Tetris mal anders – TEAM3 grün von Abacusspiele (Rezension)

Team 3|  Familienspiel  |  Für 3-6 Spieler*innen  |  ab 8 Jahren  |  Spieldauer: 30 Min. |  von Alex Cutler & Matt Fantastic |  Abacusspiele

Frei nach einem japanischen Sprichwort “Nichts sagen, nichts hören, nichts sehen” muss in TEAM3 ein Team aus drei Spieler*innen ein Gebäude zusammenbauen. Klingt zunächst einfach, jedoch kommt als Schwierigkeit hinzu, dass eine*r der Spieler*innen nicht spricht, der/die nächste nichts hört und der/die dritte nichts sieht. Das Chaos ist quasi vorprogrammiert. Schafft es das Team ein Gebäude zu bauen?

Wenn man das Spiel auspackt, werden viele sicher an den Klassiker „Tetris“ denken, denn die Bausteine erinnern sehr an die Steine aus diesem Spiel.

In TEAM 3 ist Geschicklichkeit ein ganz wichtiger Punkt, zudem müssen die Spieler*innen in verteilten Rollen kooperieren, um ein Bauwerk fertigstellen zu können.

 

Das Spiel:
Team3
ist ein Familienspiel von Alex Cutler & Matt Fantastic und bei Abacusspiele erschienen. Es ist für 3-6 Spieler*innen geeignet und kann 8 Jahren gespielt werden.

 

Spielvorbereitung.

Zunächst wurden erst mal die Rollen Architekt, Bauleiter und Bauarbeiter erklärt und im Anschluss an die Spieler*innen verteilt.

Die Rolle des Architekten bekommt der/die Spieler*in mit den längsten Armen, die Rollenkarte des Bauleiters der/die nächste Spieler*in im Uhrzeigersinn und der/die linke Nachbar*in erhält die Rolle des Bauarbeiters.

 

Architekt: Diese*r Spieler*in kennt alleine den Bauplan, darf aber kein Wort von sich geben.

Bauleiter: Hört nichts, muss also aus den Gesten des Architekten schlau werden und die Anweisungen dann dem Bauarbeiter weitergeben.

Bauarbeiter: Sieht nichts (hat also die Augen durch die Augenbinde verdeckt) und ist auf sämtliche verbale Hilfe des Bauleiters angewiesen.

Sind mehr als drei Spieler*innen am Start, erhalten diese erstmal keine Rollenkarten und dürfen auch nicht mit kommunizieren. Der Architekt bekommt zusätzlich den Kartenhalter und hält einen 3 Min.-Timer bereit.

Die Bauplankarten werden sortiert und auf  drei Stapel verteilt (einfach, mittel, schwer). Jetzt wird der Schwierigkeitsgrad gewählt und der entsprechende Stapel mit Bauplankarten gewählt, die anderen Stapel kommen zurück in die Schachtel. Die Karten des gewählten Stapels werden gemischt und verdeckt bereit gelegt. Zusätzlich kommen alle Bausteine in die Mitte.

 

Spielablauf

Das Spiel geht über mehrere 3-Minuten lange Runden.

Der Architekt nimmt eine der Karten vom Bauplanstapel und steckt diese mit der Linie nach unten in den Kartenhalter, so dass der Bauleiter und der Bauarbeiter diese nicht einsehen können.

Nun schließt der Bauarbeiter seine Augen, während die anderen Spieler*innen die Bausteine mischen und gut erreichbar vor diesen legen. Der Architekt startete den 3-Min.-Timer und fängt mit wedelnden Händen und passenden Kopfbewegungen dem Bauleiter die einzelnen Bausteine des Gebäudes zu erklären. Sobald der Bauleiter dies verstanden hat, gibt er dem „blinden“  Bauarbeiter Anweisungen.

 

Schaffen die drei Spieler*innen es innerhalb der 3 Minuten das Gebäude zu errichten, ist die Runde beendet und gilt als gewonnen. Schafft das Team es innerhalb dieser Zeit nicht, ist das Bauvorhaben gescheitert.

