Mit Spaß durchs All – “Small Star Empires” von Archona Games (Rezension, Test)

Small Star Empires |  Milan Taveski, | 2-4 Spieler | ab 13 Jahre | Archona Games | derzeit nur in englischer Sprache erhältlich – ist ein kleines feines Gebiets-Eroberungs-Spiel mit einfachen Regeln aber taktischem Tiefgang, geeignet für Familien und Gelegenheitsspieler:innen

Durch die unendlichen Weiten düsen, Planetensysteme kolonisieren, durch Wurmlöcher springen, die kosmischen Nebel besuchen und am Ende die meisten Punkte haben. Abenteuer erlebt man hier zwar keine, aber spannend ist das „area control“-Spiel allemal. Man fliegt auf dem modularen Spielplan aus vielen Sechsecken mit seinen Raumschiffen beliebig weit in gerader Linie, nur nicht durch von anderen kontrollierte Systeme. Auf das Zielfeld setzt man einen Koloniemarker oder eine Handelsstation. Damit kontrolliert man das System.

Kann man keines seiner beiden Schiffe bewegen, muss man passen und wartet das Spielende der anderen Spieler:innen ab. Kann kein:e Spieler:in mehr ziehen, wird gezählt. Systeme bringen Punkte, je nach Anzahl der Planenten, Nebelsysteme bringen richtig viele Punkte, wenn man mehrere gleichfarbige kontrolliert, außerdem gibt es noch für das größte Gebiet Punkte.

Die Regeln sind einfach, das Spiel ist leicht zugängig und es spielt sich schnell. Was so einfach klingt, ist aber durchaus knifflig, denn sind anfangs die Möglichkeiten ähnlich dem Universum groß, wird es schnell eng und die möglichen Züge deutlich begrenzt. Die „bösen“ Mitspieler versuchen nämlich, einem die Wege abzuschneiden. Oder die guten Systeme vor der Nase wegzuschnappen. Da muss man gut aufpassen, ein paar Züge im Voraus zu denken, schadet auch nicht. Und natürlich ist es immer besser, dem Mitspieler die Wege zuzubauen, als selber zu schnell bewegungsunfähig zu werden.

Sehr trickreich ist das. Punkte sammeln, dabei aber immer die eigene Bewegungsfreiheit beachten und die anderen einsperren. Das Spiel ist so herrlich klein und gemein. Und wem das Spiel zu einfach wird, der hat einige Varianten mit dabei, die das Spiel noch etwas tiefer machen.

Es bleibt aber ein einfach zu spielendes Spiel für alle Spielgruppen, gerade Familien oder Gelegenheitsspieler haben hier eine kurze aber gute Unterhaltung, die ein bisschen zum Grübeln einlädt. Das Material ist sehr spielbar, lädt zum Spielen ein und ist schnell aus- und wieder weggepackt.

Zu zweit spielt es sich eher strategisch, mit mehreren Mitspieler:innen wird es schon mal chaotisch und eine Vorausplanung wird schnell über den Haufen geworfen. Es kann schon passieren, dass ein Spieler zu schnell keine möglichen Züge mehr hat und dann einige Spielzüge lang zusehen muss. Aber ein Spiel dauert nicht allzulange und so ist das verschmerzbar.

 

 

FAZIT

Meiner Meinung nach ist “Small Star Empires” – das zur Zeit nur in englischer Sprache erhältlich ist – durchaus eine Proberunde wert. Wer Gebietskontroll-Spiele mit einfachen aber trickreichen Spielzügen mag, dem ist hier ein gutes Spiel geboten.

 

 

Bewertung/Test

+ modulares Spielfeld mit immer neuer Zusammenstellung
+ einfache Spielzüge
+ viel Interaktion
+ mehrere Varianten mit dabei
– Spieler:innen können schon mal früh ausscheiden

 

 

(Eine Rezension von Gerhard Hany)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familien-Spiel”

 

  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altersgruppe 50 bis 75 Jahre
4

Small Star Empires (2016)

Spielidee: Milan Taveski
Grafik: Jose David Lanza Cebrian und Milan Tasevski
Verlag: Archona Games
Spieler:innenanzahl: 2-4 Spieler:innen
Altersempfehlung Verlag: Ab 13 Jahren
Eigene Altersempfehlung: Ab 10 Jahren
Spieldauer
: 10-30 Minuten

Generationentauglich: Gut geeignet für Spielergruppen jeden Alters, das Spiel selbst ist sprachunabhängig, nur die Regeln gibt es nur in englisch. Mit der Zeit wird das Spielfeld voll, aber es bleibt übersichtlich.

Kommentare sind geschlossen.