Bloß nicht vom Weg abkommen – „Roundforest“ von „Piatnik“ (Rezension)

Roundforest | Familenspiel| ab 8 Jahren | 2 bis 4 Spieler:innen | Pierrot | Piatnik

Fast jede:r kennt das Märchen von Hänsel und Gretel, die sich im finsteren Wald verirrten. In Roundforest sind auch wir im Wald unterwegs und treffen auf unterschiedliche Gestalten. Manche so hinterhältig wie die böse Hexe, andere helfen uns bei unseren Zielen. Eins ist sicher, hier kann man leicht durchdrehen..

Zu sehen ist das Material von Roundforest mit Verpackung

Ab gehts in den Wald..

 


Das Spiel
Roundforest ist ein Familienspiel von Pierrot und bei Piatnik erschienen. Es ist für 2 bis 4 Spieler:innen geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Ziel des Spiels ist es, als erste:r dem Waldgeist drei goldene Äpfel zu überreichen, um den heiß begehrten Smaragdring zu erhalten. Doch das gestaltet sich nicht ganz so leicht, denn das Spielbrett bestehend aus 32 achteckigen Waldplättchen verändert sich nach jeder Bewegung.

Zu sehen sind die goldenen Äpfel sowie der Waldgeist.

Bringt dem Waldgeist die goldenen Äpfel, um das Spiel zu gewinnen.

Beim Erkunden des Waldes haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder bleiben wir auf dem Feld, auf dem wir gerade sind stehen oder wir bewegen uns um bis zu zwei Felder in gerader Linie weiter. Dabei zeigen die Plättchen an, welche benachbarten Felder derzeit verfügbar sind und welche nicht. Egal welche der beiden Optionen gewählt wird, danach dreht sich das Plättchen, auf dem die Abenteurerfigur steht um 90°, wodurch sich neue Wege erschließen.

Zu sehen ist der Spielaufbau von Roundforest.

Der Spielaufbau ist sehr variabel.

Danach folgt die Aktionsphase. Hier gibt es abhängig von der Farbe der bunten Plättchen drei Optionen:

Landen wir auf einem blauen Plättchen finden wir einen leichten oder schweren Gegenstand, den wir entweder behalten, ablegen oder mit der Fee des Waldes gegen einen kleinen finanziellen Aufpreis tauschen können. Diese Gegenstände sind im Verlauf des Spiels nötig, um Aufgaben zu erfüllen und goldene Äpfel eintauschen zu können. In unserem Rucksack ist allerdings nur Platz für drei Gegenstände, von denen maximal einer schwer sein darf. Die schweren Gegenstände dürfen auch dafür genutzt werden, Blockaden zu errichte. Dafür werden sie zwischen vier der Waldplättchen abgelegt und verhindern, bis jemand anderes sie aufnimmt, jede weitere Rotation der angrenzenden Waldplättchen.

Zu sehen sind die Gegenstände, die es zu finden gibt.

Das alles liegt im Wald herum?!

Landen wir auf einem orangenen Plättchen finden wir auch einen Gegenstand, den wir allerdings auf einem anderen orangenen Plättchen platzieren müssen. Hier gilt es, Gegenstände, die wir selbst benötigen in unsere Nähe und Gegenstände, die unseren Gegner:innen nutzen könnten, weit weg von ihnen zu platzieren.

Landen wir auf einem roten Plättchen treffen wir auf die Bewohner:innen des Waldes. Zufällig wird eine von insgesamt zwölf Charakterkarten gezogen. Freundliche Figuren bieten uns einen Tauschhandel ab, böse Charaktere wollen uns über den Tisch ziehen. Beim Ablegen mehrerer passender Ressourcen können wir in beiden Fällen einen goldenen Apfel erhalten.

Zu sehen sind die Charakterkarten.

Die Bewohner des Roundforest.

Eine weitere Möglichkeit, goldene Äpfel zu erhalten, sind die Wunschbrunnen. Wir können zwei beliebige Gegenstände hineinwerfen, um zwei Kupfermünzen zu erhalten. Für drei Kupfermünzen in den Brunnen, bekommen wir eine Silbermünze. Und für eine Silbermünze bekommen wir ihr endlich den heißersehnten goldenen Apfel.

Zu sehen sind die Wunschbrunnen mit den möglichen Tauschoptionen.

Lieber Wunschbrunnen ich wünsche mir..

 

 

Fazit
Als ich die Anleitung von Roundforest gelesen habe, habe ich gedacht „Das Konzept klingt ganz interessant.“. So richtig überzeugen konnte das Spiel bei uns aber leider nicht. Es war ein reines Lauf- und Tauschspiel, das vom Zufall und Glück abhängig war, wer wann welchen Gegenstand passend zum auftraggebenden Bewohner des Waldes findet. Jede:r von uns sammelte einfach nur vor sich hin und Interaktion gab es kaum. Das Drehen der Teile gestaltete sich auch eher nervig.

Zugegeben wir spielen eher komplexe Spiele und Roundforest zählt meines Erachtens nach eher in die Kategorie Familienspiele. Auch einige Familienspiele kommen bei uns immer wieder gerne auf den Tisch, doch Roundforest wird nicht dazu zählen, denn nach einer Partie, lautet mein persönliches Fazit: Zu lange Spieldauer, zu wenig Action. Das hat einfach keinen Spaß gemacht. Wie das Spiel mit Kindern ist, kann ich aufgrund von Corona zurzeit leider nicht beurteilen, ich könnte mir aber vorstellen, dass das Spiel dafür zu lange dauern würde.

 

Bewertung:
+ hochwertiges Material
+ schöne Illustrationen
– reines Lauf- & Tauschspiel
– Glücksabhängig
– zu lange Spieldauer

(Eine Rezension von Sarah Eischet)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altergruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altersgruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
1.6

Roundforest (2020)

Spielidee: Pierrot
Grafik: Sándor
Verlag:  Piatnik
Spieler:innenanzahl: 2 bis 4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten

Generationentauglichkeit: Bedingt. Das Material ist griffig und recht groß gestaltet, die Schrift allerdings etwas zu klein.

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