Hühner-Detektive auf der Jagd nach dem Eierdieb – Verfuxt! von Gamefactory (Rezension)

Oh nein, oh nein. Wer nur hat das goldene Ei aus dem Hühnerstall gestohlen? Eines der Hühner kann es nicht gewesen sein. Schließlich ist das goldene Ei ihr wertvollstes Gut. Doch wer war es dann? Das wir schwer herauszufinden sein. Denn leider kam der Dieb mitten in der Nacht und sowohl Hühner wie auch Hahn haben tief geschlafen. Doch HA, was ist denn das??? Könnte das da hinten im Gebüsch nicht ein Hinweis sein? Schnell machen sich die Spürhühner auf dem Weg, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Und das sollte kein schweres Unterfangen sein, schließlich sind sie die besten Detektiv-Hühner des ganzen Hühnerstalls. Eines ist auf jeden Fall jetzt schon klar: Nur ein Fuchs kann es gewesen sein. Niemand anderes könnte so leise und listig das Diebesgut entwendet haben. Doch welcher aller Füchse war es nur? Wie nur kann der Dieb unter all den Füchsen enttarnt werden?

Die Spürhühner drehen und wenden den Hinweis, den sie gerade im Gebüsch finden konnten. Es ist eine kleine Taschenuhr. Na klar, der Täter muss vor lauter Eile seine Uhr verloren haben. Dann ist die Sache ja schon fast aufgeklärt. Taschenuhren haben schließlich nur ein paar der Füchse. Die Spürhühner schauen sich an, nicken sich zu und beschließen einstimmig noch weitere Hinweise zu suchen. Wer so im Stress war hat sicher noch mehr verloren. Und mit jedem Hinweis, wird der Kreis der Verdächtigen immer kleiner und kleiner. Bis sich die Schlinge schließlich zuzieht und der Dieb überführt werden kann.

 

Das Spiel
Verfuxt! ist ein Kinderspiel von Marisa Pena, Shanon Lyon und Colt Tipton-Johnson, das bei Gamefactory erschienen ist. Es wird ab 5 Jahren empfohlen und kann mit 2-4 Spielern gespielt werden.

Bei diesem kooperativen Spiel spielen die Spieler Spürhühner, die durch das Sammeln von Hinweisen versuchen dem Dieb auf die Schliche zu kommen, der das goldene Ei gestohlen hat. Wenn der Spieler an der Reihe ist, muss er sich zuerst entscheiden, ob er einen Hinweis oder einen Verdächtigen aufdecken will. Dann muss dieser mit seinen drei Würfeln versuchen die dazu passenden Symbole zu werfen (Fußspuren für Hinweise, Augen für Verdächtige). Gelingt ihm dies mit drei Würfen nicht (dabei dürfen passende Würfel zur Seite gelegt werden), zieht die Fuchsfigur auf dem Spielplan drei Felder vor.

Hat man mit dem Wurf das Erwünschte erreicht, darf man je nach dem, was man gewählt hat, entweder eine der um den Spielplan ausliegenden Verdächtigenkarten aufdecken oder aber sich um die gewürfelte Anzahl Fußabdrücke zu einem Hinweis bewegen. Hat man einen Hinweis erreicht, darf man diesen in den beiliegenden Decoder legen. In diese ist vor Spielbeginn auch die Täterkarte geheim gesteckt worden. Liegt der Hinweis im Decoder, wird dieser aufgezogen. Erscheint ein grüner Punkt weiß man, dass der Täter diesen Gegenstand besitzt, bei einem weißen Punkt besitzt er ihn nicht. Diese Hinweise kann man nun den Verdächtigen zuordnen, die man nach und nach aufdeckt. Jeder hat nämlich drei Gegenstände dabei. Schafft man es den Täter zu enttarnen, bevor der Fuchs das Spielplanende erreicht hat, wird das Spiel gemeinsam gewonnen.

 

Fazit
Verfuxt ist wirklich ein ganz wunderbares Spiel. Und das tolle daran ist: es macht auch Erwachsenen Spaß. Dieses Spiel lässt sich prima mit Kindern und Großeltern spielen. Durch die Jagd nach dem Täter ist von Anfang bis Ende ein hoher Spannungsbogen gegeben und die Kinder lieben es, Detektiv zu spielen. Bei diesem Deduktionsspiel müssen sie Hinweise kombinieren und dann durch logisches Denken und Verknüpfen der Hinweise auf den Täter schließen. Die Lernkurve dabei ist hoch. Haben die Kinder das Spiel ein paar Mal gespielt, wissen sie worauf es ankommt und der Spaßfaktor ist dann noch höher.

Schade ist ein wenig, dass auch eine gute Portion Würfelglück dabei ist. Auch wenn man noch so gut kombiniert, kann es passieren, dass der Fuchs gewinnt – einfach weil man zig Mal hintereinander schlechte Würfe hatte. Aber auch diese Möglichkeit kommt nicht so oft vor, als dass die Freude am Spiel verloren gehen würde.
Ganz wunderbar finden wir die Lösung mit dem Decoder. Hier wird verdeckt eine Täterkarte hineingesteckt und durch das Aufdecken der Punkte beim Einlegen des Hinweises, weiß man, ob dieser Täter den gefundenen Hinweis hat oder nicht. Dieses Element zieht nicht nur Kinder in seinen Bann, wenn man darauf hofft, dass ein grüner Punkt erscheint.

Da es sich um ein kooperatives Spiel handelt können Spieler mit verschiedenen Fähigkeiten prima zusammen spielen, weil man sich dann einfach gegenseitig helfen kann. Die Entscheidungen trifft dann aber doch jeder für sich, so dass man hier nicht das Gefühl hat, dass ein Spieler das ganze Spiel leitet und bestimmt.
Insgesamt ist das Material sehr hochwertig und ansprechend gestaltet. Selbst der Spielekarton ist sehr robust.
Würden wir Punkte vergeben, hätte dieses Spiel die volle Punktzahl verdient.

Verfuxt gefällt uns sehr gut und es spielen bei uns Kinder bereits ab 4 Jahren mit.
Wir finden: Endlich mal ein ganz anderes Kinderspiel. Ein wenig erinnert es an Cluedo. Und das haben wir früher doch alle gern gespielt 😉

 

Lest HIER (KLICK) eine weitere Rezension vom Reich der Spiele

 

Und hier könnt ihr Verfuxt! bei Spieleblog im Einsatz sehen:

 

 

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