Tag 27: #nähengegenCorona: Supercalifragilisticexpialigetisch

Gemeinsam sind wir stark: #nähengegenCorona

Schon der 27ste Tag, an dem organisiert und genäht wird…. es tut sich so viel und auch heute gibt es wieder tolle Entwicklungen zu berichten…

Fangen wir an mit einer Rückmeldung von Anne Hackner, die mit fleißiger Unterstützung nicht nur näht sondern zuschneidet, telefoniert, organisiert und verteilt:

 

Nähen gegen Corona, ICH BIN DABEI

Nachdem mich Petra Fuchs gefragt hat, was ich von der Aktion halte bzw. ob ich mitmache, war ich natürlich sofort dabei!
Habe selbst schon überlegt, ob ich über mein Kleingewerbe NÄHsthäkchen Mund-Masken nähe. Doch die gebrauchte Anzahl hätte ich alleine nie stemmen können. Schon nach kurzer Zeit ist ein riesiges Netzwerk entstanden. Viele Näherinnen haben sich gemeldet, Stoffspenden wurden gebracht, Verteilstationen eröffnet.
Somit gibt es bei mir zu Hause in Pfarrkirchen, Loh 2 eine Station, bei der Näherinnen ihr Material abholen und fertige Masken bringen können. An Einrichtungen und Privatpersonen können die fertigen Masken dann ausgegeben werden.
Anfangs war das alles sehr viel Organisationskram, bei dem für meine 2 kleinen Mädels wenig Zeit blieb. Doch durch die Eröffnung weiterer Verteilstationen, Telefonistinnen und Fahrdienst wurde es leichter!

Es ist schön, helfen zu können. Zu spüren, dass man gebraucht wird und auch zu sehen, dass so viele mithelfen.

Sogar die Polizei, war schon bei mir: Ich war auf dem Weg in die Garage (Verteilstation), um Gummi für die Näherinnen nachzufüllen. Dann sah ich das Polizeiauto stehen und warf vor lauter Schreck den verbreiteten Gummi in mein Auto 🙂 Doch die Polizisten waren schon wieder am Aufbrechen und riefen nur aus dem Fenster „Wir haben nur Stoff vorbeigebracht!“ DANKE! Die Polizei, dein Freund und Helfer.

Ich freue mich, dass ich bei der Aktion dabei sein darf und somit manchen etwas Gutes – in der schweren Zeit – tun kann. Danke an alle, die mitmachen!
Anne Hackner – Verteilstation Pfarrkirchen, Loh 2

 

Liebe Anne, Danke, dass du dabei bist und so supercalifragilisticexpialigetische Arbeit leistest!

Supercalifragilisticexpialigetisch- dieses Wort prägt meinen heutigen Tag, daher darf es auch im Artikel nicht fehlen. Man sieht sich das Wetter an und es ist einfach supercalifragilisticexpialigetisch! Außerdem wurde Petra Fuchs heute von einer Reporterin des BR kurz interviewt. Hintergrund ist, dass Wolfgang Berger, besser bekannt als “Der Fälscher” gerade ein Lied über die HeldInnen in unserem schönen Landkreis Rottal-Inn schreibt. Im dazugehörigen Video bzw. Beitrag des BR findet unsere Näh-Aktion auch eine kleine Erwähnung und das freut uns wahnsinnig! Veröffentlicht wird wahrscheinlich Mitte nächster Woche, sobald wir Näheres wissen, geben wir natürlich Bescheid! Ich persönlich finde auch das supercalifragilisticexpialigetisch!

Außerdem haben wir einen neuen Weg gefunden, unsere Masken noch einfacher unter die Menschen zu bringen! In den nächsten Tagen werden unsere Masken in ein paar Geschäfte in der Region ausgeteilt, wo sie an der Kasse gegen eine kleine Spende getauscht werden können! Unter anderem findet man die Masken dann im EDEKA in Pfarrkirchen! Auch das finde ich  supercalifragilisticexpialigetisch.

Unsere NäherInnen rechnen zum Glück auch eifrig mit, wie viele Masken sie denn schon produziert haben. In unserer Whatsappgruppe treiben bereits tolle Zahlen ihr Unwesen! Einzelne Damen haben in den vergangenen Wochen teilweise mehrere Hundert Masken genäht und abgeliefert! 300, 320, 535 – einfach  supercalifragilisticexpialigetisch, was unser Team leistet!

