Das ist doch eine einzige Schieberei! – GangStar von Qango Spieleverlag UG (Rezension)

GangStar | Familienspiel | ab 8 Jahren | 3 bis 5 Spieler:innen | Klaus Burmester und Ilir Janke | Qango  Spieleverlag UG |  generationentauglich

Sechs verschiedene Mafiabanden sind untergetaucht und treiben nun verstreut in der Unterwelt ihr Unwesen. Wer kann die meisten Gangs wieder zusammen trommeln und die Großmacht über alle Gangs übernehmen...? Und dabei die Polizisten austricksen…? Und wer ist eigentlich dieser Joe…!?! Am Ende gilt nur das eine! Wer wird zum Star aller Gangster:innen?!?

Spieleschachtel mit Inhalt

 

Das Spiel
GangStar
 ist ein Familienspiel von Klaus Burmeister und Ilir Janke und bei Qango Spielverlag UG erschienen. Es ist für 3-5 Spieler:innen geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Das Spielprinzip ist einfach. Durch Kartenschieberei muss man alle sechs Gangster:innen einer Bande zusammen auf die Hand bekommen. Hat man dies geschafft, darf man sie ablegen. Wer die meisten Banden gesammelt hat, ist der GangStar. Sind mehrere gleichauf, gewinnt derjenige mit der roten Gang.

Schauen wir erstmal was wir an Material haben. In der Schachtel befinden sich insgesamt 45 Karten. Je nach Spieleranzahl müssen Karten aussortiert werden, damit jede:r die gleiche Kartenanzahl erhält. Es werden ausschließlich nur Polizisten zur Seite gelegt.

Nun werden die Karten gleichmäßig verteilt. Um den Überblick nicht zu verlieren, würde ich empfehlen, dass die Gangs auf der Hand sortiert werden. Jede Gang hat seine eigene Farbe mit einem Zeichen. Die große Schieberei kann nun beginnen. Denn nur durch das Kartentauschen kommt man an die verschiedenen Gangmitglieder. Der/die Startspieler:in schiebt eine, zwei oder drei Karten einer Farbe verdeckt zu einem/einer beliebigen Mitspieler:in. Hat der oder die Spieler:in mindestens genau so viele Karten der gleichen Gang, muss sie die geforderte Anzahl mit den anderen zurückgeben. Ist dies jedoch nicht der Fall, da er/sie weniger oder gar keine auf der Hand hat, dürfen die Karten behalten werden.

Der:die Mitspieler:in schiebt 2 braune Karten dem:der Gegner:in zu. Da diese:r 2 braune Karten auf der Hand hat, muss er/sie diese abgeben. Alternativ kann man 1 braune und den Polizisten abgeben.

Der/die Mitspieler:in schiebt 2 braune Karten, jedoch verdeckt, dem/der Gegner:in zu. Da diese:r 2 braune Karten auf der Hand hat, muss er/sie diese abgeben. Alternativ kann man 1 braune und den Polizisten abgeben.

Der/die Mitspielerin schiebt dem/der Gegner:in 2 rote Karten zu. Da de/die Gegner:in keine rote Karten auf der Hand hat, das er/sie die 2 roten Karten behalten.

Der/die Mitspielerin schiebt dem/der Gegner:in 2 rote Karten, jedoch verdeckt, zu. Da de/die Gegner:in keine rote Karten auf der Hand hat, darf er/sie die 2 roten Karten behalten.

Nun ist der/die nächste, im Uhrzeigersinn, an der Reihe. Diese:r gibt ebenfalls ein, zwei oder drei Karten einer Farbe weiter und bekommt entweder die geforderte Anzahl oder eben gar keine mehr zurück. Ein Gangsterboss kann alleine weg geschoben werden. Dieser kann mit einem Polizisten oder dem Joe zurückgegeben werden. Kann man sich aber weder mit dem einem, noch mit dem anderen verteidigen, muss man alle der gleichen Bande dem/der Mitspieler:in abgeben.

Aber… Es spielen ja auch noch die Polizisten, zur Verteidigung, mit… Hat man z.B. zwei lila Karten bekommen und hat auch zwei lila Karten auf der Hand, kann man auch nur eine lila Karte und einen Polizisten rüber schieben. So weiß diese:r Mitspieler:in zwar, dass man noch lila auf der Hand hat, kann aber dann im nächsten Zug dagegenwirken. Wurde ein Polizist ausgespielt, verlässt dieser das Spiel. Eine ähnliche Funktion hat auch Joe. Dieser jedoch bleibt im Spiel, wandert gegebenenfalls von Hand zu Hand.

3 Polizisten und Joe

Ist auf der Hand eine Gang mit sechs Mitgliedern vollständig, darf diese abgelegt werden. Das Spiel endet, wenn alle Gangs abgelegt wurden.

 

Fazit
Ein Spiel für Gelegenheitsspieler:innen. Nichts für Vielspieler:innen. Es werden nur Karten hin und hergeschoben. Aufregendes passiert nicht wirklich. Als Absacker nur bedingt geeignet, da es sich ziemlich in die Länge ziehen kann und irgendwann langweilig erscheint. Man muss gleiche Farben zusammen sammeln, mehr aber auch nicht. Generationentauglich ist es allemal. Die Karten sind gut farblich zu erkennen. Jede Gang hat ein bestimmtes Symbol. Durch das Thema und Gestaltung, immerhin geht es um Geld waschen, Gift, Bombe oder Drohbriefe, versuchte man es interessant zu machen um wohl viele Gruppen anzusprechen. Ein Spiel, wenn der/die Enkel:in Oma und Opa besucht und was leichtes auf den Tisch kommen soll.

Die roten Gangster:innen

 

Bewertung / Test
+ einfaches generationentaugliches Spiel für Gelegenheitsspieler
+ Symbole und Farben machen ein zuordnen leicht möglich
– das hin und herschieben dauert und kann langweilig werden
– Mitspieler:innen müssen bei „Zweikämpfen“ warten

 

(Eine Rezension von Christiane Köstlinger)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel ”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altersgruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
2.8

GangStar (2019)

Spielidee: Klaus Burmeister, Ilir Janke
Grafik: Arnold Reisse
Verlag:  Qango Spieleverlag UG, Vertrieb: Spiel direkt
Spieler:innenanzahl: 3-5 Spieler:innen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer
: 15 – 30 Minuten

Generationentauglich: Ja. Das Spiel ist nicht kompliziert und leicht eingängig. Die Karten sind gut farblich bedruckt und mit Symbolen versehen.

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