Dweebies – das Kartenspiel mit Charakter von Game Factory (Rezension)

Es hat uns auf einen ganz besonderen Planeten verschlagen. Süße, kleine eierförmige Glatzköpfe wohnen hier und gehen ihren liebsten Beschäftigungen nach. Mit einem dicken Grinsen im Gesicht und perfekter Bekleidung wissen sie sich gut zu präsentieren. Sofort erkennt man, welchen Beruf sie haben, denn so manch Tätigkeit kommt uns doch sehr bekannt vor. Von Pirat über Koch bis hin zum Karatemeister und der Tänzerin gibt es auch bei den Dweebies eine riesige Vielfalt an Beschäftigungen. Die skurrilen Wesen haben dabei viel Spaß und halten fest zusammen. Immer wenn ein Dweebie einen anderen Dweebie sieht, der genauso aussieht wie er selbst, rotten sich diese und alle dazwischen stehenden Dweebies zu Grüppchen zusammen. Dann wird fleißig gequasselt und sich über die Taten ausgetauscht, die man am Tage so vollbracht hatte. Allein sein macht den Dweebies nämlich keinen Spaß und so sind sie immer auf der Suche nach Gleichgesinnten…


Das Spiel

Dweebies ist ein Kinderspiel von Tim Roediger, das ganz aktuell bei Game Factory erschienen ist. Es kann mit 2 bis 6 SpielerInnen gespielt werden und ist laut Verlag ab 6 Jahren geeignet.
Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler 5 Handkarten. Auf den Karten sind Dweebies abgebildet, die in jeweils unterschiedlicher Häufigkeit im Spiel vorkommen. Die Spielerin, die am Zug ist, legt nun eine ihrer Karten in die Tischmitte aus.

Die Karte muss dabei an eine ausliegende Karte angelegt werden, egal ob links/rechts oder oben/unten. Sobald an beiden Enden einer Reihe (senkrecht oder waagerecht, nicht diagonal) zwei gleiche Dweebies liegen, darf der Spieler sich die ganze Reihe nehmen. Entstehen so Lücken zwischen den Karten, muss der nächste Spieler diese mit einer seiner Karten wieder schließen. Danach wird wieder eine Karte nachgezogen und der nächste Spieler ist am Zug. Ist der Nachziehstapel leer, wird mit den verbliebenen Handkarten gespielt, bis auch diese alle ausgespielt wurden. Wer dann die meisten Dweebies ergattern konnte, gewinnt das Spiel.

Dem Spiel liegen außerdem Dweebies Chips bei, so dass man mehrere Partien spielen kann.

 


Fazit

Dweebies ist ein schönes und einfaches Kinderspiel. Die kleinen eiförmigen Wesen sind witzig gezeichnet und gefallen Groß und Klein besonders gut. Toll ist auch, dass Game Factory gerade einen Malwettbewerb austrägt. Die jungen SpielerInnen können so ihren eigenen Dweebie zeichnen und beim Verlag einreichen: https://www.gamefactory-spiele.com/wettbewerb/

Auch das Spielprinzip überzeugt. Nach den ersten Partien waren wir nicht sicher, ob Dweebies nicht doch etwas zu einfach ist. Die Regeln sind sofort verinnerlicht und unserer Meinung nach können problemlos Kinder ab 4-5 Jahren mitspielen. Doch gerade der leichte Zugang hat die Kindern begeistert. In Dweebies haben sie ein Kartenspiel gefunden, was lustig ist, das schnell geht und das nicht überfordert. Es wird immer wieder für Zwischendurch herausgeholt und benötigt keine große Vorbereitung. Dieser einfache Zugang lässt außerdem auch spielunerfahrene oder ungeduldige Kinder problemlos am Spiel teilnehmen. Dennoch muss auch bei Dweebies ein wenig nachgedacht werden. Denn wenn die Glatzköpfe einfach wahllos ausgespielt werden, können die Spieler keine Karten für sich gewinnen.  Dieses kleine taktische Element stellt somit sicher, dass Dweebies sicher nicht langweilig wird.


Die stabilen Karten werden in einer ansprechenden Metallbox geliefert und sind somit nicht nur bestens aufbewahrt, sondern lassen sich vor allem für unterwegs in den Rucksack stecken, ohne dass man Angst hat, dass die Karten Schaden nehmen. Genau das haben unsere kleinen Testspieler übrigens auch gemacht, wie ihr auf den Fotos sehen könnt: Es wurde im Garten, im Hof, auf der Terasse, im Wohnzimmer und sogar am See gespielt 🙂

Eine schöne Spielidee, mit überzeugender Grafik und leichtem Zugang, der wir gerne eine klare Empfehlung für Kinder, Familien und auch Kindergärten geben.

(Eine Rezension von Petra Fuchs)

Hinweis zur Gender-Formulierung: Bei allen Bezeichnungen, die auf Personen 
bezogen sind, meint die gewählte Formulierung beide Geschlechter, auch wenn aus Gründen der leichteren Lesbarkeit nur die weibliche oder männliche Form 
verwendet wurde.

 

 

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“Kinderspiele”

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