Spielecafé der Generationen verzeichnet Besucher-Rekord

Es war ein Samstag wie eigentlich jeder andere. Um 15 Uhr öffnete der gemeinnützige Verein die Pforten und lud BesucherInnen dazu ein, gemeinsam zu spielen und einen tollen Tag zu verbringen.
War es die Neugierde auf die über 100 Neuheiten, die wir von der größten Brettspielmesse der Welt in Essen mitgebracht hatten, die manch BesucherIn bereits um halb drei erschienen ließen? Davon können wir ausgehen, auch wenn es den SpielerInnen bereits vorher sicherlich nicht daran mangelte, unbekannte Spiele zu entdecken. Schließlich sind über 1100 verschiedene Brettspiele in der Begegnungsstätte zu finden.

Und wie es meist bei uns so ist: Jeder packte mit an. Es wurde gemeinsam aufgebaut, die Neuheiten ausgepackt und platziert, Stühle angerichtet und die Küche vorbereitet. Nach und nach füllte sich das Buffet mit immer mehr tollen Leckereien.

Gegen 16 Uhr war das Spielecafé zum Platzen voll. So voll, dass wir die Präsentationstische zu Spieletischen umfunktionieren und an einigen Tischen verschiedene Gruppen über Eck spielen mussten. Zum Glück gab es für Kinder noch eine Spielecke und den großen Garten zum Ausweichen, sonst wäre es vielleicht sogar ungemütlich geworden. Der gebuchte Kindergeburtstag mit ca. 12 Kindern hatte sicher nicht allein den Ausschlag gegeben.

Wir konnten einen Besucherrekord von zeitgleich 70 Kindern, Familien, Jugendlichen, Erwachsenen und SeniorInnen verzeichnen. Mit den Menschen, die am frühen Abend kamen und gingen, schätzen wir die Besucheranzahl daher auf 85-90 Personen.
Und das ist wirklich unglaublich, bedenkt man, dass wir in einer ländlichen Region ansässig sind, fernab jeder Großstadt. Spielen kommt in Pfarrkirchen und Rottal-Inn gut an!

Teilweise hatte ich Sorge, dass es nicht sogar ZU voll ist. War es noch gemütlich, in so vollen Räumen zu spielen? Sicherlich gab es ein paar wenige Personen, die sich mehr Ruhe gewünscht haben. Um die tat es mir sehr leid, diese sind gestern sicherlich nicht so zufrieden nach Hause gegangen. Den Großteil schien es aber nicht zu stören. Dies zeigte sich daran, dass die meisten BesucherInnen viele Stunden im Spielecafé verweilten.

Noch erstaunter war ich über den hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen bis 21 Jahren im Spielecafé. Tatsächlich lag dieser bei fast 50%! So viel dazu, dass junge Menschen nur digital spielen und schwer zu erreichen seien. Zwar gab es nachmittags Einführungsrunden in das App-unterstützte Miniaturenspiel „Herr der Ringe“, das vor allem die Jugend anzog, doch danach wurde nur noch rein analog gespielt. Die „Herr der Ringe“ Runden wurden übrigens von der Passauer Neuen Presse begleitet und es dürfte darüber in Kürze ein Artikel erscheinen.

Besonders gut – und diese Beobachtung machen wir bereits seit vielen Monaten – kommen im Spielecafé Gruppenspiele an. Das sind Spiele, die mit mindestens 6 Personen gespielt werden können. Viele davon sind einfach nur witzig und sorgen für gemeinsamen Spielespaß. Das Tolle dabei ist, dass gerade die Gruppenspiele dafür sorgen, dass BesucherInnen JEDEN Alters gemeinsam an einen Spieletisch kommen. Und nicht nur das: Feste Spielegruppen werden dadurch aufgebrochen und man kommt mit vielen anderen Menschen in Kontakt. So entsteht Gemeinschaft trotz vieler verschiedener BesucherInnen.

Aber auch so sehen wir, dass unser Ziel – Generationen zu verbinden – erreicht wird. Menschen lernen sich kennen und spielen miteinander, obwohl sie in der Welt da draußen vorher keine Berührungspunkte hatten – und das über Generationen hinweg. Ein wundervolles Gefühl. Spielen ist Sprache und verbindet. Das sind nicht nur Worte, sondern Tatsachen!

Neben den vielen Spielen, aus denen gewählt werden kann, gibt es im Spielecafé natürlich auch immer wieder spannende Zusatzangebote. Gestern fand das Vorrunden-Qualifikationsturnier Qwixx statt. Ein tolles Spiel, das bereits unser Generationenspiel-Siegel erhalten hat. 20 SpielerInnen stellten sich der Herausforderung und würfelten um die Wette. Die SiegerInnen haben nicht nur tolle Spielepreise erhalten, sondern dürfen auch auf die Deutsche Meisterschaft fahren.

Erst gegen Mitternacht wurden die Räume wieder leerer. Die letzten SpielerInnen begaben sich um 1.30 nachts auf den Heimweg. Ein typischer Samstag.

Und so ist immer genug geboten im Spielecafé der Generationen in Pfarrkirchen. Menschen kommen zusammen, spielen gemeinsam und haben Spaß. Es stellt sich nur die Frage, was wir machen, wenn wir weiter so wachsen.

Ab Januar 2020 werden wir noch mehr Termine im Monat anbieten, um dem Besucheransturm gerecht zu werden und alles etwas zu entzerren. Samstags werden wir überwiegend bereits ab 10 Uhr öffnen, es kommt 1x im Monat nun auch ein Sonntag dazu und das Seniorencafé wird wöchentlich stattfinden. Eine tolle Entwicklung.

Doch es ist auch abzusehen, dass wir den aktuellen Räumlichkeiten entwachsen. So lässt sich nur hoffen, dass wir in der Zukunft eigene Räume in Pfarrkirchen finden, um dem Wachstum des Projektes gerecht zu werden. Wer was hört, darf sich bitte gerne melden.

 

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