Agents Undercover – Spy Connection von „Pegasus* (Rezension)

Spy Connection | Familienspiel | ab 8 Jahren | 2 bis 4 Spielende | Matthew Dunstan, Brett J. Gilbert | Pegasus | generationentauglich

Spione leben ein gefährliches Leben. Daher ist es umso wichtiger für sie, auf ein großes Netzwerk zuverlässigen Agent:innen zurückgreifen zu können, das ihnen unauffälliges und sicheres Reisen ermöglicht. Doch manchmal wird es auch für diese Kontakte brenzlig und sie sind schneller verschwunden, als man gucken kann. Ob das Erfüllen von Missionen in solch einem Szenario Spaß macht, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Zu sehen ist das Spiel Spy Connection mit dem gesamten Spielmateral.

Spy Connection von Pegasus

 

 

Das Spiel
Spy Connection von Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert ist ein Familienspiel für 2-4 Spielende ab 8 Jahren und bei Pegasus erschienen. Eine Partie dauert 30 – 60 Minuten. Ziel des Spiels ist es, durch das Erfüllen von Missionskarten, am Spielende die meisten Punkte zu haben.

Zu Beginn erhalten alle Mitspielenden die große Spion- sowie die 15 kleinen Agent-Figuren in ihrer Farbe sowie eine von 5 Startmissionen. Auf den Startmissionen sind immer 4 Städte abgebildet. In die Stadt, die rot gekennzeichnet ist, wird die Spion-Figur auf dem Spielbrett gestellt, außerdem wird einer der Agent-Marker auf die Karte auf die entsprechende Stadt gelegt, um zu kennzeichnen, das die Spion-Figur diese Stadt schon aufgesucht hat. Die restlichen Missionskarten werden gemischt und als verdeckter Stapel neben dem Spielbrett bereit gelegt. 4 von ihnen werden auf dem Spielbrett, auf den dafür vorgesehenen Orten platziert.

Zu sehen ist der Spielaufbau von Spy Connection für 4 Spielende.

Spielaufbau für 4 Spielende

Jetzt kann es losgehen. Jede Personist reihum dran. Wenn man am Zug ist, kann man eine der drei folgenden Optionen auswählen.

1. Eine neue Mission annehmen:
Spion:innen sind vielbeschäftige Menschen. Sie müssen immer wieder neue Missionen von ihren Vorgesetzten annehmen. Das wird durch die 4 offen liegenden Karten symbolisiert. Eine der 4 Karten kann in die eigene Auslage genommen werden und muss ab jetzt erfüllt werden, um am Spielende die Punkte und gegebenenfalls beim Erfüllen einen Extrazug zu erhalten. Doch vorsichtig, je weiter oben die Mission liegt, desto weniger lang konnte sich bisher durch Agenten vorbereitet werden. Neben den Feldern der Missionskarten sind Agenten abgebildet, auf den oberen beiden Feldern 2, auf dem darunter 1 und ganz unten 0. Das entspricht der Anzahl an Agenten-Plättchen, die während dem Erfüllen der Mission auf der Karte platziert werden müssen und euch solange nicht mehr zur Verfügung stehen. Erst wenn die Mission erfüllt wurde, erhaltet ihr sie zurück.

Zu sehen sind die Missionskarten von Spy Connection.

Eure Auftraggeber:innen haben Ansprüche an euch. Erfüllt Missionen.

2. Eine Stadt ans Netzwerk anschließen
Möchte man eine neue Stadt an das eigene Netzwerk anschließen, muss man in jede Station dazwischen einem Agenten platzieren, der die Verbindung sicherstellt. Dann stellt man den Spion in die neue Stadt. Sollte die Stadt auf Missionskarten, die vor einem selbst liegen, abgebildet sein, darf nun auf diese Stadt auf den Missionskarten jeweils einen Agenten platzieren. Bevor man neue Städte anschließt, darf die Spionenfigur sich beliebig im bestehenden Netzwerk bewegen.

Sollten nicht genug Agenten zur Verfügung stehen, um neue Verbindungen zu sichern, darf man jederzeit Agenten von anderen Verbindungen dazu nehmen. Wichtig ist nur, dass keine Verbindung unterbrochen wird, heißt kein Agent darf von den anderen getrennt sein. Es muss immer eine durchgehende Linie bestehen.

Sollten auf einer Verbindung Agenten anderer Personen platziert sein, kann man dort trotzdem noch entlang, allerdings benötigt es dann pro Station 2 statt einem Agent, um sicheres Reisen zu ermöglichen.

Zu sehen sind die Spion-Figuren auf dem Spielbrett von Spy Connection.

Spion:innen im Einsatz.

3. Bewegung im bestehenden Netzwerk
Sollte man zu einer Stadt müssen, die schon im bestehenden Netzwerk angeschlossen ist, kann man sich als letzte Option einfach in diese Stadt bewegen. Wichtig ist, dass man am Ende des Zuges dort stehen muss, damit ein Agent auf der Missionskarte in die entsprechende Stadt platziert werden darf.

Sobald eine:r der Spielenden 7 Missionen erfüllt hat, wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt. Dann zählen alle die durch die erfüllten Missionen erreichten Punkte zusammen und die Person mit den meisten Punkten hat gewonnen.

 

Fazit
Mir hat Spy Connection sehr gut gefallen. Es ist ein Familienspiel, das mich ein wenig an Zug und Zug erinnert und sich fluffig herunterspielt. Die Regeln sind nicht komplex und für jede Person zugänglich. Die Entscheidung zwischen vielen Missionen für viele Punkte oder einem großen Netzwerk für viel Flexibilität und Reisegeschwindigkeit bietet eine schöne Zwickmühle, die alle Spielende für sich selbst lösen müssen. Dabei gibt es dennoch genug Interaktion, indem man versucht, den Kontrahent:innen, das Reisen so schwer wie möglich durch eigene Agenten zu machen. Für Vielspielende und Spielerfahrene sicherlich zu simpel, aber als Familienspiel absolut perfekt. Daher eine klare Empfehlung meinerseits.

 

Bewertung/Test
+ tolles Familienspiel
+ leichte Regeln, die es sehr zugänglich machen
+ genug Interaktionsmöglichkeiten

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
4.4

Spy Connection (2021)

Spielidee: Matthew Dunstan, Brett J. Gilbert
Grafik: Dennis Lohausen
Verlag: Pegasus
Anzahl der Spielenden: 2-4 Spielende
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: 30-60 Minuten

Generationentauglichkeit: Ja. Die Regeln sind simpel. Die Schrift groß genug. Hier können Menschen jeden Alters mitspielen.

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