Hexe Winnie und der Liebestrank – Saus und Braus von Zoch (Rezension)

Sooooo gerne wäre die kleine Hexe Winnie verliebt. Aber das ist gar nicht so einfach. Irgendwie will sich niemand in sie zurück verlieben. Also hat sie eine Idee. Ein Liebestrank muss her. Das ist zwar eigentlich ein ganz schön schweres Unterfangen, so einen Trank zu brauchen und nur erfahrene Hexen haben das bisher geschafft, aber das ist der Hexe Winnie egal. Voller Begeisterung macht sie sich auf den langen Weg und versucht all die Zutaten zu beschaffen, die sie für den Trank benötigt.

Und so saust Winnie auf ihrem Hexenbesen über Wiesen und Wälder, über Täler und Felder, immer auf der Suche nach wundersamen Dingen. Aber nicht nur das Finden der richtigen Gegenstände ist wahnsinnig schwierig, nein, sie muss sich auch noch der Herausforderung stellen, den passenden Zauberspruch in ihren Hexenbüchern zu finden. Nur wenn sie die richtigen Sprüche findet, kann sie die seltsamen Zutaten einsammeln und in ihren Hexenkessel werfen. Aber Winnie weiß, dass sich alle diese Mühen lohnen werden. Denn schließlich kann sie dann endlich den langersehnten Liebestrank brauen.

 


Das Spiel

Saus und Braus ist ein Kinderspiel von Thomas Daum und Violette Leitner und ganz aktuell beim Zoch Verlag erschienen. Das Spiel kann mit 2 bis 4 Kindern und ab 5 Jahren gespielt werden.
Bei Saus und Braus spielen die Kinder auf einem gemeinsamen Spielplan und lassen abwechselnd die Hexe Winnie über den Plan fliegen, um Zutaten einzusammeln. Jedes Kind erhält einen Zauberkessel, in den die Zutaten dann gelegt werden können. Der Spieler, der an der Reihe ist, nimmt den Zauberstab und schubst die Hexe Winnie am Ende ihres Besens an. In die Richtung, in die der Besenstil dann schließlich zeigt, fliegt die Hexe und zwar bis zum nächsten freien Wirbelloch – bzw. so lange bis sie eine Zutat überfliegen konnte.

Die Zutaten liegen anfangs auf 2-er Stapeln auf dem Plan aus. Sobald die Hexe über eine Zutat geflogen ist, muss das Kind versuchen, diese Zutat in dem am Spielfeld eingehängten Hexenbüchern zu finden. Klappt es das richtige Buch auf, darf die Zutat in den eigenen Hexenkessel wandern. War nicht das richtige Hexenbuch dabei, darf der Spieler die Zutat auf einen anderen Platz verschieben und der nächste Spieler ist an der Reihe. Die Flugruten werden dabei durch Wolkenbahnen angezeigt. Sobald ein Kind seinen Kessel komplett mit Zutaten füllen konnte, hat dieses das Spiel gewonnen.

 

Fazit
Saus und Braus ist ein sehr süßes Kinderspiel. Die Geschichte dahinter ist spannend erzählt und die Kids haben ihre wahre Freude daran, sie im Spiel umzusetzen. Das anstupsen des Hexenbesens ist natürlich das Highlight des Spiels. Die Hexe wirbelt sich dann im Kreis und das macht natürlich besonders viel Spaß. Die Zutaten zu überfliegen und das passende Buch zu finden, stellen dabei eine Memo-Variante dar. Die Kleinen haben keine Schwierigkeiten damit, sich nach und nach zu merken, welche Zutat in welchem Buch versteckt ist.

Kleinere Kinder überfliegen den Zutaten meist noch in zufälliger Reihenfolge, größere Kinder ab ca. 7 Jahren können hier dann schon taktischer agieren und versuchen Wege zu wählen, deren Zutaten sie schon in Zauberbüchern vermuten können. Das Material ist wunderschön illustriert und gefällt den Kindern wirklich gut. Lediglich die Zauberbücher außen am Spielplan sitzen nicht sehr zuverlässig und verschieben sich leider recht leicht, wenn man an das Spielbrett stößt – was bei Kindern ja dann doch öfter vorkommt.

Saus und Braus ist ein kurzweiliges, spannendes Kinderspiel, das sicher öfter einmal auf die Tische kommen wird.

 

(Eine Rezension von Petra Fuchs)

Hinweis zur Gender-Formulierung: Bei allen Bezeichnungen, die auf Personen 
bezogen sind, meint die gewählte Formulierung beide Geschlechter, auch wenn aus Gründen der leichteren Lesbarkeit nur die weibliche oder männliche Form 
verwendet wurde.

 

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