Cat Crimes, ein Logik-Solo-Spiel von Thinkfun/Ravensburger (Rezension)

Der Solospieler bin ich eigentlich nicht. Aber Knobelspiele haben es mir angetan. Vor allem wenn man mal krank im Bett liegt oder keine MitspielerInnen hat, sind sie doch sehr praktisch. Daher freue ich mich immer sehr, wenn wieder neues zum Denken und Tüfteln herauskommt.


Das Spiel

Cat Crimes ist ein Logikspiel von Thinkfun, im Vertrieb von Ravensburger. Es ist für eine Person geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.
In Cat Crimes gilt es den Täter zu entlarven. Welche Katze hat den Vogelkäfig geleert und wer hat die Vase heruntergeschmissen? Hierzu findet man 40 Aufgabenkarten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen vor. Auf diesen steht, welches Unglück passiert ist sowie weitere Hinweise. Aus diesen kann man entnehmen oder ableiten, welche Katze beteiligt ist und wo diese sitzt. Natürlich fehlen einige Informationen. Es gilt so dann die richtigen Sitzplätze der kleinen Tiger herauszufinden und den Täter zu überführen. Da die Lösung auf der Rückseite der Aufgabenkarte steht, kann der Lösungsvorschlag wunderbar überprüft werden.

 

Fazit
Cat Crimes besticht zuerst einmal über sehr hochwertiges und ansprechendes Material. Stabile Karten und die verschiedenen Katzenaufsteller begeistern ebenso wie das kleine Spielbrett. Das Thema ist witzig und dürfte nicht nur Katzenfans gefallen. Aber wer Katzen hat, versteht wohl am Besten, dass Katzen dazu neigen, gerne mal etwas anzustellen. Es bleibt also gar nicht aus, dass einem bei Cat Crimes ein wissendes Lächeln über die Lippen huscht. Auch die tolle Charakterbeschreibung der verschiedenen Katzen in der Anleitung trägt dazu bei.


Die Aufgabenkarten werden nach und nach immer schwieriger. Auf der Expertenstufe sind sie durchaus eine große Herausforderung. Doch auch die Anfängerkarten lassen einen erstmal grübeln. Denn die Bezeichnung der verschiedenen Sitzpositionen sind nicht intuitiv. Gerade beim ersten Spiel musste ich immer wieder in der Anleitung nachschauen, was nun genau damit gemeint ist, dass die Katze Lilly „in der Nähe“ des Goldfischglases sitzt. Warum wurde hier nicht „vor dem Goldfischglas“ geschrieben? Denn nichts anderes ist damit gemeint. Und das verwirrt erstmal. Bzw. steigert die Schwierigkeit des Spiels an sich.

Daher bin ich nicht sicher, ob 8-Jährige Kinder mit Cat Crimes gut zurechtkommen. Zumindest sollte ihnen das Spiel mit vielen Beispielen gut erklärt werden, damit sie es auch allein meistern können. Auffällig war auch, dass es bei manchen der einfacheren Aufgaben mehrere Lösungswege gab. Da hätte ich mir gewünscht, dass auch beide Lösungen angezeigt werden.

Insgesamt ist Cat Crimes aber ein tolles und hochwertiges Logikspiel. Das Tüfteln an den verschiedenen Möglichkeiten hat viel Spaß gemacht. Katzen positionieren, doch nochmal alles verwerfen und wieder umsetzen, die richtige Lösung finden, das macht Freude. Knobelfans sollten sich Cat Crimes daher ruhig einmal genauer anschauen.

 

BEWERTUNG
+ Anspruchsvolles Knobelspiel
+ sehr hochwertiges, ansprechendes Material
+ witziges Katzen-Thema
+ Aufgaben mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen
– Positionierung der Katzen nicht intuitiv


(Eine Rezension von Petra Fuchs)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiele” und “Solo spielbar”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altersgruppe 50 bis 75 Jahre
3.7

Cat Crimes (2019)

Verlag: Think Fun / Vertrieb Ravensburger
Spieleranzahl: 1 Person
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: beliebig

Pädagogisch wertvoll: Auf jeden Fall. Hier muss viel nachgedacht und kombiniert werden.

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