Froschlaune…und wie geht es Dir? – Ein Spiel für die pädagogische Arbeit mit Kindern

Gefühle hat jeder von uns. Immer. Sie gehören zu unserem Innersten dazu, wie die Luft zum Atmen. Nicht immer können wir aber mit unseren Gefühlen umgehen und so manches Mal verstehen wir nicht, wie es unserem Gegenüber gerade geht. Ob wir in unserer Gesellschaft Gefühle wirklich zulassen können oder diese nicht vielmehr im Kindesalter abtrainiert werden („Hör auf zu weinen“…), kann hier nicht detaillierter ausgeführt werden – doch eines ist klar: Wer mit seinen Gefühlen gut umgehen kann und sie versteht und wer mit den Gefühlen der Mitmenschen etwas anzufangen weiß und diese auch erkennt, der hat es doch um einiges leichter im Leben.

Dieses Erlernen emotionaler Intelligenz fängt bereits im Kindesalter an. Über Gefühle sprechen, sie zeigen dürfen und sie verstehen, sind dabei wichtige Bausteine.

Kinder können für ein besseres Verständnis spielerisch an die Welt der Gefühle herangeführt werden, etwas was sich auch Anja Wrede mit ihrem Spiel „Froschlauneund wie geht es Dir“, (erschienen im Verlag Edition Siebenschläfer) zum Ziel gemacht hat.

 

Das Spiel
Bei Froschlaune handelt es sich um eine Spielesammlung zum Thema Gefühle, die ideal für die pädagogische und therapeutische Arbeit mit Kindern ab 3 Jahren ist. Aber auch in Familien, die Gefühle spielerisch thematisieren wollen, kann Froschlaune zum Einsatz kommen. Die Spielideen reichen vom klassischen „Memory“ über Spielen, bei denen die Kinder Gefühle nachahmen müssen und sich im Spiegel betrachten können, bis hin zu Spielen, bei denen sie ihr aktuelles Gefühl heraussuchen und darüber gesprochen wird. Dabei findet eine Mischung von klassischen Spielen wie z.B. „Mein rechter Platz ist leer“ und „Memory“ mit den Gefühlskärtchen ebenso Anwendung, wie neue Spielideen.

Gemeinsam ist allen Spielen, dass dabei liebevoll gestaltete Kärtchen zum Einsatz kommen, auf denen Froschgesichter abgebildet sind. Diese zeigen verschiedenste Gefühle, die zusätzlich auch auf dem beigelegten Plakat abgebildet sind. Die Spiele sind dabei für unterschiedliche Gruppengrößen gedacht und die Meisten können bereits ab 2 Kindern gespielt werden.

 

Fazit 
Wir haben Froschlaune in unterschiedlichen Besetzungen mit Kindern zwischen 3 und 7 Jahren gespielt. Toll dabei ist, dass für jede Zusammensetzung etwas dabei ist und man die Spiele an die Fähigkeiten der Kinder anpassen kann. Spielt man mit jüngeren Kindern, so kann man z.B. die Anzahl der Karten reduzieren oder einfachere Gefühlskärtchen nutzen. Je nach Alter kann dann der Schwierigkeitsgrad gesteigert werden. Toll fanden dabei alle Kinder, dass es bekannte Spiele wie z.B. Memory gibt. Das haben alle sofort und gerne mitgespielt und eröffnete somit einen leichten Zugang zu den Gefühlen der Frösche, wenn man diese beim Aufdecken zusätzlich benannt hat. Begeistert hat dabei auch das mitgelieferte Plakat. Die Kinder haben es geliebt, das gezogene Kärtchen auch auf dem Plakat wiederzufinden und dann das entsprechende Gefühl zu lesen (oder sich vorlesen zu lassen). Besonders lustig war für die Kinder das Spiel, bei dem die Gefühle nachgeahmt werden und man sich dann im Spiegel betrachtet. Hierzu haben wir einen kleinen Taschenspiegel verwendet, der sich auch wunderbar in der Spielebox verstauen lässt.

Die Gefühle auf den Kärtchen sind überwiegend sehr gut verständlich dargestellt und die Kinder wissen recht schnell, was die Gesichter zeigen. Einige wenige Gefühle gibt es, die recht schwer zu erkennen und auch zu verstehen sind. Diese würde ich in Runden mit jüngeren Kindern einfach herauslassen – in Runden mit älteren Kindern sind diese ideal, da sie eine Herausforderung darstellen. Insgesamt sind 10 verschiedene Spielideen in den Regeln enthalten. Doch die Spiele ermuntern zu eigenen Ideen und so fiel den Kindern noch mehr ein, was man damit spielen kann. Zum Beispiel fingen einige der Kinder an, die Karten nach Gefühlen zu sortieren, die sie gerne fühlen und die sie nicht so gern empfinden. Oder nach Gefühlen, die sie gut kennen, bzw. die neu für sie sind. Die Karten sind dabei nicht nur sehr hochwertig produziert, sondern auch ideal in der Größe und Form für kleine und große Kinderhände.

„Froschlaune… und wie geht es Dir“ ist ein Spiel, das ideal für die pädagogisch und therapeutische Arbeit ist. Für Kindergärten und Pädagogen/Therapeuten ist es daher absolut zu empfehlen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Bilder gut für Kinder genutzt werden können, die Schwierigkeiten haben, sich auszurücken oder sich nicht trauen zu erzählen, wie es ihnen gerade geht. Für Kindergärten gibt es schöne Spiele für den Stuhlkreis, die auch mit mehreren Kindern gut funktionieren und somit Abwechslung in die bisherigen Rituale bringen können.
Da viele der Spiele auch mit weniger Kindern und mit Hilfe von Erwachsenen gespielt werden können, kann ich Froschlaune auch für Familien, die mit ihren Kindern das Thema Gefühle thematisieren wollen, sehr empfehlen.

 

 

Bitte teile diesen Artikel, wenn er Dir gefallen hat!

3 Kommentare

  1. Danke für eure informative Seite! Wäre es möglich, eine Bestelladresse bekannt zu geben? Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.