und durch den eigenen Gedanken ersetzt.

Für die Assoziationen gelten folgende Regeln: Es darf immer nur genau ein Wort notiert werden. Der Wortstamm der vorherigen Assoziation darf nicht, auch nicht abgewandelt, genutzt werden. Auch Namen anderer Personen dürfen nicht aufgeschriebenen werden. Also steht zum Beispiel Harry Potter als Assoziation unten, darf ich nicht Dumbledore schreiben. Ich dürfte aber Zauberer oder Blitznarbe aufschreiben. Hier waren also immer kreative Ideen gefordert, die nicht allen Mitspielenden gleich gut lagen.

Wenn alle Tafeln 4x weitergegeben wurden, werden sie gut gemischt und dann mit den Zahlenkarten in eine zufällige Reihenfolge gebracht. Die Personenkarten vom Rundenbeginn werden aufgedeckt und nun müssen alle Mitspielenden Assoziationen und Persönlichkeiten hoffentlich richtig einander zu ordnen.

Zu sehen sind alle Totenkopftafeln mit Assoziationen sowie verschiedene Persönlichkeitskarten.

Welche Persönlichkeit gehört zu welcher Assoziation?

Wenn alle für sich alleine überlegt haben, wird für jede Assoziation die verstorbene Person gelüftet. Abhängig von der Anzahl der Mitspielenden muss eine bestimmte Punktezahl erreicht werden, damit die Toten besänftigt werden können. Sollte das mal nicht klappen, kann mit Hilfe der Gedächtnisknochen Abhilfe geschaffen werden. Doch Achtung, diese stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung und kommen nur durch perfekte Runden, in denen alle eine Persönlichkeit korrekt zugeordnet haben, ins Spiel.

 

Fazit
Partyspiele waren in Zeiten von Corona sehr rar. Es war auch jetzt nicht so leicht, erstmal mindestens 4 Personen, die mitspielen zu finden. Die Mindestpersonen-Anzahl von 4 ist auch der einzige Nachteil an Fiesta de los Muertos, oft ist man doch nur zu dritt. Allerdings muss man fair sein, die Partyspiele werden ja immer besser, je mehr Mitspielende am Tisch sitzen. Sonst gibt es aber wirklich keine Kritik. Fiesta de los Muertos ist sehr kurzweilig und macht Spaß. Die Assoziationsketten sind manchmal wirklich wahnsinnig witzig. Vorsicht, eine Sauklaue hat hier schon so manchen Punkt gekostet. Von meiner Seite aus eine klare Empfehlung für alle Liebhabenden von Party-Gruppenspiele. Lachflashs und Spaß sind garantiert! Auch der kooperative Ansatz, dass alle gemeinsam gegen das Spiel gewinnen wollen, ist erfrischend und stärkt das Gruppengefühl.

 

Bewertung / Test
+ kooperatives Partyspiel
+ Variation durch zusätzliche Spielmodi
– erst ab 4 Spielenden möglich

Hier seht ihr eine Assoziationskette.

2. Assoziation zum Begriff Drachen (Smaug als Persönlichkeit)

3. Assoziation zu dem vorherigen Begriff Fabelwesen (verstorbene Persönlichkeit Smaug)

4. Assoziation zu dem vorherigen Begriff Einhorn (verstorbene Persönlichkeit Smaug)

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Gruppenspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Fiesta de los Muertos (2019)

Spielidee: Antonin Boccara
Grafik: Margo Renard, Michel Verdu
Verlag: Game Factory
Anzahl der Spielenden: 4-8 Personen
Altersempfehlung Verlag: ab 12 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten

Generationentauglichkeit: Ja, die Regeln sind simpel und jede:r kann mitspielen. Allerdings kann es vorkommen, dass vor allem jüngere Mitspielende, nicht alle Verstorbenen kennen.

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