Wenn es Mitternacht schlägt – Hugo das Schlossgespenst (Rezension)

Was gibt es Schöneres, wie eine imposante Feier auf einem prunkvollen Schloss? Gerne will man da Gast sein und den Abend nicht nur bei einem köstlichen Mahl, sondern auch mit viel Tanz auf dem stilvollen Ball verbringen. Keiner wird wohl solche eine Einladung ausschlagen, gehört man doch dann gewiss zur gehobeneren Gesellschaft. Da muss man sich schon sehen lassen, um den neuesten Gesprächen zu lauschen und natürlich auch um zu zeigen, welch schmuckvolles Gewand man gerade trägt.

 

 

Wenn die Gäste allerdings geahnt hätten, was sie im Schloss des Nächstens noch erwartet, so wären die meisten der Einladung wohl lieber fern geblieben. Denn als die Uhr Mitternacht schlug, waren sie nicht mehr alleine. Ein Gespenst huschte durch die Flure und verschleppte jeden Adligen, den er erwischen konnte. Tief unten im Keller wachten sie wieder auf und versuchten zu fliehen, während das unheimliche Wesen wieder auf Jagd war. Alle konnte er nicht erwischen, denn einige der Gäste waren so schlau, sich in den Zimmern zu verstecken- hinter Türen und unter Betten, in Truhen und hinter Gardinen. Die schnellsten und schlauesten von ihnen konnten die nächtliche Feier unbeschadet verlassen, alle anderen jedoch mussten sich erst einen Weg aus dem Keller erkämpfen.

Das nächste Mal würden sie wohl besser überlegen, ob sie einer Einladung auf ein Schloss wieder folgen würden…

 

Das Spiel
Hugo – Das Schlossgespenst von Amigo ist ein tolles Familienspiel, das der Autor Wolfgang Kramer bereits vor vielen Jahren entwickelt hatte. Die Neuauflage ist für 2-8 Spielern geeignet und kann laut Verlag ab 7 Jahren gespielt werden.
Bei Hugo – Das Schlossgespenst erhält jeder Spieler eine gewisse Anzahl an Figuren, welche die Gäste auf dem Schlossfest darstellen. Diese werden nacheinander auf die verschiedenen Felder in den Gängen verteilt und dann schlägt die Uhr auch schon Mitternacht. Die Spieler würfeln und bewegen ihre Figuren um die gezeigte Augenzahl. Dabei sollten sie versuchen die Räume entlang des Ganges zu erreichen, denn dort sind sie vor dem Gespenst sicher. Kein einfaches Unterfangen, denn ist das Zimmer von einem Gast besetzt, kommt man nur mit passender Augenzahl hinein. Ist dies aber geschafft, darf man sich freuen, denn dann wird der andere Gast einfach wieder auf den Gang gejagt.

Zeigt der Würfel aber das Gespenst an, so darf Hugo ziehen. Er startet im Keller und wandert anschließend in den Gängen herum. Jede Figur, die Hugo dabei erwischt wird gefangen und in den Keller geschleppt. Und im Keller gibt es Gruselpunkte. Gruselpunkte erhalten die Spieler auch in manchen Zimmern und sie sind im Grunde eine Minus-Punkte-Anzeige. Die Spieler können mit ihren Figuren natürlich wieder aus dem Keller entwischen, da Hugo jedoch mit jeder Runde schneller wird und seine Zugweite somit größer, ist die Gefahr groß, dass man erneut gefangen wird und wieder Gruselpunkte einstreichen muss.

Das Spiel endet, wenn es fünf Uhr schlägt und der Spieler mit den wenigsten Gruselpunkten gewinnt dann das Spiel.

 

Fazit
Hugo – Das Schlossgespenst ist ein tolles Familienspiel. Wir meinen, dass auch Kinder ab 6 Jahren bereits sehr gut mitspielen können. Aber nicht nur Kinder haben ihre Freude daran, auch den Erwachsenen am Tisch macht es Spaß. Die Geschichte des Spiels ist natürlich herrlich spannend. Wer hat es nicht geliebt, sich als Kind ein wenig zu gruseln? Und so kommt richtig Spannung auf, wenn Hugo durch die Gänge schwebt, um die Gäste zu fangen.

Natürlich ist das Spiel sehr glückslastig, dennoch kann man verschiedene Entscheidungen treffen. Welche Figur ziehe ich jetzt und wohin? Denn jeder Spieler hat mehrere Gäste, die er in dem Spiel einsetzen muss.

Vor allem die kurze Spieldauer lädt Familien ein, dieses Spiel auf den Tisch zu packen. Denn dauert es den Kindern zu lange, ist die Luft schnell raus. Hugo- das Schlossgespenst kann man dann bei guter Ausdauer einfach zweimal hintereinander spielen 😉
Das Spiel ist zwar ab zwei Personen ausgelegt, aber so richtig Spaß macht es dann eigentlich erst ab drei, eher vier Spielern. Gerade das durcheinander und das gegenseitige aus den Räumen schubsen macht den Spielreiz aus.

Gut gefallen hat uns auch die Grafik. Das Spiel ist sehr ansprechend und „niedlich“ entworfen worden, was auch wichtig ist, damit sich die Kinder nicht zu sehr gruseln müssen 😉

Alles in allem ein sehr schönes Familienspiel, welches sehr gut mit altersgemischten Gruppen gespielt werden kann, da auch Erwachsene noch daran ihren Spaß haben. Und ein wenig lässt man sich mit Hugo – Das Schlossgespenst auch in seine eigene Kindheit versetzen. Denn wer hatte da nicht an Gespenster geglaubt?

 

Du willst mehr über die Regeln erfahren?
Dann schaut Euch dieses Regelvideo von AMIGO an:

 

Oder lest hier eine Rezension von Cliquenabend (KLICK!)

 

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