Nach jeder Runde werden die Rollenkarten im Uhrzeigersinn weitergegeben und es beginnt eine neue Runde.

Spielende

Ein sofortiges Spielende tritt ein, sobald eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
• Es wurden so viele Gebäude erfolgreich gebaut, wie teilnehmende Spier*innen vorhanden sind plus die Anzahl des gewählten Schweregrades. In diesem Fall habt ihr gewonnen!
• Die Spier*innen sind so oft gescheitert, wie die Anzahl der Teilnehmer*innen. Dann haben sie leider verloren.

Beispiel: Spielen vier Spieler*innen mit dem Stapel (Schwierigkeitsgrad schwer), müssen sie sieben Gebäude erfolgreich bauen, um zu gewinnen. Wenn sie jedoch vier Mal scheitern, haben sie verloren!

 

Fazit:
Mit Feuereifer gingen die Spieler*innen an die ersten Runden. Es war für alle gar nicht so einfach, sich an die einzelnen Rollen zu halten. Wäre dies nicht schon alles schwierig genug, muss auch noch drauf geachtet werden, mit welchem Baustein am besten gestartet wird, damit das Gebäude auch stabil gebaut werden kann.

Es gab einige Missverständnisse, Gebäude die nicht fertiggestellt werden konnten und enorm viel Spaß.

Insgesamt ist TEAM3 ein Spiel, was bei allen Spielern*innen, die es bisher (mit)gespielt haben, super ankam. Es sorgt für eine Menge Spaß und fördert zudem soziale Kompetenzen, denn nur als Team gelingt das Ganze und das ganz auf spielerische Weise. Ich habe bereits weitere Exemplare dieses Spieles auf meiner Gruppenwunschliste, damit mehrere Kinder gleichzeitig spielen können

Besonders gut finde ich, dass die Bausteine aus einem festen und gut zu reinigenden Material sind, so kann man diese gerade zur aktuellen Zeit nach jedem Spielvorgang reinigen/desinfizieren. Auch gehen die Bausteine nicht kaputt, wenn sie im Eifer des Spiels doch mal runterfallen.

Ebenfalls positiv ist, dass TEAM3 auch für farbenblinde Spieler*innen geeignet ist, da die Farben beim Bauen Nebensache sind. 
Es ist zwar bereits eine Augenmaske im Spiel enthalten, aber aus hygienischen Gründen wurden noch weitere Masken besorgt, damit mehrere Spieler*innen an diesem Spiel teilnehmen können.

Was ein kleiner Schwachpunkt bei diesem Spiel ist, sind die Bauplankarten, denn diese können im Eifer des Gefechts leicht verknicken. Jedoch kann man diese zur besseren Stabilität und natürlich auch aus hygienischen Gründen laminieren.

 

Hinweis
Es gibt TEAM3 in zwei Varianten, die grüne und die pinke Edition. Besitzt man beide Spieleditionen, ist eine zusätzliche Spielvariante, die Mini-Erweiterung: Mind Merge, möglich. Diese Mini-Erweiterung ist für genau fünf Spieler*innen geeignet und es müssen zwei Gebäude gleichzeitig gebaut werden.

 

 

Bewertung / Test:
+ Bausteine sind farbenfroh und aus stabilem Material
+ einfache Regeln
+ verschiedene Schweregrade
+ hoher Spaßfaktor

– Bauplankarten anfällig für Beschädigung/Verschmutzung
– nur eine Augenmaske dabei

 

(Eine Rezension von Bianca Antwerber)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
4

Team 3 grün (2019)

Spielidee: Alex Cutler & Matt Fantastic
Grafik: Reinis Pētersons
Verlag: Abacusspiele
Spieler*innenanzahl: 3-6 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten

Generationentauglich: Durch verschiedene Schwiergkeitsstufen, kann dieses Spiel sehr gut von den verschiedenen Altersgruppen gespielt werden

Pädagogisch wertvoll: Fördert die Teamfähigkeit sowie die verbale und non-verbale Kommunikation.

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