Über Berg und Tal – 3D Labyrinth von Ravensburger (Rezension)

3D Labyrinth – Familienspiel – ab 7 Jahren – 2 bis 4 SpielerInnen – Michael Feldkötter/Ravensburger

Bereits 1986 erschien Das verrückte Labyrinth. Wir alle kennen das Spiel, das bei vielen von uns in der Kindheit eine Rolle gespielt hat. Max Kobbert gelang damit eine großer Cup, denn das verrückte Labyrinth wurde mittlerweile über 13 Millionen Mal verkauft und steht noch heute im jedem Geschäft. Verschiedenste Versionen vom verrückten Labyrinth kamen und gingen, doch keine schien sich so gut auf dem Markt zu halten, wie das Original. Anders könnte es jedoch mit dem Spiel aussehen, dass ich Euch heute vorstelle:

 

Das Spiel
3D Labyrinth ist ein Spiel von Michael Feldkötter, das bei Ravensburger erschienen ist. Es kann mit 2 bis 4 Personen gespielt werden und ist ab 7 Jahren geeignet.
Wie auch im Original werden bei 3D Labyrinth Wege verrückt und verschoben, um so die heiß begehrten Schätze der eigenen Schatzkarten auf dem Spielbrett zu finden. Doch diesmal geht es – wie der Name 3D schon verrät – auch in die Höhe und dem Spiel Labyrinth wird so ein neuer interessanter Mechanismus hinzugefügt.

Wer am Zug ist, muss einen der Türme – auf denen Wege abgebildet sind – in den Spielplan hineinschieben. Dadurch entsteht ein neues Labyrinth. Sodann darf die Spielfigur beliebig weit bewegt werden. Diesmal muss allerdings nicht nur darauf geachtet werden, dass die zurückgelegte Strecke miteinander verbunden ist, sondern auch, dass der Höhenunterschied der Türme nicht mehr als 1 Stufe beträgt. Denn die Wege sind auf 1-4 Stufen hohen Türmen verbaut. Helfen können einem dabei glücklicherweise die Zauberkarten, die man erhält, wenn man im eigenen Zug keinen Schatz erreichen konnte. Diese lassen einen beliebig viele Stufen nach unten oder oben überwinden.

Gewonnen hat, wer als erstes alle Schätze gefunden und den Runenstein in der Spielmittel aktiviert hat.

 

Fazit
3D Labyrinth kam in unseren Spielerunden tatsächlich richtig gut an. Gespielt haben wir es mit Familien und Kindern. Und diese dürften – wie auch bereits beim Original – die Hauptzielgruppe sein. Fans von Das verrückte Labyrinth werden auf jeden Fall nicht enttäuscht, denn der Hauptcharakter des Spiels bleibt erhalten. Mit den Türmen wird ein weiteres Element hinzugefügt, dass das Spiel durchaus etwas kniffliger macht. Nun muss beim Schieben der Wege auch auf Höhenunterschiede geachtet werden.

Gäbe es die Zauberkarten nicht, wäre es wohl fast unmöglich, alle Schätze zu erreichen. Daher sind diese ein toller Weg, die Frustration – vor allem bei Kindern – gering zu halten. Denn selbst, wenn man drei Züge hintereinander keine Schätze erreichen kann, helfen einem die Karten schließlich, alle Hindernisse zu überwinden. Natürlich kann auch etwas Pech dabei sein, denn wenn ich nur Karten ziehe, die mich Stufen in die Höhe steigen lassen, ich aber dringend irgendwie nach unten kommen muss, ist das schon ärgerlich. So oder so werden die Schätze nach und nach gehoben. So richtig blockiert ist man selten, so dass es eher darum geht, der Schnellste zu sein.

3D Labyrinth macht auf jeden Fall Spaß. Allerdings muss ich ein großes „aber“ hinzufügen: Denn die meiste Freude bereitet es leider nur mit 2 SpielerInnen. Mit jeder Person mehr sinkt der Spielespaß deutlich. Dies liegt daran, dass die wenigen Schatzkarten auf dem kleinen Spielbrett unter allen SpielerInnen aufgeteilt werden und je mehr MitspielerInnen dabei sind, desto weniger Schatzkarten gibt es. Bei 4 SpielerInnen können nur 3 Schätze gehoben werden und das ist einfach zu wenig für ein eigentlich so tolles Spiel. Man hat gerade ins Spiel hineingefunden, ist mittendrinnen in der Schatzjagd und schwups schon ist es wieder vorbei.

Das ist sehr schade. Mir ist klar, dass das Spielbrett nur schwerlich hätte vergrößert werden können. Eine Lösung hätte aber z. B. sein können, jedem Spieler / jeder Spielerin ein eigenes Kartenset mit allen Schatzkarten hinzuzufügen, so dass jeder alle Schätze heben muss, um zu gewinnen. Vielleicht lässt sich dies in weiteren Versionen ergänzen, denn dann wäre 3D Labyrinth ein Spiel, das bei unseren Kindern und auch in unserer Begegnungsstätte sicher regelmäßig auf die Tische kommt.

 

Bewertung
+ schönes Material
+ bekannts Spiel um interessanten Mechannismus erweitert
+ macht Kindern und Familien Spaß
— leider nur mit 2 SpielerInnen optimal, da zu wenige Schatzkarten im Spiel


(Eine Rezension von Petra Fuchs)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Kinderspiele und Familienspiele”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altersgruppe 50 bis 75 Jahre
2.5

3D Labyrinth (2019)

Autor: Michael Feldkötter
Verlag: Ravensburger
Spieleranzahl: 2-4 SpielerInnen
Altersempfehlung Verlag: Ab 7 Jahren
Spieldauer: 20-30 Minuten

Generationentauglich: Generationentaugliches Material, macht Familien Spaß.

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