Die Legende der Irrlichter – ein kooperatives Kinderspiel von Haba (Rezension)

Die Legenden der Irrlichter – Kinderspiel – 2 bis 4 SpielerInnen – ab 6 Jahren – Kai Haferkamp/Haba – pädagogisch wertvoll

Es leuchtet und blinkt im Lichterwald. Eigentlich leuchtet das komplett Spielbrett. Wenn man nicht genau hinschaut. Doch darum geht es in unserer heutigen Rezension. Genau zu beobachten, an welchen Stellen des Spielplans die Lichter aufblinken. Denn nur so lassen sich die Schattenwesen besiegen und der König retten. Und alleine die Tatsache, dass hier kleine LED-Lampen für ein stimmungsvolles Spielvergnügen sorgen, macht “Die Legende der Irrlichter” zu einem spannenden Kinderspiel.

 

Das Spiel
Die Legende der Irrlichter ist ein Kinderspiel von Kai Haferkamp, das bei Haba erschienen ist. Es ist von 2-4 SpielerInnen geeignet und kann ab 6 Jahren gespielt werden.

Im Königreich Luxantis sind die Schattenwesen eingefallen und wollen den König stürzen.  Daher ist es das Ziel der Kinder, diese zu besiegen, bevor die Bösewichte das Schloss erreichen. Dafür müssen magische Objekte gesammelt werden, die sich alle im Lichterwald-Labyrinth (auf dem Spielbrett) verstecken. Wer am Zug ist, darf bist zu 5 Schritte gehen und muss dann den Würfel werfen.

Und dieser kann verhängnisvoll sein. Wird die rote Seite angezeigt, drücken die Kinder auf den roten Knopf in der Spielplanmitte. Das hat den Effekt, dass die mit LED unterlegten Wege teilweise rot zu leuchten beginnen. Was nichts Gutes verheißt. Auf diesen Wegen sind nämlich Irrlichter unterwegs. Steht zufällig eine Spielfigur darauf, muss diese sogleich wieder auf die Ausgangsposition gesetzt werden.

Hilfreich ist jedoch, wenn die Kinder die blaue Seite des Würfels würfeln und somit die Glühwürmchen den richten Weg weisen. Wer nun auf einem blau aufleuchtenden Feld steht, darf sogar noch einen weiteren Schritt machen. Klingt einfach? Ist es aber nicht, denn der schwarze Wirbel sorgt für Verwirrung. Wird er gedrückt, ändern alle Lichter nun ihre Position.

Die Kernmechanik des Spiels ist es somit, dass sich die SpielerInnen versuchen die rot und blau aufleuchtenden Wege zu merken, um auf dem richtigen Pfad die gesuchten Gegenstände zu erreichen. Sobald ein magisches Objekt erreicht wurde, decken die Kinder dieses auf den entsprechenden Schattenwesen mit einem Baumplättchen ab. Wurden alle Bereiche abgedeckt, ist der Bösewicht besiegt und kommt aus dem Spiel. Und dies muss den jungen SpielerInnen gelingen noch bevor einer davon das Schloss erreicht. Spannend. Denn wenn das Schattensymbol geworfen wird, darf eines von ihnen auf dem Schlossweg weiter vorrücken.


Fazit

Ein leuchtendes Spielbrett. Haba weiß durchaus, wie man Kinder fasziniert. Denn diese sitzen gebannt um das Spiel herum und freuen sich jedes mal, wenn sie einen Knopf drücken dürfen. Ob es nun die roten Irrlichter oder die blauen Glühwürmchen sind, spielt dabei fast keine Rolle. Denn auch wenn die SpielerInnen hin und wieder auf roten Wegen stehen und somit heim geschickt werden, stellt dies keine Herausforderung dar. Teilweise helfen die Irrlichter sogar, wenn man sich absichtlich auf sie stellt. So kann man einen neuen Weg nämlich von der Spielplanmitte beginnen und abkürzen.

In keiner unserer Runden wurde das Spiel verloren. Die Schattenwesen ließen sich selbst in der erschwerten Variante, die in dem Spiel empfohlen wird, immer besiegen. Dies ist sehr glückslastig. Denn ob die Bösewichte eine Chance haben, hängt noch immer davon ab, wie oft das Schattensymbol geworfen wird. Wir empfehlen daher, wenn mehr Spannung gewünscht wird, nur mit 2 Personen zu spielen. Die Figuren brauchen dann länger, um die gesuchten Objekte einzusammeln und die Chance ist höher, das Schattensymbol zu werfen.

Die Spielanleitung gibt wieder, dass das Spielprinzip auf der Memo-Technik basiert. Es gilt sich die roten und blauen Wege zu merken. Allerdings meinen wir, ist es eher nur ein Abschätzen der Bereiche. Denn es leuchten so viele Lämpchen auf, dass man sich exakte Wege nicht merken kann. Das ist wahrscheinlich auch nicht gewollt und behindert das Spielvergnügen keinesfalls. Im Gegenteil. Selbst Kinder, denen es schwer fällt, sich etwas zu merken, können bei Die Legende der Irrlichter mithalten. Hervorzuheben ist natürlich auch der kooperative Mechanismus. Die SpielerInnen sprechen sich ab, helfen einander. Gerade Kinder, die nicht gut verlieren können, kommen voll auf ihre Kosten. Das Material ist in gewohnter toller Haba-Qualität und wunderschön designt. Zu empfehlen wäre lediglich, das Spiel in dunkleren Räumen (ja sogar gerne richtig abgedunkelt) zu spielen. Denn dann kommen die Lichter viel besser zur Geltung.

Wir freuen uns sehr über dieses schöne Kinderspiel. Auch wenn es mechanisch für Kinder keine Herausforderung darstellt, so sind die kleinen SpielerInnen doch rundum begeistert von dem leuchtenden Lichterspiel.

 

BEWERTUNG
+ leuchtendes Spielbrett begeistert Kinder
+ schönes design
+ Kooperativer Mechanismus
– /+ einfach zu gewinnen
– /+ Lichter in dunkleren Räumen am Wirkungsvollsten


(Eine Rezension von Petra Fuchs)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Kinderspiele”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
3.5

Die Legende der Irrlichter (2018)

Autor: Kai Haferkamp
Grafik: Stephanie Böhm
Verlag
: Haba
Spieleranzahl: 2-4 SpielerInnen
Altersempfehlung Verlag: Ab 6 Jahren
Spieldauer: 20-30 Minuten

Pädagogisch wertvoll: Ja. Das Spiel ist kooperativ. Kinder lernen daher sich abzusprechen, gemeinsame Entscheidungen zu treffen und sich zu helfen.

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