Doppelt so gut? – Doppelt so Clever von Schmidt Spiele (Rezension)

Doppelt so Clever | Roll’n Write | ab 8 Jahren | 1-4 Spielende | 30-45 Minuten | Wolfgang Warsch | Schmidt Spiele

Bei vielen Filmen ist der erste Teil meistens der beste und alle Nachfolger enttäuschen auf ganzer Linie. Ob das in der Spielewelt dasselbe ist, fragt ihr euch? Doppelt so clever als 2. Teil der Roll’n Write Reihe von Wolfgang Warsch kann euch diese Rezension beantworten.

Zu sehen ist Doppelt von Clever von Schmidt Spiele.

Doppelt so Clever von Schmidt Spiele

 

Das Spiel
Doppelt so Clever von Wolfgang Warsch ist ein Roll’n Write für 1-4 Spielende ab 8 Jahren. Es ist bei Schmidt Spiele erschienen und dauert ca. 30-45 Minuten pro Partie. Das Ziel des Spiels ist es durch geschicktes Einsetzen der Würfel und Ausnutzen verschiedener Boni am Ende, die meisten Punkte gesammelt zu haben.

Das Spielprinzip ist genau dasselbe wie beim Vorgänger „Ganz schön Clever“. Für alle die dieses Spiel nicht kennen hier noch ein Mal die Erklärung der Regeln:

Zu Beginn erhält jede Person einen Stift sowie Wertungspapier. Außerdem werden die 6 bunten Würfel benötigt. Dann kann es auch schon losgehen. Abhängig von der Anzahl der Spielenden werden 4,5 oder 6 Runden gespielt. In jeder Runde ist jede Person einmal aktiv.. Das bedeutet, dass alle 6 Würfel geworfen werden. Jetzt wird sich einer der 6 Würfel ausgesucht und auf das eigene Punkteblatt gelegt. Alle Würfel mit einer niedrigeren Augenzahl als der gewählte, wandern auf das Silbertablett.

Die Würfel auf diesem Tablett stehen am Ende des Zugs der aktiven Person den anderen Mitspielenden zur Verfügung. Das geht so lange bis die aktive Person 3 Würfel gewählt hat. Nun dürfen die passiven Mitspielenden sich einen der 3 Würfel auf dem Silbertablett auswählen. Für jeden gewählten Würfel, wird entweder im entsprechenden Farbbereich ein Kreuz gemacht oder eine Zahl eingetragen. Wenn alle Spielenden aktiv waren, endet die Runde und eine neue beginnt.
Eine neue Runde bringt in der Regel auch einen Bonus mit sich, der in den folgenden Runden eingesetzt werden darf.

Zu sehen sind die Würfel von Doppelt so Clever.

Diese 6 Würfel entscheiden über die Punkte.

Die verschiedenfarbigen Würfel werden jeweils in ihren eigenen Bereich eingetragen und müssen zum Teil bestimmte Bedingungen erfüllen, damit sie eingetragen werden dürfen.

Die Neuerungen im Vergleich zum ersten Teil ergeben sich durch die neuen farbigen Würfel:
Der weiße Würfel gilt als Joker, der für alle anderen Würfel eingesetzt werden kann. Für den blauen Bereich werden wie im Vorgänger der weiße und blaue Würfel zusammengerechnet. Allerdings muss die Summe immer gleich groß oder größer als die zuvor eingetragene sein.
Der gelbe Bereich ist ähnlich wie ein Bingo-Feld aufgebaut. Wird eine Zahl geworfen, muss zunächst ein Kreis um die entsprechende Ziffer gezogen werden. Erst nachdem die Zahl ein weiteres Mal geworfen wurde, darf sie angekreuzt werden. Punkte gibt es dann entsprechend der Anzahl der Kreuze im gelben Bereich.

Im grünen Bereich wird von der zuerst eingetragenen Zahl die zweite eingetragene Zahl subtrahiert und die Differenz ergibt die Punktanzahl.
Im rosa Bereich dürfen beliebige Zahlen eingetragen werden.
Die größte Neuerung ist der silberne Bereich: Er besteht aus vielen verschiedenfärbigen Zahlenfeldern. Jedes Mal wenn die aktive Person den silbernen Würfel wählt, darf man ein Feld mit der entsprechenden Zahl streichen UND außerdem noch alle weiteren Würfelzahlen, welche durch das Nehmen des silbernen Würfel auf das Silber-Tablett gelegt werden.

Zu sehen ist das Wertungsblatt von Doppelt so Clever.

Das Wertungsblatt von Doppelt so Clever.

Zusätzlich gibt es verschiedene Boni und Joker, die durch das Eintragen und Abkreuzen der Zahlen freigeschaltet werden können, beispielsweise das Zurückholen von Würfeln, die schon auf dem Silbertablett gelandet sind.

 

Fazit
Um es direkt vorwegzunehmen: Auch Doppelt so Clever überzeugte uns wie schon der Vorgänger Ganz schön clever. Das Spiel bietet noch mehr taktische Tiefe und das mit gerade mal 6 Würfeln und einem Wertungsblatt. Immer wieder will man versuchen, den eigenen High-Score zu knacken, die Zahlen noch geschickter einzutragen, um mehr Boni freizuschalten. Dabei ist Doppelt so Clever vor allem durch den silbernen Wertungsbereich deutlich anspruchsvoller als der erste Teil. Dadurch kann es auch zu sehr viel Downtime kommen und das Spiel ist noch glückslastiger. Auch den 2. Teil würde ich daher mit maximal 3 Personen spielen. Für alle die solche Roll’n Writes mögen, eine klare Empfehlung

 

Bewertung / Test
+ neue Taktiken durch neue Würfel
+ anspruchsvoller als das Original

+ dicker Block
+ gut zum Mitnehmen
+/- glückslastiges Spiel durch Würfeln
– downtime lastiger als das Original

Nett zu wissen:
Zu Doppelt so Clever gibt es auch eine App-Umsetzung.

(Eine Rezension von Sarah Eischet)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Roll & Write”

  • ... Altergruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altersgruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
3.8

Doppelt so Clever (2019)

Spielidee: Wolfgang Warsch
Grafik: Leon Schiffer
Verlag: Schmidt Spiele
Anzahl der Spielenden: 1-4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten

Generationentauglichkeit: Ja. Menschen jeden Alters sind in der Lage zu würfeln. Die Regeln sind, einmal verstanden, recht simpel. Für Menschen mit Seheinschränkungen könnten sich aufgrund des Bezugs auf die Farben der Würfel Probleme ergeben.

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