 

Dass unsere Masken nach wie vor gebraucht werden, zeigte die Pressekonferenz von unserem Ministerpräsidenten Herrn Dr. Söder. Unser aller Leben ist und bleibt nach wie vor eingeschränkt, auch wenn es bereits einige Lockerungen gibt, die in der gestrigen Kabinettssitzung beschlossen wurden. Hier alle Beschlüsse aufzuführen würde den Rahmen sprengen, doch die wichtigsten Punkte sollten auch hier Erwähnung finden:

  • Ausgangsbeschränkung
    Die Ausgangsbeschränkung wird bis einschließlich 3. Mai 2020 verlängert. Sie wird ab 20. April insoweit gelockert, als künftig Sport und Bewegung an der frischen Luft nicht nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstands zulässig ist, sondern zusätzlich mit einer haushaltsfremden Person.
  • Geschäfte
    Für Ladengeschäfte und den Einzelhandel gelten künftig folgende Auflagen: Einlasskontrollen, 1,5 m-Abstand, ein Kunde pro 20 qm, verpflichtende Hygiene- und Parkplatzkonzepte sowie ein Mundschutzgebot, wobei deren Besorgung eigenverantwortlich durch den Ladeninhaber bzw. Kunden erfolgen muss. Auf dieser Grundlage werden die Beschränkungen im Bereich der Geschäfte stufenweise erleichtert:
    o Ab 20. April 2020 dürfen Bau- und Gartenmärkte sowie Gärtnereien wieder öffnen.
    o Ab 27. April 2020 dürfen Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen wieder öffnen.
    o Ab 27. April 2020 dürfen weitere Geschäfte bis zu einer maximalen Verkaufsfläche von 800 qm öffnen. Das bedeutet eine maximal zulässige Kundenzahl von 40 Personen pro Laden.
    o Es ist entsprechend des Beschlusses der Ministerpräsidentenkonferenz beabsichtigt, dass Friseure ab 4. Mai 2020 wieder öffnen dürfen. Die Entscheidung darüber wird unter Berücksichtigung der weiteren Entscheidungen der MPK und des Bundes und unter Beachtung des Infektionsgeschehens rechtzeitig vorher erfolgen.

  • Schulen / Kinderbetreuung
    Es wird folgende schrittweise Wiederaufnahme des Unterrichts angestrebt:
    o Ab dem 27. April 2020 erfolgt die Wiederaufnahme des Unterrichts zur Prüfungsvorbereitung für Abschluss- und Meisterklassen.
    o Für alle übrigen Jahrgangsstufen werden die Angebote des „Lernens zuhause“ weitergeführt.
    o Ab dem 11. Mai 2020 können weitere Jahrgangsstufen einbezogen werden..
    o Die bisherige Notbetreuung an Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und heilpädagogischen Tagesstätten wird beibehalten und ab 27. April 2020 ausgeweitet. Zukünftig kann die Notbetreuung für Kinder in Anspruch genommen werden, wenn ein Elternteil in systemrelevanten Branchen arbeitet.
  • Krankenhäuser, Pflegeheime, Altenheime
    Bei den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen bleiben die derzeit gültigen Regelungen bezüglich Öffnung und Zugang bestehen. Sterbende können durch die engsten Familienangehörigen begleitet werden.
  • ÖPNV
    Das Verkehrsministerium wird ein Konzept zur stufenweisen Steigerung der Verkehrskapazitäten einschließlich erforderlicher Schutz- und Hygienemaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV und SPNV) erarbeiten. Den Bürgerinnen und Bürgern wird die Nutzung von Alltagsmasken im ÖPNV dringend empfohlen.

 


Es gibt bei uns in Bayern keine Maskenpflicht wie beispielsweise in Österreich, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass es nicht ausreichend zertifizierte Masken gibt. Es wird aber von Seiten der bayerischen Staatsregierung als auch der Bundesregierung empfohlen, dass man eine (selbstgemachte) Maske trägt.
Auch in der Regierung ist man mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, dass, wenn jeder eine selbstgenähte Maske trägt, ALLE Menschen geschützt sind.


Wir finden das supercalifragilisticexpialigetisch!

Artikel von: Sabine Weichmann 🙂

 

Ihr wollt wissen, wie Ihr helfen könnt, wo die Verteilstationen sind oder wie Ihr an Masken kommt? Dann lest bitte dies:

Der Wichtigste Artikel, mit allen Infos, ist aber nach wie vor dieser hier (Klick) Egal ob Einrichtung, SpenderInnen oder NäherInnen, hier steht alles, was Ihr wissen müsst.

Gemeinsam sind wir stark: #nähengegenCorona

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