Gemeinsam für den Umweltschutz – eine lösbare Aufgabe? Mini Diver City von Skellig Games (Rezension)

Mini Divercity | Familienspiel | ab 8 Jahren | 1 bis 7 Spieler*innen | Maxime Tardif | Sphere Games, Vertrieb Skellig Games

Im spannenden Kampf gegen die mächtigen Konzerne möchtet ihr als Umweltschützer*innen gemeinsam die bedrohten Tierarten retten. Gelingt es euch, einen geschützten Nationalpark entstehen zu lassen oder kann die Politik am Ende doch ihr Bauvorhaben durchsetzen? Tief im Wasser ist die Sicht nicht immer so gut, daher seid ihr auf eure Mitstreiter angewiesen.

 

Das Spiel
MiniDivercity
ist ein Familienspiel von Maxime Tardif und bei Sphere Games erschienen. Es ist für 1-7 Spieler*innen geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Um den Artenschutz zu starten, muss entschieden werden, welchem Schwierigkeitsgrad sich die Gruppe stellen möchte, dadurch wird die Siegbedingung festgelegt. Je nach Spieler*innenanzahl werden Handkarten ausgeteilt. Doch Achtung! Die Karten werden so auf die Hand genommen, dass die Mitspielenden die Vorderseite sehen können.

Für den weiteren Aufbau kommen die Tiermarker auf die Mitte der Karte, die Inseln werden daneben ausgelegt, ebenso die Konzernkarten gemischt und als Stapel bereit gelegt.

Ziel der Tauchergruppe ist es, dass je nach Level mindestens fünf Tierarten gerettet werden. Durch das Ausspielen der Tierartenkarte rückt das Tier Richtung grün, zieht der Maker über grün aus der Karte, gilt es als gerettet.

Doch bevor die Gruppen in Aktion treten, werden die Konzerne aktiv, der Effekt dieser Konzernkarten ist immer negativ. Die Taucher können aus drei Aktionen wählen:
Eine Tierkarte spielen, um das entsprechende Tier einen Schritt Richtung gerettet zu verschieben.
Eine Tierkarte spielen, um ein Hotel wieder auf die Insel-Seite zu drehen.
Walkie-Talkie“ Aktion, um einem Mitspielenden zu sagen, welche Tiere in welcher Reihenfolge auf dessen Hand zu sehen sind.

Die Taucher*Innen verfügen zusätzlich über eine Sonderfunktion, die sie einmal im Spiel einsetzen können

Nun gilt es abzuwägen, geht man selbst auf Tauchgang, um bedrohten Arten zu helfen oder nutzt man besser das Walkie Talkie. Doch auch die nächste Konzernkarte könnte das letzte Hotel bauen, dann wäre die Mission gescheitert – also doch lieber ein Hotel zurück bauen? Zusätzlich muss jede/r sich merken, welche Karten er/sie hat, um diese sinnvoll auszuspielen.

Absprechen ist nicht erlaubt, daher fragt man sich doch manchmal, was tut der/die andere da? Oder warum nutzt er/sie meine Tipps nicht? Gemeinsam eine Strategie finden, die zum Ziel führt ist hier eine echte Herausforderung!

 

Fazit:
MiniDiverCity ist ein kleines, kompaktes, kooperatives Spiel, das sich mit einem topaktuellen Thema, nämlich dem Umweltschutz beschäftigt. Wer mehr über die Tierarten wissen möchte, kann im Regelheft noch einige Infos nachlesen.

Das Spiel funktioniert sowohl als Solovariante, wie auch mit sieben Mitspielenden. Je mehr sich die Gruppe aufeinander einlässt und wirklich kooperiert, desto besser ist die Chance viele Tierarten zu retten. MiniDiverCity ist ein Spiel, das mit der ganzen Familie gespielt werden kann, es hat eine überschaubare Spieldauer, die Karten sind thematisch illustriert und die Symbolik ist schnell verstanden. Im Spiel zu siebt kann auch ein* Mitspielende*r die Rolle des Konzerns übernehmen, dies macht das ganze nochmal interessanter.

Gerade auch, um über das Thema Umwelt- und Artenschutz ins Gespräch zu kommen, eignet sich das Spiel hervorragend.

 

Bewertung / Test:
+ robustes Material
+ sehr gute Ikonografie
+ aktuelles Thema gut umgesetzt
– Konzernkarten scheinen teilweise übermächtig
– hoher Glücksfaktor

 

(Eine Rezension von Julia Schneider)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:

“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
3.2

Mini Diver City (2019)

Spielidee: Maxime Tardif
Grafik: Gong Studios, Jason Simard, Simon Bélanger
Verlag:  Sphere Games, Vertrieb Skellig Games
Spieler*innenanzahl: 1 – 7 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 Minuten

Generationentauglich: Durch den kooperativen Charakter können sich alle gegenseitig unterstützen und so können durchaus verschiedenen Generationen miteinander spielen. Das Thema spricht sicher Spielende aller Altersklassen an!

Pädagogisch wertvoll: Die aktuelle Thematik kann als Ausgangspunkt zur weitere Beschäftigung mit dem Thema dienen, zusätzliche Informationen im Regelheft.

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