Briefe sind besser denn Zeugen – Crime Letters von Homunculus Verlag (Rezension)

Crime Letters | Krimi-Rätsel-Abo | ab 14 Jahren (eigene Altersempfehlung) | ab 1  Spieler:innen |  Homunculus Verlag

Krimi- und Rätselspiele gibt es viele. Die Crime Letters werben mit einem ganz neuen Konzept. Jede Woche kriegen wir per Post das aktuelle Tagesgeschehen aus Dysturbia zugeschickt, bei dem unser Detektivbüro helfen soll. Ob und wie gut das geklappt hat, erfahrt ihr hier:

Zu sehen sind die 4 Crime Letters sowie die Einführung und Auflösung.

ein ganzer Monat Rätselspaß

 

Das Spiel
Die Crime Letters sind ein Krimi-Rätsel-Abo vom Homunculus Verlag. Sie können mit beliebig vielen Personen gerätselt werden (meine Empfehlung ist da aber nicht mehr als 3-4, weil für mehr Personen das Material etwas wenig sein könnte). Die Altersempfehlung liegt meiner Meinung ab  14 Jahren, es geht um Verbrechen und Mord, da muss jede:r selbst entscheiden, was den Kindern & Jugendlichen zutraut wird.

Ziel des Spiels ist es, jede Woche die aktuellen Fragen zu beantworten, um so am Ende des Monats den gesamten Fall lösen zu können. Ein Kriminalfall dauert etwa einen Monat und umfasst vier Rätselbriefe und eine Auflösung.
Schon vor Spielbeginn zeigt sich, wie viel Mühe in die Entwicklung der Crime Letters gesteckt wird; wir erhalten eine „offizielle“ Registrierungsurkunde unseres Detektivbüros, bevor dann wöchentlich ein prall gefüllter Umschlag bei uns zu Hause eintrudelt.

Zu sehen ist die Registrierungsurkunde der Crime Letters

Unser Detektivbüro ist offiziell angemeldet.

Jeder Brief besteht aus einem ausführlichen Anschreiben, in dem unser Auftraggeber erklärt, was genau passiert ist.  Zusätzlich findet sich in jedem Umschlag ein Zettel, auf dem die Fragen für die Woche, ein QR-Code über den man an Lösungshinweise gelangen kann, sowie die „Inhaltsliste“ des aktuellen Briefs stehen.
Die Rätsel der Briefe variieren in Art und Schwierigkeit. Manche waren wirklich leicht und ließen sich durch reine Fleißarbeit lösen. Andere waren ziemlich knackig und ohne Hinweis für uns nicht zu lösen.

Zu sehen ist der erste Brief der Crime Letters vom Februar Fall 2021

Die erste Kontaktaufnahme aus Dysturbia

Der Fall, den wir gelöst haben, hieß „die schwarze Witwe“ und war der Februar Fall aus 2021. Der Homunculus-Verlag bietet „nur“ die Option an, in den aktuellen Monatsfall einzusteigen und keine der vorherigen alten Fälle zu erwerben. Deshalb findet ihr hier im Artikel einige Bilder des Falls, die allerdings nicht allzu viel spoilern werden, falls ihr doch die Möglichkeit haben sollte, den Fall selbst zu lösen.

Zu sehen ist einer Hilfzettel der Crime Letters

Falls wir mal Hilfe braucht, bringt uns dieser Zettel weiter

Bei diesem Konzept hat uns besonders das Interaktive gefallen. Man hat die Möglichkeit sich mit einer Community über die aktuellen Fälle und Fragen auszutauschen. Außerdem gestalten sich auch die Rätsel interaktiv und fordern aktiv zur Kontaktaufnahme auf. Das ist nichts wirklich Neues, wirkt aber doch erfrischend.

Zu sehen sind Datingprofile aus den Crime Letters.

Auch in Dysturbia wird gedated.

In jedem Brief wird die Lösung der vorherigen Woche erwähnt. Wie man zu dieser gefunden hat, falls man selbst nicht korrekt gelegen hat, erfährt man allerdings nur im Internet. Am Ende des Monats kann man die Lösung des gesamten Falls mit Motiv, Tathergang etc. einschicken und so sogar eine Auszeichnung gewinnen.

 

 

Fazit
Das Gefühl jede Woche einen neuen Brief aus Crime City zu bekommen, war wirklich aufregend und toll. Man hat quasi daraufhin gefiebert. Das Material ist toll gestaltet und hochwertig, die Liebe zum Detail zeigt sich an vielen Stellen. Die Rätsel waren allerdings manchmal etwas abstrakt und wirkten auf den den Fall „aufgesetzt“.Zusätzlich waren sie zum Teil so schwer, dass wir ohne Hilfe nicht weiter kamen. Das ist aber nicht unbedingt ein negativer Kritikpunkt, denn manch eine:r grübelt gerne länger an solch einer Herausforderung.

Der einzige Kritikpunkt meinerseits ist (auf den ersten Blick) der Preis. Ein Crime Letters Abo kostet pro Monat ca. 22€, das erschien mir zunächst recht viel. Wenn man es aber pro Brief rechnet, dann sind das nur ungefähr 4€ pro Brief inkl. Porto. Jeder Brief ermöglicht wöchentlichen Rätselspaß für bis zu 60 Minuten und dafür ist der Preis mehr als angemessen, wenn man die ganze Arbeit, die dahinter steckt beachtet.

Falls ihr also Rätsel lösen mögt, dann solltet ihr so ein Crime Letters Abo definitiv mal ausprobieren.

 

 

Bewertung / Test
+ Liebe zum Detail erkennbar
+ personalisierte Anschreiben
+ wöchentlicher Rätselspaß
+ interaktives Rätsellösen
– Niveau der Rätsel variiert stark

(Eine Rezension von Sarah Eischet)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Escape-Rätsel-Spiel”

  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altersgruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
3.7

Crime Letters

Verlag:  Homunculus Verlag
Spieler:innenanzahl: Ab 1 Person
Eigene Altersempfehlung: Ab 14 Jahren
Spieldauer: Wöchentlich 20-60 Minuten, insgesamt 4 Briefe

Generationentauglichkeit: Eher weniger. Für Jüngere sind die Fälle zu brutal, für Personen mit Sehschwäche sind manche der Details zu klein und kaum zu erkennen.

Kommentare sind geschlossen.